Elektromotoren ohne problematische Metalle

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Der japanische Autohersteller Honda hat angekündigt, seinen Minivan Freed (oder Fit, oder Jazz) in der Hybridversion ab Herbst mit Elektromotoren ohne problematische Metalle auszurüsten. Die Metalle aus der Gruppe der Seltenen Erden – der Begriff ist alt und missverständlich – sind eigentlich gar nicht selten auf unserem Planeten, sondern nur schwer und extrem umweltschädlich abzubauen. Um so erfreulicher, dass es auch ohne geht – die Motoren sind der eine Grund für eine unerfreuliche Ökobilanz von Elektro- und Hybridautos. Der andere sind die grossen Mengen an Kobalt, Nickel, Molybdän und Lithium, die für die Herstellung der Akkus benötigt werden. Durch diesen massiven Ressourcenverbrauch ist ein heutiges Elektroauto zunächst einmal ökologisch problematischer als ein Benziner, der ja fast nur aus Stahl besteht; erst mit dem langfristigen Verbrauch von mehr oder weniger dreckigen Energieträgern setzt sich die positive Seite der Elektromobilität durch. Wenn Honda hier also das Problem mit den Seltenen Erden in den Griff kriegt, ist das ein wichtiger Schritt in ein weniger dreckige und CO2-überlastete Zukunft. engadget, pic Mytho88 CC BY-SA 3.0

Der walisische Wasserstoff-Kabinenroller: Riversimple Rasa

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Ein ungelöstes, zentrales Problem heutigen Individualverkehrs ist der Konstruktions-Overkill; ein Tesla Model S wiegt leer bereits über zwei Tonnen, das Model X SUV eine kappe halbe mehr. Auch hier gilt: „Die Physik lässt sich nicht bescheissen“. Entsprechend bizarr gross ist die benötigte Energiemenge, um eine Person von A nach B zu bringen. Den umgekehrten Weg gehen Autokonstrukteure im walisischen Llandrindod Wells, die gerade den zweisitzigen Rasa (plus 170 Liter Kofferraum) entwickeln, einen Kabinenroller mit vier Elektromotoren, die ihren Strom von einer 8,5 KW-Wasserstoff-Brennstoffzelle beziehen. Letztere ist übrigens ein Standard-Industriebauteil, das ansonsten in Gabelstaplern verwendet wird. Weiterlesen