Wieviel Energie verbraucht das Internet wirklich?

Nachdem wir zunehmend mit Schreckensmeldungen beworfen werden, wieviel Energie die Computer dieser Erde, und vor allem das Internet verbrauchen würden, haben Wissenschaftler mit tatsächlich nachprüfbaren Zahlen berechnet, dass das Problem tatsächlich woanders liegt. Der weltweite Verbrauch von elektrischen Strom durch Datenzentren (da, wo heute fast alle Webseiten, Videos, Datendienste liegen) beträgt demnach gerade mal ein Prozent. Besorgt sind die Forscher Eric Masanet (Uni Santa Barbara) und Jonathan Koomey allerdings über den Energieverbrauch durch Bitcoinherstellung, den sie auf 0,4 % des weltweiten Energiehaushalts berechnen. Obwohl der Datenverkehr via Internet in den letzten 10 Jahren und vor allem in der Pandemiezeit massiv angestiegen ist, verbrauchten grosse Anbieter weniger, nicht mehr. Zwischen 2010 und 2018 nahm der Traffic der Cloud-Anbieter um 2600 % zu – der Energieverbrauch dagegen nur um 10 %. Im Pandemiejahr 2020 stieg der Datenverkehr bei Telefónica und Cogent um 45 bzw 38 %, während der Stromverbrauch bei Telefónica gleich blieb und bei Cogent sogar um 21 % zurückging. Tatsächlich werden ständig sparsamere Computerchips hergestellt und eingesetzt. Diese Zahlen muss man dem physischen Datentransport (Datenträger und Geschäftsreisen) gegenüberstellen, wo der CO2-Ausstoss jährlich zunimmt. Demnach ist die zunehmende Bedeutung des Internet als globale Kommunikationsplattform eine positive Entwicklung. nytimes, pic free-photos cc0

Barcelona: Intelligente Strassenbeleuchtung

Die katalanische Stadt Barcelona hat eines ihrer Viertel mit neuer LED-Strassenbeleuchtung ausgerüstet. Das sollte den Energieverbrauch schon mal senken. Weiterlesen