Neulich im äusseren Orion-Arm

Ich finde, die anhaltende Pandemiesituation, also diese Zombie-Epidemie ohne Zom­bies, steigert das Bedürfnis nach Eskapismus ins Astronomische. Entsprechend hab ich mich in den letzten 7 Monaten von Eve Online (das aber letztlich nur im imperialen Massstab mit gigantischen Raumschlachten Sinn macht, also nicht für mich), Star Traders Frontiers (wie ein Boardgame auf PC und sehr, sehr unterhaltsam), Halcyon 6 (Pixelretrocharme und alberne Aliens), bis zurück zu Elite Dangerous gehangelt. Letzteres geniesse ich seit 3 Jahren wiederholt und in unterschiedlichen Rollen, ein­schliesslich mehrerer Rerolls und eines Zweit-Chars. Weiterlesen

Steampunk ist doch nicht tot

Als Cosplay-Kategorie verblasst Steampunk wieder, aber in der Literatur (ein­schliess­lich TV-Serien) blüht das Genre weiter. Die Verquickung von romantisiertem viktorianischem Zeitalter (Segelschiff, Dampflokomotiven, Arbeiterklasse im Elend) und Fantasy (Strahlenpistolen, Vampire, Feen, das Monster im Anderen suchen, nicht mehr im Kapitalismus) verströmt eine Hoffnung auf Sinnhaftigkeit in einer ansonsten unerträglichen Lebensumgebung. Oder wer von uns würde wirklich in diesen pittoresken, aber schrecklich unbequemen Klamotten rumlaufen wollen, in einer Welt, die noch weniger Rechte für Frauen, Arbeiter, Dunkelhäutige anbietet als unsere unbefriedigende Gegenwart. Aber als Buch oder Film: Zauberhaft. Weiterlesen

Futurismus, Hoffnung und fliegende Autos

sylvainvaui1

Fliegende Autos, Ferien auf dem Mond, Häuser auf dem Meeresboden, Wohlstand für alle: Die Versprechen des Futurismus. Zumindest im vergangenen, 20sten Jahrhundert. Der Futurismus der Gegenwart bietet uns alle denkbaren Formen der Apokalypse, aber kaum Hoffnung auf ein besseres Leben. Der französische Designer Sylvain Viau setzt zumindest einen Teil der verlorengegangenen Träume ins Bild, indem er Autos der Gegenwart die Räder wegretuschiert. Ich finde das verdienstvoll und lobenswert. Weiterlesen

Sparths Rendevouz

sparts rendezvous

Ja, ich gebs zu: Manchmal möchte ich in so einer Welt leben. Ersatzweise in so einem MMO. In der man einfach woanders hinfliegen kann, wenn es unerträglich wurde. Da, wo man grade war. Ich finde diese Welt, in der wir sind, manchmal extrem anstrengend. pic>click>big Nicolas “Sparth” Bouvier

V – als die Bedrohung noch greifbar war

In den 80s war alles noch ganz einfach. Der Feind (böse) kommt von aussen, die Rebellen (gut) tun ihr Möglichstes, um die Welt zu retten. Wie nostalgisch. Heute kommt der Feind von innen, und tut sein Möglichstes, um die Rebellen zu vernichten und die Welt unter seine Kontrolle zu bringen. Das macht es natürlich schwieriger, unterhaltsamen SciFi zu drehen, und begünstigt Fantasy-Eskapismus. Weiterlesen