Mit der Bombe leben, wenn auch nur für einen Tag

fliegerbombe

Ihr habt es sicher alle mitbekommen: In meiner geliebten Heimat- und favourite Wohn/Schlafstadt ist eine am Ende „nur“ noch 1,8 Tonnen schwere Fliegerbombe ausgebaggert worden. Mitten in der City. Liegt da seit über 70 Jahren in der Erde und rostet vor sich hin. Klar, muss man entschärfen. Aber wenn das nicht so klappt, sind 1400 Kilo Sprengstoff unterwegs. Also wurde die Innenstadt geräumt, im Radius von 1,5 Kilometern, was 54.000 Einwohner betrifft. Mich auch, also hab ich heute morgen um 9 unter dem Getöse der Lautsprecherwagen („Hier spricht die Feuer­wehr, verlassen sie unverzüglich die Evakuierungszone…“) als letzter Bewohner das Haus abgeschlossen und mich in die Wohnung einer sehr guten Freundin (die somit mein Leben gerettet hat, irgendwie) am Cityrand geflüchtet (50 Meter hinter der roten Linie). Die sich selbst wiederum aus Feiertagsgründen bei Verwandten am Alpenrand (is ja nicht weit) aufhält, actually. Aber was mir beim Verlassen des Hauses aufgefallen ist: Es war nicht wie in „28 days later“, sondern fast alltäglich. Nur vorübergehend. Im worst case wären an meinem Wohnhaus, einen Kilometer von der Bombe entfernt, maximal Scheiben zu Bruch gegangen. Die drei Sprengmeister (pic unten) hätten dann mehr Pech gehabt, und die Häuser im engeren Viertel um den Blockbuster. Und dann? Weiterlesen