Musikblog der Woche: Pirate Verbatim

Miranda sammelt die Ansichten von Musikern zum Thema Filesharing und stellt sie unkommentert in ihr Blog Pirate Verbatim. Ian MacKaye (Fugazi, Minor Threat) sagt: „Die Plattenfirmen hatten 100 Jahre ein Monopol auf den Verkauf von Musik, und sie haben alles verzerrt und pervertiert, damit sie mehr Geld machen. Weiterlesen

Pirate Bay noch schuldiger, Künstler fordern freies Filesharing

Das schwedische Berufungsgericht hat gestern seine Entscheidung im Spectrial-Fall Pirate Bay bekannt gegeben: Die drei Anwesenden, Peter Sunde, Fredrik Neij und Carl Lundström (der vierte liegt krank im Ausland), bekamen wegen Beihilfe zur Copyrightverletzung nicht mehr je ein ganzes Jahr, sondern zwischen vier und zehn Monaten Gefängnis, dafür aber eine Gesamtschadensersatzssumme von umgerechnet 5 Millionen Euro. Weiterlesen

Ein Leben nach dem Tod: Limewire

Wie lange geht das noch so? Die Tonträgerindustrie, vertreten durch die US-Lobbygruppe RIAA, hat auf ihrem langen Marsch in die digitale Gegenwart einen weiteren Pyrrhus-Sieg errungen: Limewire, der US-Anbieter des gleichnamigen Gnutella-Filesharing-Clients, muss nach einem aktuellen Beschluss des New York District Court sämtliche Geschäftstätigkeiten mit der genannten Client-Software einstellen. Das verurteilte Unternehmen hat erklärt, dieser Aufforderung nachzukommen und statt dessen einen rechtlich unbedenklichen Musikservice einzurichten. Weiterlesen

Comicbuch-Filesharing via 4Chan lässt Verkauf explodieren

Comic-Zeichner Steve Lieber veröffentlichte sein aktuelles Werk „Underground“, fand anerkennende Erwähnung auf Boingboing und anderswo, verkaufte aber nicht wirklich viele Exemplare.

Und dann geschah das Unaussprechliche: Ein 4Chan-User scannte das Teil komplett ab und stellte es zum natürlich kostenlosen Download auf die Seiten des berüchtigtesten Teils der Interwebs überhaupt. Was tut Steve? Er unterhält sich mit den 4Chan-Piraten. Ganz normal eben. Und dann zeichnet er das Diagramm (unten) seiner Verkaufszahlen. Weiterlesen

Jesus als Pirat

Nur für den Fall, dass der eine oder andere geneigte 11k2-Leser Leute kennt, die der christlichen Ideologie nahestehen: Im Grundsatzprogramm dieser Bewegung sind Aufforderungen zu kriminellen Handlungen enthalten, wie hier im konkreten Fall Food-Sharing: Der mythische Religionsgründer J. Christus soll, unbestätigten Berichten zufolge, aus einem Fisch und einem Brot Nahrungsmittel für Tausende raubkopiert, und dadurch der Fisch- und Brotindustrie Milliardenverluste zugefügt sowie Tausende von Arbeitsplätzen vernichtet haben. (via boingboing)

Filesharing 2014

Die guten Leute von der schwedischen Designfirma „The Astonishing Tribe“ haben sich mal überlegt, wie das mit der Dateiweitergabe in vier Jahren funktioniert. Jungs, ich muss euch enttäuschen: Das wird sicher sofort verboten. Auch und gerade in Schweden. Ausser, die Piratenpartei bekommt deutlich mehr Wählerstimmen. (via dailywhat)

(Aber immer noch besser als die Idee der Texaner von Zoticus)

Kinderpornografie, Filesharing und Netzneutralität

Die Musikkonzernlobby RIAA hat einen „offenen Brief“ an Google geschrieben, um darin die aktuelle Diskussion um die Netzneutralität zu kommentieren. Wir lesen: „Die von uns repräsentierte Musikbranche glaubt, dass es von zentraler Bedeutung ist, durch geeignete Ordnungsvorgaben Internetprovider und andere vermittelnde Organisationen dazu aufzufordern, Massnahmen gegen illegale Aktivitäten wie Urheberrechtsverletzungen und Kinderpornografie zu ergreifen“. Weiterlesen

Vielen Dank an die Musikbosse

[Update siehe unten] „Danke für Ihren aufrechten Kampf gegen die Internet-MP3-Tauschbörsen. Ihretwegen werden Millionen von Teenagern aufhören, sich neue Musik anzuhören und sich nach neuen Bands umzusehen. Schluss mit dem Weiterempfehlen Ihrer Künstler an fremde Menschen. Schluss mit der gefährlichen Öffentlichkeit für Tausende von Bands via Internetradio. Weiterlesen

Filesharing richtet wirtschaftlich keinen Schaden an

Die ORF Futurezone soll zwar nach dem Willen der österreichischen Verlage als lästige Konkurrenz demnächst abgeschaltet werden, hat aber trotzdem noch schnell ein Interview mit dem legendären Harvard-Professor Felix Oberholzer-Gee drin. Dieser hatte 2004 zusammen mit seinem Kollegen Koleman Strumpf die Studie „The Effect of File Sharing on Record Sales An Empirical Analysis“ (PDF) veröffentlicht. Weiterlesen

Schwedische Piratenpartei unterstützt die Pirate Bay

Es ist offiziell: Die schwedische Piratpartiet stellt der Pirate Bay Bandbreite zur Verfügung, damit diese nicht aus dem Netz gekickt werden kann. Piratenchef Rick Falkvinge: „Wir sind des Katz-und-Maus-Spiels überdrüssig, das Hollywood mit der Pirate Bay spielt, und habe Weiterlesen

Autohersteller demnächst haftbar für Unfallfolgen

Werden VW, Opel, Fiat oder Toyota demnächst vor Gericht gezerrt (mit Millionenforderungen gegen den jeweiligen Firmenchef persönlich), wenn ein Fahrzeug der Marke einen Unfall verursacht? Schliesslich haben die Hersteller den Schaden doch mit dem Angebot eines Autos an den Fahrer erst möglich gemacht, und ihn sogar zum schnellen Fahren aufgefordert, indem sie kräftige Motoren einbauten. Weiterlesen

Mick Jagger über Filesharing

Die gute alte BBC hat Mick Jagger interviewt.

BBC: „…wie ist das mit dem Internet?“

Mick: „Naja, das hat sich alles sehr verändert in den letzten Jahren. Es gab eine Zeit, als jeder alles umsonst runtergeladen hat, und heute haben wir eine Grauzone, in der es viel einfacher ist, dafür zu bezahlen. Vorausgesetzt, man hat überhaupt Geld“.

BBC: „Das klingt ziemlich entspannt.“ Weiterlesen

Filesharing hat einen europäischen Markt geschaffen

Auf den ersten Blick liest sich das überraschend. Die Niederänderin Neelie Kroes, derzeit EU-Kommissarin für Digitale Agenda und davor EU-Wettbewerbskommissarin, erklärte zum Thema Filesharing:

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Grundsatzurteil zur WLAN-Haftung

Der Bundesgerichtshof hat ein wichtiges Grundsatzurteil zur Haftung durch WLAN-Betreiber gefällt. Der Wortlaut: „Privatpersonen können auf Unterlassung, nicht dagegen auf Schadensersatz in Anspruch genommen werden, wenn ihr nicht ausreichend gesicherter WLAN-Anschluss von unberechtigten Dritten für Urheberrechtsverletzungen im Internet genutzt wird.“ Im konkreten Fall wurde ein DSL-Anschluss via WLAN zum Filesharen eines Musikstücks genutzt, während der Besitzer des Anschlusses im Urlaub war. Weiterlesen

Studie: Filesharer würden den richtigen Preis bezahlen

Eine Umfrage von CoreData im Auftrag von News.com Australien ergab, das die überwältigende Mehrheit der Filesharer gerne für den Download bezahlen würden, wenn der Preis angemessen und die Nutzbarkeit gewährleistet wäre. Weiterlesen

Neue Studie: Filesharing hat nichts mit Verkaufszahlen zu tun

Eine aktuelle Studie der Universität von Amsterdam kommt zum Ergebnis: Filesharing hat keinen negativen Einfluss auf die Umsätze von Unterhaltungsindustrien. Tatsächlich hat von den drei Branchen Musik, Film, und Spiele nur erstere Umsatzrückgänge zu verzeichnen. Wenn es um Musik geht, muss man allerdings mit einberechnen, dass der Verkauf von physischen Tonträgern zwar zurückgeht, alle anderen Vermarktungswege (bis hin zum Konzert) aber an Bedeutung und Umsatz zunehmen. Weiterlesen

Liam Gallagher und Filesharing: Worüber beklagt ihr euch?

Der in seiner Rolle als Oasis-Sänger und Vorzeige-Rockstar bekannt gewordene Liam Gallagher erklärte in einem Shortlist-Interview auf die Frage, ob ihn „illegale Musikdownloader“ stören würden: „Downloaden ist dasselbe, was ich früher getan habe. Ich habe Songs aus dem Radio auf Tape aufgenommen. Weiterlesen

Gnutella, 10 Jahre. Happy Sharing!

Am 14. März 0, also in der letzten Woche vor zehn Jahren, ging Gnutella an den Start. Sein Programmierer Justin Frankel hat übrigens auch den Winamp gebaut, mein Lieblings-Audio-Abspielprogramm (ich verwende VLC für die kniffligen Geschichten und Winamp fürs Radiohören). Gegenüber dem heute so beliebten BitTorrent-Protokoll hat Gnutella den Vorteil der Dezentralität. Das heisst, es gibt keine zentralen Verzeichnisse, so dass kein Hoster solcher Listen verklagt werden kann. Happy Birthday, und sharing is caring! (via newteevee)

Spanien: P2P nach Gerichtsurteil legal

Die Verhandlung dauerte drei Jahre, jetzt hat Richter Raul N. García Orejudo das Urteil gesprochen: Der private, nicht-kommerzielle Austausch von Daten ist legal, auch wenn es sich dabei um urheberrechtlich geschützte Daten handelt. Genau so ist es. Die spanische Verwertungsgesellschaft Sociedad General de Autores y Editores (SGAE) wollte die eDonkey-Linkseite Weiterlesen

3 Strikes kann Filesharing nicht bremsen

Nachdem die französische Regierung gegen alle Widerstände das Hadopi-Gesetz („3 strikes“) durchgesetzt hatte, stiegen die nicht-lizenzierten Downloads sprunghaft an. Weiterlesen

Jammie Thomas: Neue Verhandlung

Der zentrale US-amerikanische P2P-Prozess der RIAA gegen die alleinerziehende Mutter von vier Kindern, Jammie Thomas, geht in die dritte Runde, nachdem die Tonträgerlobby nicht akzeptieren will, dass der Richter die Schadensersatzsumme für 22 mutmasslich getausche Songs von 1,92 Millionen auf 54.000 US-Dollar senkte. In der ersten Verhandlung war noch von 222.000 US-Dollar die Rede gewesen. Weiterlesen

Piratin wider Willen

Cathi Paradiso ist 53, Grossmutter, lebt in der Nähe von Pueblo im US-Bundesstaat Colorado und hat einen Telearbeitsplatz, also von zuhause aus, via Internet. Sie hat DSL über den Provider Qwest, einschliesslich eines WLAN-Modem, wobei sie selbst ihren PC nur über Netzwerkkabel betreibt. Eines Tages war ihre Internet-Verbindung weg, Weiterlesen

Abmahnindustrie produziert Ausschuss

Genau genommen hat man diesen Heissluftbegriff „Geistiges Eigentum“ ja nur erfunden, um mehr arbeitslosen Jura-Absolventen eine Chance auf Praktikumsverlängerung bieten zu können. Die jeweils nicht zum Thema befragten Künstler jedenfalls profitieren in keiner Weise davon. Konkret: Weiterlesen

Britannien: Widerspruch gegen P2P-Anschuldigungen kostenpflichtig

Lord Peter Mandelson ist Wirtschaftsminister im Vereinigten Königreich und arbeitet angestrengt an der Digital Economy Bill, die zahlreiche Masssnahmen gegen Filesharing und andere virtuelle Verbrechen vorsieht.

Und für den Fall, dass jemand, ungerechtfertigt der Internetpiraterie angeklagt, vom Benutzen des Internet abgehalten wird? Dann kann er Einspruch einlegen. Allerdings müsste er die zu erwartenden Kosten des Verfahrens im Vorhinein hinterlegen und erhielte sie im Fall nachgewiesener Unschuld wieder zurück. Weiterlesen

Pharrell Williams: P2P ist Rumprobieren

Man mag von seiner Musik halten was man will, Pharrell Williams scheint nicht völlig auf den Kopf gefallen zu sein („Drop it like its hot“ mit Snoop Dog ist auf jeden Fall ein Klassiker, siehe oben). Weiterlesen

Ich wünschte, sie wäre illegal…

(via marriedtothesea) (tyvm dieter)

Jammie Thomas: Richter senkt P2P-Strafe um 97%

Der bislang grösste Sieg des musikalisch-industriellen Komplexes, gegen die alleinerziehende Mutter Jammie Thomas (siehe 11k2), wurde gestern um 97 % verkleinert. US-Bezierksrichter Michael Davis nannte die urspünglich festgesetzte Schadensersatzsumme von 1,92 Millionen US-Dollar wegen des Filesharens von 22 Songs „einfach schockierend“, und verringerte sie auf 54,000. Frau Thomas wird auch diese Summe nicht aufbringen können. Richter Davis forderte auch das Gericht im Fall Tenenbaum auf, die dort festgesetzte Schadensersatzsumme von 675.000 auf entsprechend 22.500 US-Dollar zu reduzieren. (via wired)

Google Docs, das neue Napster

Google hat angekündigt, den freien Webspace in seiner Google Docs Suite auf 250 MB zu erhöhen. In den nächsten Wochen. Damit kann man zwar keinen unkomprimierten Film, sehr wohl aber mehrere Musik-Alben auf einmal weitergeben. Weiterlesen

Frankreich: Hadopi pausiert, ist nicht datensicher

Der geniale Welteroberungsplan der Medienmogule, auch bekannt als „3 strikes and you’re out“ (3 mal des Völkermord-P2P beschuldigt und dein Internetanschluss wird abgeklemmt), scheint ins Stocken zu geraten. Weiterlesen

Bono: Chinesische Internetzensur soll Filesharer stoppen

Da seht ihr mal, was Drogen aus einem Menschen machen können: Der irische Rocksänger Bono (von einer Kapelle namens U 2) erklärte dieser Tage in der New York Times, nur die mangelnde Bandbreite würde heute noch die Filmindustrie vor dem selben Schicksal retten, das die Musikindustrie bereits ereilt habe. Mal unter uns, Bono, die Musikindustrie verdient jedes Jahr mehr Geld, nur Tonträger werden weniger verkauft, also was willst du? Weiterlesen