The Fringe: Der Schmutzrand der Galaxis

Prospect war 2018 einer der Handvoll besten SciFi-Filme der letzten Jahre, in einer Liga mit District 9 oder Arrival. Jetzt hat die Indie-Filmcrew um Zeek Earl und Chris Caldwell ein neues Projekt angekündigt, mit einem dreckigen, fiesen Aussenseiter-kosmos am Rand irgendeiner Galaxis, reichlich Hintergrundstory und massiven, modernen Crowdfunding-Plänen: The Fringe. Das Teaser-Video ist schon ne Klasse für sich, ich bin bereits aufgeregt und gespannt. „Help us, Zeek and Chris, you’re our only hope.“ via quietearth

Die Zukunft hat längst begonnen, und läuft auf einer Game-Engine

Der kommende SciFi-Film „Gods Of Mars“ ist noch in Produktion und hat daher noch kein offizielles Erscheinungsdatum. Im Production-Trailer oben erfahren wir allerdings, dass er nur einen winzigen Bruchteil dessen kostet, was in Hollywood für einen Pixar oder ILM Film aufgestellt wird. Was ist der Trick? Die Hintergründe werden komplett in der Unreal-Game-Engine erstellt, das Team benötigt also keine Lagerhallen füllende Render-Server-Farm, sondern nur einen ordentlichen Gaming-PC. Selbst die Raumschiffe und Battlemechs werden zunächst als Modelle zusammengesetzt, dann gescannt und anschliessend im Spiel… im Film frei verwendet. Aber natürlich! Warum soll nicht die vorige Generation (Film) der literarischen Sphäre von der heutigen (Games) profitieren? Schliesslich profitiert ja auch die vorletzte (Theater) von der letzten (Film-Einspielungen). Ich finde, das hier ist ein sehr schönes Beispiel für die gegenseitige Belebung unterschiedlicher kultureller Genres. io9, variety

Wenn die Toten einfach nicht sterben und Jim Jarmusch die Regie macht

Ab Mitte Juni: „The Dead Don’t Die“ von Jim Jarmusch, mit Bill Murray (als ghost­bustender Sheriff), Iggy Pop (als Zombie), Adam Driver (der nicht nur patzige Star Wars Teenager spielen kann), Steve Buscemi (darf nicht fehlen) und vielen jungen Talenten. Da bin ich gespannt. Wäre ja mal wieder Zeit für einen gelungenen lustigen Zombiefilm. Shawn Of The Dead ist einfach echt lange her.

Robocop Returns, mit Neill Blomkamp

Endlich wieder mal eine gute Nachricht: Der originale Robocop darf noch einmal mit stählerner Brutalität Konzerninteressen durchsetzen, während wir ihm mit wohligem Gruseln dabei zusehen. Eigentlich sollte unser Gruseln ja überhaupt nicht wohlig sein, weil Konzerne ihre Interessen bereits mit unappettitlicher Brutalität durch­setzen, aber… ja. Ein Hoffnungssignal in Richtung Enthüllungsentertainment ist die Besetzung der Regisseursrolle: „Robocop Returns, mit Neill Blomkamp“ weiterlesen

Prospect: Der Wilde Weltraum-Westen

Im März auf der SXSW in Austin zum ersten mal zu sehen: Prospect. Eigentlich ein Western, aber es gibt Raumanzüge, Raumschiffe und stark florierte, toxische Monde mit seltensten Mineralien und dem Gesetz der Faust. Und mittendrin ein Mann und seine teenage Tochter, die das grosse Geld finden wollen. Und auch finden. Bis dann natürlich alles schiefgeht und die Kleine ihre eigenen Entscheidungen treffen muss. Der Trailer sieht super aus und ich bin sehr gespannt auf den Film.

Piratenmarketing funktioniert immer wieder

Vor zehn Jahren veröffentlichten Jerome Bixby (Buch) und Richard Schenkman (Regie) den Indie-SciFi „The Man from Earth“, eigentlich ein Theaterstück mit wenigen Darstellern, das vorziegend in einem einzigen Zimmer spielt. Das Pro­duk­tions­budget umfasste berichtetermassen 200.000 USD, das Marketingbudget null, kein Vertrieb interessierte sich, wenige Monate später war das kurzweilige Stück ein Kultklassiker geworden und heimste Filmpreise ein. Was war inzwischen passiert? „Piratenmarketing funktioniert immer wieder“ weiterlesen

Annihilation

Der Trailer sieht gut aus, mit Natalie Portman in der Hauptrolle kann man nicht viel falsch machen, Oscar Isaac als male Nebenrolle hat schon im eher langweiligen letzten Star Wars 8 überzeugen können und Regisseur Alex Garland hat mit Ex Ma­china ein erstklassiges SciFi-Drama abgeliefert. Das Originalbuch soll grossartig sein und ein Team aus vier Wissenschaftlerinnen kommt mit dem Arrival- und dem Ghostbusters-Bonus. Veröffentlichungstermin 23. Februar 18, ich bin gespannt. via io9

Dead Ant

Als die gealterte Glam-Metal-Band „Sonic Grave“ auch dem Weg zum Coachella-Festival im Wüstendörfchen Joshua Tree eine Peyotl-Pause einlegt, geschieht das Unbeschreibliche: Gigantische Killer-Ameisen greifen an und die Band muss sich den Weg aus diesem Horror rocken. Mit Sean Astin (Samwise Gamgee in Herr der Ringe) an der Gitarre. Soll Mitte Oktober rauskommen. Dann aber schnell. via quietearth

Nach Moon: Mute

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Duncan Jones (ja, „der“ Duncan Jones) hat nach dem epischen SciFi-Kammerstück „Moon“ einen neuen Film für dieses Jahr fertig. In 50 Jahren sieht Berlin aus wie das Los Angeles in Bladerunner, regennasse Neonstrassen, ein stummer Barkeeper und zwei mysteriöse Amerikaner. Netflix-Produktion, vielleicht mit Kino. Noch kein Trailer. Seh ich mir auf jeden Fall an. via io9

John Carpenter erklärt „Sie leben“, und disst Nazis

Der 1988er SciFi „Sie leben“ („They live“) zeigt uns sehr schön eine Welt hinter dem Alltag, die man im Film nur mit einer Spezialbrille enthüllen kann. Dann allerdings sieht man, dass wir von totenschädelgesichtigen Aliens beherrscht und durch Befehle hinter den bunten Werbeplakaten unserer Städte („obey!“, „consume!“) gesteuert werden. Wunderbar unterhaltsam, eine direkte künstlerische Reaktion auf die Reagan-Ära und eine tolle Blaupause für Weltverschwörungstheorien dazu. Die von US-Nazis gerne benutzt wird, um eine jüdische Weltverschwörung herbei zu fantasieren. Solange, bis dem Altmeister der Kragen geplatzt ist: „THEY LIVE is about yuppies and unrestrained capitalism. It has nothing to do with Jewish control of the world, which is slander and a lie.“ Heute, auf Twitter. Bravo!

via io9, oben der Trailer.

Rogue One: Nichts für Nazis, Maskus, Rassisten

“Anti-White Social Engineering”, also heimtückische Beeinflussung der Medien mit dem Ziel, die weisse Rasse zu vernichten. Doch, wirklich, das verbreiten grade die „Alt-Right“, also Neonazis oder Neurechten in den USA auf Reddit, Twitter, Blogs über den am Donnerstag kinostartenden Start Wars Rogue One. Eine Frau in der Hauptrolle! Undenkbar! Verschiedene Ethnien in der Gruppe der Helden! Abscheu­lich! Und irgendwas mit Juden! Bestimmt! Wenn die Hardcore-Kasper aus der Männer- und Rassenrechtsecke so gegen den Film schäumen, muss man sich den ja fast ansehen. Episode 7 war übrigens eine Enttäuschung. Mal sehn wir dieser wird. we hunted the mammoth

Wer ist Morgan?

„Morgan“ wird in etwa zwei Wochen in die Kinos (und damit ins Internet) kommen. Der SciFi-Horror ist vom Altmeister Ridley Scott produziert; Regisseur ist sein Sohn Luke. Story: Künstlicher Mensch (Morgan) macht, was er (in diesem Fall sie) will. Und betrachtet sich selbst nicht als Mensch, sondern etwas Neues. Da bin ich mal gespannt, ob Scott seinen Mojo wiedergefunden hat oder den eigentlich inter­essanten Plot wieder versiebt. Von der Exposition her ist schon mal positiv, dass der biologische Fembot nicht für eine weibliche Opferrolle vorgesehen ist. via io9

The Modular Body

Die 56-teilige YouTube-Dokumentation The Modular Body“ beschreibt die Arbeit des Biotechnologen Cornelis Vlasman. Wir sehen in einzelnen Schritten die Herstellung eines künstlichen Menschen aus weiter gezüchteten menschlichen Zellen. Die gesamte Story wirkt etwas gruselig, allerdings ist das Vlog eine SciFi-Erzählung des niederländischen Filmemachers und Visual Arts-Künstlers Floris Kaayk. Puh. Aber gut gemacht. via mefi, creatorsproject

Shin Gojira

Neuer, natürlich grossartiger Trailer vom nächsten, 31sten Godzilla-Film. Nach 12 Jahren endlich wieder ein Beitrag vom Toho-Filmstudio, produziert von Hideaki Anno and Shinji Higuchi. Im Kino ab Ende Juli. Ich fand die US-Remakes des Themas allesamt scheusslich und bin sehr gespannt auf das neue Original. via io9

Code 8

Robbie und Stephen Amell drehten den SciFi-Film letzten Sommer in LA, jetzt scheint die Indiegogo-Finanzierung für die fertigstellung zu Funktionieren. Plot: Jeder 20ste hat paranormale Kräfte und muss sich trotzdem irgendwie durchschlagen, die Polizei überwacht alle mit Hilfe von Quadcoptern und Polizeirobots, vor allem Robbie, der spezielle elektrische Kräfte hat und wegen seines Temperaments prompt in Schwierigkeiten gerät. Das Ganze sieht ein wenig wie eine US-Version von District 9 aus, ob „Code 8“ auch die Tiefe des südafrikanischen Apartheid-SciFi erreicht, bleibt abzuwarten. indiegogo via io9