476 verletzte Polizisten, oder doch nicht

Buzzfeed hat bei den 16 Landespolizeibehörden und der Bundespolizei nachge­fragt, was zum G20-Wochenende wirklich passiert ist, an welchem Medienberichten zufolge angeblich 476 Polizisten verletzt wurden: „Mehr als die Hälfte der Verletz­ungen meldeten die Polizisten schon vor den Protesten“, und „So zählte die Polizei zum Beispiel Kreislaufprobleme ebenfalls zu den gemeldeten Verletzungen“. Auch stellt das bayrische Innenministerium auf Anfrage richtig: „Mehr als die Hälfte der Einsatzkräfte meldeten sich dem Ministerium zufolge also in den beiden Wochen vor den Demonstrationen krank oder verletzt“. Dazu kommt: „Die Polizei Hessen hatte gemeldet, dass 130 der 150 Polizisten infolge von Reizgas verletzt wurden“. Der zuständige Redakteur Marcus Engert fasst zusammen „Die Recherchen zeigen damit, dass die von Stadt und Polizei Hamburg verbreiteten Zahlen über verletzte Polizisten extrem interpretationsbedürftig sind – und ohne die entsprechenden Hintergründe einen falschen Eindruck erwecken.“ Das Beispielbild ist pd und 2013 im „Arabischen Frühling“ in Kairo aufgenommen worden.

G20 und das Ende des Rechtsstaats

Zum Ende des Staatschef-Treffens in Hamburg sind die Medien voll mit entsetzten Berichten über Zerstörungen und Widerstand. Sachbeschädigungen muss niemand gut finden. Was aber völlig untergeht in der Medienöffentlichkeit, ist die massive Einschränkung unseres Rechtsstaats durch die Polizeikräfte, die nicht nur friedliche Demonstranten, sondern auch Vertreter der Presse bedrängt, verprügelt und mit im Kriegsrecht verbotenem Capsicain-Spray („Pfefferspray“ mit gesundheits­gefährdenden Chili-Reizstoffen) beschossen. Was Polizisten nach geltendem Recht nur zur Abwehr von Gefahr für Leib und Leben dürfen, nicht, um Demonstrationen aufzulösen, die durch Gerichtsurteil ausdrücklich genehmigt wurden. Weiterlesen

Rap News 29: The G20

Anlässlich des G20-Gipfels in Australien rechnet Rap-News Kunstfigur Robert Foster mit der australischen Regierung ab und listst die antidemokratischen Gesetze der letzten Zeit auf. Richtig over the top wird es aber erst, als Robert Foster, als Prime Minister Tony Abbott verkleidet eine Parodie von Iggy Azaleas „Fancy“ zum Besten gibt und anschliessend vom Senator der australischen Grünen, Scott Ludlam, mit einem Bannstrahl abgefackelt wird. Woa. Ich bin gespannt auf #30!

G20-Proteste: Britische Polizisten als Provokateure verkleidet

090510Police-and-protestersPeinlich: Der britische Parlamentsabgeordnete Tom Brake (Liberals) hat öffentlich erklärt, er sei anlässlich der G20-Proteste in London in einem Polizeikessel eingeschlossen gewesen. Dort habe er beobachtet, wie zwei Männer in Zivilkleidung Flaschen gegen den Weiterlesen

Internet: Da wo sich Demonstranten und Kinderschänder treffen

090403reilly_tvNur zu eurer Beruhigung: Auch in anderen Ländern gibt es fortschrittsfeindliche Rechtsaussen-Prominenz. Nicht nur in Bayern. US-Radio-und Fernseh-Agitator Bill O’Reilly äusserte in einer Talkshow des Unterschichts-Senders Fox Weiterlesen