Endlich gute Nachrichten: Pokebloks

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Die kanadische Firma Mega Brands (zuvor Mega Bloks), inzwischen ein Teil von Mattel, wusste in der Vergangenheit schon für Freude zu sorgen. Indem in nicht weniger als 14 Gerichtsverfahren festgestellt wurde, dass das Noppenprinzip der Legosteine nach dem Auslaufen der Patente (1958 – 1988) nicht einfach durch ein behauptetes Trademark weiter gegen Konkurrenz geschützt werden kann. Mega Brands haben zwar keine Überschneidungen mit Mega Upload oder anderen Kim-Schmitz-Aktivitäten, dürfen aber dennoch als Helden des geistigen Allgemein­eigentums gefeiert werden. Und jetzt gibt es auch noch (mit einer Nintendo-Lizenz) Noppen-Bloks aus dem Pokemon-Universum. Weiterlesen

Aerosmith: Mehr Geld durch Games als durch Platten

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Präziser: Activision CEO Bobby Kotick erklärte auf einer aktuellen Pressekonferenz, dass die Rockband Aerosmith (muss man nicht mögen, ist aber auch nicht die schlimmste von allen) mehr Geld mit Guitar Hero: Aerosmith gemacht hat als mit irgendeiner ihrer Scheiben. Bonus: Das Game hat nach seiner Veröffentlichung einen kleinen Run auf den Backkatalog der Band ausgelöst. Muss man das jetzt zum Weinen finden, dass eine hart arbeitende Rockband mehr durch Spielelizensierung ihrer schweissgebadeten Akkorde einfährt, als durch den ehrlichen Verkauf richtiger Schallplatten? Nein, man kann ruhig anerkennen, das der Kunde immer Recht hat, und dass er oder sie das ebenso hart verdiente Geld eben für irgendwas ausgibt, was grade so cool rüberkommt. Derzeit eben Videogames. Und warum bringen Games mehr als Langrillen (schwarz oder silber, egal)? Ganz einfach weil die „Musikindustrie“, also die Musikabteilungen der weltweiten Medienkonzerne, noch weniger bezahlen als andere Branchen. Vom Verkaufspreis einer Scheibe bekommt die Band (a.k.a. „Der Urheber“) nur einige wenige Prozent. Buchautoren wenigstens rund 5 %, bei Games, Movies, Werbung gerne auch mehr. Na dann: Game on! gizmodo, pic Mark Vegas cc by sa

Rebel Galaxy: You can’t take the sky from me

Firefly Serenity + Freelancer + Eve Online. Plus ein SouthernRock/Blues/Country Soundtrack, den ich ohne Weltall nicht ertragen würde, der aber hier fantastisch reinpasst. Von zwei Industrieveteranen, Travis Baldree und Erich Schaefer (Torchlight 1+2, Hellgate London, Diablo 1+2 etc). Kam vor nem Jahr raus, damals hab ich’s verpasst, kostet 20 auf Steam oder GOG (6,87 im Angebot), gibts für Windows, Mac, Xbox, Playstation und ist ein unglaublicher Spass. Mit genug Story dahinter, um das Ganze zusammen zu halten (aber nur so grade eben), über 20 nutzbaren Raumschiffen (Korvetten, Fregatten, Destroyer, Kreuzer, Schlachtschiffe und ein paar Frachter), extrem viel buntfarbigstem Geballer und Explosionen vor romantischer Sternennebelkulisse. Und einem Humor in der Nähe von Borderlands. Wer auch nur irgendwas mit dem Genre anfangen kann: Tante Juno hat noch ein altes Raumschiff übrig. Einfach einsteigen und losfliegen.

Bunkerbewohnerin, rothaarig

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Fallout (3&4) Cosplay. Model RGTcandy (Galina Zhukovskaia), pic Makar Vinogradov. Damit wäre der Gaming-Canon cosplay- bzw pinup-technisch so gut wie abgearbeitet. Nur bei Tetris sehe ich noch Schwierigkeiten. Weiterlesen

Videogames und die Identität des Spielers

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Was machen Computer- und Videospiele mit dem Spieler? Welche Charakter­eigenschaften der realen Persönlichkeit fliessen ins Spiel ein, und was geschieht umgekehrt mit dem Spieler durch das Eintauchen in die Erzählwelt der Games? Der US-Soziologe Nick Yee hat mit Kollegen Umfragedaten von über 140.000 Computer- und Videogamern gesammlt und verfügt daher über die bisher breiteste empirische Basis. Weiterlesen

Californium: Die Nichtrealität des Philip K. Dick als Game

Das nenne ich eine gute Nachricht für die Gegenwartskultur: Californium ist ein First-Person-Adventure (ohne Shooter-Anteile) um einen Schriftsteller, der die Realität hinter einem grell-70s-farbenen Kalifornien aufdecken muss. Der Trailer oben sieht schon mal grossartig aus. Weiterlesen

Retrogaming: Interstellaria

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„How are you, Gentlemen?“ So schön waren Sidescroller damals nicht: Interstellaria ist ein 2D-Game in 80er-Pixeloptik mit extrem launigem Chiptune/8Bit-Soundtrack. Abenteuer im Weltall. Bizarre Aliens. Dunkle Bedrohung der Menschheit, oder was nach langen Jahren der Alienherrschaft von ihr übrig ist. Endlose Freiheit des Weltalls (fast) und 2D-Raumschiffe wie aus dem Spielzeugladen. Dazu ein bischen Micromanagement der Pixel-Muppets (Crewmitglieder), Pew-Pew-(2D)Raumgefechte und bescheuert lustige Begegnungen auf den Reisen durchs 2D-Weltall. Gibts seit Juli auf GOG oder Steam für knapp 10€. Hab mich lange nicht mehr so mit einem Game amüsiert. Hach. Retro. Weiterlesen