Das unendliche Tarot

Gamedesigner watabou hat nach anderen interessanten Veröffentlichungen zwischen Gaming und Screen-Art eine Arbeit für den Summer PROCJAM 2018 eingereicht: Das prozedural generierte Tarot-Deck. Wow. Seht es euch hier an.

Rebel Galaxy 2

Das nächste Spiel des zweiköpfigen Entwicklerteams Double Damage ist zwar in Arbeit, wird aber nicht Rebel Galaxy 2 heissen. Sondern irgendwie anders. Trotzdem gibt es Gemeinsamkeiten: Es spielt wieder in einer Art Cartoon-Weltraum, der künftig erfreulich dreidimensional navigierbar sein wird und sich gelegentlich mit viel­farbigen Leuchtspuren des eigenen und gegnerischen Geballers füllt. Der Sound­track ist wieder voller Americana, und man kann anscheinend, wie das Video zeigt, wieder die Bar der jeweilgen Orbitalstation besuchen. Biertrinken mit Spaceriotgrrrls ist dagegen neu. Ich finde, diese Tätigkeit war in bisherigen Space-Games auch deutlich unterrepräsentiert. Cheers. via @rebelgalaxy

Nintendo Parallelwelt Games

VGJunk via dangerousmindsWeiterlesen

Bum-bo: Legende, bei der man die Fäden sieht

The Legend of Bum-bo soll noch in diesem Jahr auf PC und Mac und Mobile kommen. Bemerkenswert ist für mich daran diese Umkehrung des Fourth-Wall: Wir sehen Gegner aus Karton, die an Fäden hängen. Überhaupt ist es eine 2D-Welt, die in einem 3D-Raum hängt. An Fäden. Das ist eine fantastische Idee, und ich bin gespannt, wie das Game sich wirklich spielt. Was da grade im Indie-Gaming passiert, nämlich Geschichten, die von ein, zwei Menschen mit viel Fantasie und ein wenig Code erzählt und dann ohne Middle-Men via Steam und GoG vertrieben werden, das ist nebenbei eine kleine Revolution des Geschichtenerzählens. via RPS

Afterparty: Satan unter den Tisch trinken

Night School Studios haben sich mit dem Teenage Mystery Point-And-Click Adven­ture „Oxenfree“ definitiv digitale Lorbeeren erworben. Aber es sollte noch schlimmer kommen: Afterparty ist, wenn Beste-Kumpels-Forever Milo und Lola plötzlich tot sind (Ooops) und in einer sehr lauten und neonbunten Hölle aufwachen. In der getanzt, karaoke-gesungen und sehr viel getrunken wird. Weil die Drinks in der Hölle unter­schiedliche Magic Social Powers haben. Und es gibt einen Weg nach Hause: Satan lässt dich gehen, wenn du es schaffst, ihn unter den Tisch zu saufen. Und jetzt die schlechte Nachricht: Kommt erst nächstes Jahr raus. Zur Hölle! via superpunch

Westworld, das Game

Die HBO-Serie Westworld hat sich, nicht nur wegen Anthony Hopkins in der Rolle des Mad Scientist, als enormer Erfolg gezeigt. Die existenziellen Fragen von Bewusstsein und Selbstbestimmung werden hier sehr viel detaillierter und glaub­würdiger diskutiert als im Original von 1973, in dem Yul Brynner den durchgeknallten Mörderbot mimt und damit eher Technikangst transportiert als Fragen nach dem Menschsein stellt. Jetzt, und damit noch vor der zweiten Staffel, kündigt Warner Games die Umsetzung als Mobile Game an (später sicher auch auf Konsolen und PC). Die ersten Bilder sehen entsprechend aus wie Fallout Shelter oder andere sehr simple Management-Games. Wir können nicht erwarten, dass die, ähm, Erwach­senen-Inhalte der Serie ihren Weg in das Game finden. Und auch nicht, dass existentielle Fragen drankommen. Wahrscheinlich bleibt es dabei, sich von einem Level zum nächsten zu klicken, die Gäste mit harmloser Unterhaltung zu füttern und irgendwann CEO der Parkbetreiberfirma Delos zu werden. Glücklicherweise gibt es andere interaktive literarische Werke (Games), die sich glaubwürdig mit der undeutlichen Grenze zwischen Menschen und Maschinen beschäftigen. kotaku

Sind Computergames Schund oder Literatur?

Computer- und Videogames sind in der Gegenwart unseres frühen 21sten Jahr­hunderts durchaus Gegenstand wissenschaftlicher Betrachtung – aber überwiegend im verzweifeltem Bemühen, doch eine Verbindung zu Gewalt oder Sucht herzu­stellen. Auch wenn das Tausendemale nicht geklappt hat, gibt es immer wieder Geldquellen für solche halb-wissenschaftlichen Auftragsarbeiten. Glücklicherweise gibt es aber auch seriöse Forscher, die das Thema Games ohne Vorurteile mit den Mitteln der Medienwissenschaften betrachten, wie das US-Institut Quantic Foundry. Weiterlesen