Der australische Genozid, und der weltweite

Das Thema des australischen Genozids kommt erst in den letzten Jahren ins öffent­liche Bewusstsein: Auf dem südlichsten Kontinent lebten seit über 50.000 Jahren unterschiedliche Völker, die während einer früheren Eiszeit über die damalige Land­brücke Indonesien eingewandert waren. Nachdem die ersten europäischen „Entdecker“ Ende des 18.Jahrhunderts den Kontinent zur „Terra Nullius“, einem unbewohnten, leeren Land erklärt hat, rotteten die zumeist britischen Kolonisten die Ureinwohner bis auf etwa 60.000 Menschen aus (Zensus 1920). Von der Kultur und den Sprachen der eigentlichen Bewohner Australiens blieb kaum etwas übrig, auf der südlichen Insel Tasmanien gar nichts. Warum erwähne ich das alles, warum ist es mir einen eigenen Beitrag in meinem Blog wert, wo doch Menschen aus allen Kontinenten, Ländern, Kulturkreisen Böses tun, morden, ausrotten? Weiterlesen

Die Mennoniten und der Holocaust

Die Mennoniten oder Wiedertäufer sind eine der frühen reformatorischen Frei­kirchen, inhaltlich verwandt mit Amish oder Quakern, die erfreulicherweise die Zwangstaufe von Neugeborenen ablehnen und statt dessen eine Erwachsenentaufe nach eigenem Entschluss bevorzugen. Das ist schon mal irgendwie fortschrittlich. Noch progressiver allerdings ist eine Reihe von Konferenzen, die von dieser Kirche in den letzten Jahren in Deutschland, Paraguay und den USA abgehalten wurden, mit dem Ziel, das Verhalten der Kirche in der Nazizeit und besonders gegenüber dem Holocaust aufzuarbeiten. Weiterlesen

Völkermord? Türkei droht USA mit diplomatischer Abkühlung

Weil das aussenpolitische Komitee des US-Repräsentantenhauses am Donnerstag mit knapper Mehrheit entschieden hatte, den Völkermord an den Armeniern durch das Osmanische Reich im Jahr 1915 als solchen zu bezeichnen, droht die Türkei mit Konsequenzen. Das betrifft die Benutzung von Flughäfen und andere Nachschubwege für US-Operationen im Irak und in Afghanistan. Weiterlesen