Facebook erzeugt Gewalt in Deutschland

Ein Forscherteam der University of Chicago und der University of Warwick hat die aktuelle Zunahme von Gewalt gegen ausländisch aussehende Menschen in Deutschland mit der Zunahme rechtsextremer Äusserungen verglichen und einen Zusammenhang festgestellt. Dieser geht so weit, dass Angriffe auf Refugees (2017 über 3000 Fälle) in Stadtvierteln und Gemeinden mit Internetausfall messbar zu­rück­gingen. Wie die Wissenschaftler nachweisen konnten, ist die massive Facebook-Hasswelle aus den Reihen der AfD und ihrer (wenigen) Unterstützer direkt ver­ant­wortlich für vergossenes Blut. Es ist an der Zeit, dass die Gesellschaft dagegen Stellung bezieht, statt nur das Nazispektakel mit wohlige Gruseln im Abend­fern­sehen anzusehen. nytimes, pic aus dead snow

Urbane Gewalt und ihre Ursachen

Obwohl in alle Industrieländern die Kriminalität in allen Bereichen Jahr für Jahr langsam zurückgeht, nimmt die gefühlte Bedrohung eher zu. Auch hierzulande zittern brave Bürger vor den gefühlt direkt bevorstehenden Ausschreitungen südländisch aussehender Jugendlicher. Aber, gefühlt oder nicht, woher rührt denn die urbane Gewalt, gegen Sachen und Menschen? Gibt es dazu Erkenntnisse? Weiterlesen

Was alle Amokläufe verbindet

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Die Amokläufe in den letzten Tagen und Wochen (und Monaten, und Jahren) haben eine Gemeinsamkeit, an der wir ansetzen müssen, um das Problem zu lösen. Tatsächlich ist in Deutschland die Chance, einem Attentäter oder Amokläufer zum Opfer zu fallen, geringer als die, vom Blitz erschlagen zu werden. Trotzdem: Wir wollen keine Amoktoten. Wie Bettina Weber von der Schweizer Sonntagszeitung sehr präzise ausführt, ist allen Amokläufen eines gemeinsam: Sie werden von Männern ausgeführt, die irgendwie zu glauben scheinen, dass sie ihre psychischen Probleme durch Gewalt gegen andere lösen können. Ja, richtig: Amok ist ein Männlichkeitsproblem. Um Amok für immer zu stoppen, müssen wir allen Männern beibringen, dass Gewalt nirgendwohin führt. Wenn wir das nicht schaffen, bekommen wir auch hierzulande US-amerikanische Verhältnisse. Oder einen irgendwie islamischen Staat (siehe Beispielbild oben) oder ein anderes maskulistisches Terrortheater. Dann mal los, das ist eine echte Herausforderung. (danke an Mikk für den Link)

Gewaltfreies Gaming

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Grundsätzlich mal ist Gaming immer gewaltfrei, weil in Games Gewalt ja nur auf eben literarischem Weg dargestellt wird, und kein menschlicher Teilnehmer jemals ernsthaft zu Schaden kommt. Dehydrierung ist dabei eher ein Problem von Autoaggression und Selbstvernachlässigung als von Gewalt. Weiterlesen

Pixelated Blood

Volle zwei Stunden voller sinnloser Beat-em-up-Gewalt. Bildschirm-Gewalt, die unserem gegenwärtigen wissenschaftlichen Kenntnisstand zufolge die Ausübung von realer Gewalt ersetzt und damit verhindert hat. Danke an dieser Stelle an die unzähligen Spieledesigner, die durch ihre Arbeit unsere Welt zu einem besseren Platz für uns alle gemacht haben. mefi

Gewalt in Computerspielen und Amokläufe in Schulen

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Hier ist eine grafische Darstellung des Zusammenhangs von nationalen Pro-Kopf-Ausgaben für Computerspiele und nationalen Pro-Kopf-Raten bei Todesfällen durch Schusswaffen – weil das Thema nach dem Gemetzel von Newtown wieder hochgekocht wird. Wir sehen: Weiterlesen

Vergewaltigungs-Epidemie im US-Militär

Das US-Department of Veterans Affairs ermittelte 2010 bei 50.000 männlichen ehemaligen Armee­angehörigen ein „militärisches sexuelles Trauma“. Sieben Jahre zuvor waren es noch 30.000 gewesen. Nach Ansicht des Pentagon sind 80 % der Vergewaltigungsopfer im US-Militär Männer; dabei geht es nicht um Homosexualität, sondern um Macht. Weiterlesen