Godwin: Nazivergleiche, und wann sie sinnvoll sind

Im Jahr 1990 meisselte der Anwalt (damals bei der EFF) und Autor Mike Godwin sein „Godwin’s Law“ in das Fundament des World Wide Wide (damals noch Usenet): „As an online discussion grows longer, the probability of a comparison involving Hitler approaches 1“ oder: „Je länger eine Online-Diskussion geht, desto grösser wird die Wahrscheinlichkeit eines Hitlervergleichs, bis zu 100%“. Inzwischen hat er via Twitter Klartext gesprochen: „By all means, compare these shitheads to Nazis. Again and again. I’m with you.“ oder: „Auf jeden Fall. Vergleicht diese Scheissköpfe mit Nazis. Nochmal und nochmal. Ich bin dabei.“ Damit wäre das auch geklärt. Nazis und vergleichbare Nazi-Scheissköpfe dürfen ab sofort bedenkenlos Nazis genannt werden. Wir sollten Mike Godwin da vertrauen.

USAGER auf Twitter

usager

So anschaulich bekommt man das selten. knusprigtittenhitler

Die neue Reichskristallnacht

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Der geschätzte 8 Milliarden US-Dollar schwere US-Venture-Kapitalist (und Mitgründer von Kleiner Perkins) Thomas Perkins schrieb neulich (am Freitag, 24.1.) einen Leserbrief an das Wall Street Journal, in dem er die Kritik der Occupy Bewegung an den „One Percent“ mit der Reichskristallnacht verglich. In seinem Schreiben setzt er die deutschen Juden der 30er Jahre mit der superreichen US-Oberschicht gleich. Weiterlesen

Godwins Hund

(via blurgtothefuture)

Abbilden des Behördenwappens verboten? FBI vs Wikipedia 0:1

Die US-Kriminalpolizei FBI hat der freien Online-Enzyklopädie Wikipedia eine Unterlassungsaufforderung geschickt. Das Abbilden des FBI-Wappens ohne offizielle Genehmigung sei verboten und solle zur Vermeidung rechtlicher Schritte augenblicklich rückgängig gemacht werden. Was macht Wikipedia? Lässt durch ihren rechtlichen Vertreter eine fiese Absage formulieren (PDF). Wer ist dieser rechtliche Vertreter? Weiterlesen

Anime, Atombomben und Godwins Gesetz

Der Abgeordnete Nick Levasseur aus Manchester im US-Bundesstaat New Hampshire postete auf Facebook: „Anime ist ein gutes Beispiel dafür, dass zwei Atombomben nicht genug waren“. Unabhängig davon, dass japanische Comics gar nicht mal sooo schlecht sind, sollten wir uns bei Herrn Levasseur für eine Weiterentwicklung von Godwins Gesetz in Richtung „nuclear holocaust“ bedanken. Sozusagen die US-Version. (via huffingtonpost)

Godwins Gesetz, auch in Japan

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Wir müssen uns unserer Trollgene nicht schämen. Keine westliche Verweichlichung. Keine alt-kontinental europäische Dekadenz. Eine von der parlamentarischen Mehrheit der Demokratischen Partei zu Anfang dieser Woche frenetisch gefeierte Rede des neugewählten japanischen Premierministers Hatoyama veranlasste den nach langer Misswirtschaft abgewählten LDP Chef Sadazaku Tanigaki zu disziplinierter Einhaltung von Godwins Gesetz. Weiterlesen

Gilt Godwins Gesetz auch bei Spieleverbrennungen?

Der US-Anwalt Mike Godwin (u.a. für die Electronic Frontier Foundation) formulierte im Jahr 1990: „Wenn eine online-Diskussion länger anhält, geht die Wahrscheinlichkeit eines Nazi- oder Hitlervergleichs gegen Eins“. Das haben wir alle schon erlebt: Man muss nur eine Weile der Diskussion folgen, früher oder später schwingt jemand die braune Keule, um den Kontrahenten unglaubwürdig aussehen zu lassen. Weiterlesen