Müssen Computer uns sagen, wo Frauen benachteiligt werden?

Und müssen sie uns erst vorrechnen, dass diese Einstellung eine Menge Geld kostet? Google hat testweise seine selbstlernenden Neuronalen Netze ins Kino geschickt (bildlich gesprochen) und die jeweils umsatzstärksten Filme der Jahren 2014-16 angucken lassen. Um dann harte Zahlen zu liefern, wieviele Männer und Frauen da jeweils zu sehen waren, und wieviel Sprechzeit alle hatten. Die Ergebnisse waren… ebenso erwartbar wie ernüchternd. Zum einen hatten die Filme mit weiblichen Hauptdarstellerinnen 16 % mehr Umsatz an der Kinokasse als solche mit männlichen. Hidden Figures (Unerkannte Heldinnen, siehe pic) lag ganz vorne. Trotzdem gab’s für Frauen in den prämierten Movies nur ein Drittel Bild- und noch etwas weniger Sprechzeit. Warum ist das wichtig? Weil Filme eine wichtige kulturelle Prägung vermitteln. Vorbilder zeigen. Anregungen für die Heranwachsenden (und nicht nur die) vermitteln. Sonst wird das nichts mit der Weiterentwicklung unserer Gesellschaft. Wär schade drum, nicht? google

Sackgassen der Zivilisationsentwicklung: Leistungsschutzrecht

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Das Leistungsschutzrecht ist eine ziemlich neue Erfindung, die auf der Vorstellung aufbaut, dass Suchmaschinen und andere Webseiten Geld bezahlen müssten, wenn sie Überschriften und Satzanfänge von anderen Webseiten beim Suchergebnis abbilden. Beim Entwickeln dieser Vorstellung hat man sich natürlich durch das Urheberrecht inspirieren lassen, das aber ganz klar sagt: „Nur ganze geistige Werke kann man schützen. Ideen nicht, und Überschriften auch nicht. Und es gibt ein Zitatrecht.“ Deswegen musste man auch ein eigenes Recht dafür erfinden, um von Suchmaschinen oder anderen Geld verlangen zu können. Weiterlesen

Robokalypse: Atlas, Next Generation

Die neue Version des Atlas-Roboters von Boston Dynamics ist ein grosser Schritt in eine dystopische Zukunft. Erstmals kann ein Roboter ohne fremde Hilfe auf zwei Beinen gehen, auch durch einen verschneiten Wald, und wieder aufstehen, wenn er hinfällt. Das ist beides neu. Er kann Türen öffnen (wenn sie nach aussen aufgehen) und Objekte erkennen, die er von einem Ort zum anderen bringen soll. Etwa, um einen Logistikmitarbeiter kostengünstig zu ersetzen. Weiterlesen

Google erkennt jetzt (fast) alle Objekte automatisch

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Der aktualisierte Google-Objekterkennungs-Algorithmus kann in kürzester Zeit nahezu beliebige Objekte identifizieren, wie das Arbeitsdokument „Fast, Accurate Detection of 100,000 Object Classes on a Single Machine“ ausführt. Anwendungsfälle sind nicht nur die Suchmaschine selbst, die nun viel genauer gewünschte Bilder finden kann, sondern auch selbstfahrende Autos, die damit Hindernisse erkennen und Situationen beurteilen können, sowie noch präzisere Persönlichkeitsprofile durch exakte Identifizierung der Gegenstände auf deinen privaten Fotos, die dann von den einschlägigen Sicherheitsorganisationen auf mehr oder weniger legalem Weg genutzt werden können, um dich damit unter Terrorismusverdacht zu stellen. Weiterlesen

Google löscht das „Recht auf Vergessen“

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Die grosse weisse Suchmaschine hat einen Trick ‚gefunden‘ (pun intended), um das fatale EU-Urteil auf ein „Recht auf Vergessen“ auszuhebeln. Dieses frei erfundene neue Recht wird vor allem dazu missbraucht, unangenehme freie Berichterstattung zu unterdrücken, indem man das betreffende Suchmaschinenergebnis löschen lässt. Was tut Google dagegen? Transparenz. Weiterlesen

Google kauft Boston Dynamics, Robokalypse rückt näher

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Der einzige Konzern, der heute schon ein Skynet hochfahren könnte (ohne dass wir es merken) hat die fortschrittlichste Robotics-Firma gekauft. Boston Dynamics baut vierbeinige Lastenroboter, die autonom über Hindernisse klettern können, vierbeinige Highspeed-Robots, die schneller rennen als ein Mensch und zweibeinige Menschmaschinen, die ziemlich gruselig wirken, in ihren künstlich intelligenten Entscheidungs­abläufen. Weiterlesen

Google und die NSA haben alle WLAN-Passwörter (und wie man das abstellt)

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Noch haben sie alle. Man kann das ändern. Indem man Googles Mobilbetriebssystem Android so einstellt, dass es keine Daten- oder Einstellungs-Backups auf dem Googleserver erstellt. Weiterlesen