Griechenland macht Ernst mit der Säkularisierung, Türkei mit dem osmanischen Grossreich

Das griechische Parlament hat ein Gesetz beschlossen, das die Justiz endlich voll­ständig in öffentliche Hände legt. Und aus der Händen der Religion reisst. Konkret geht es dabei um die Aufhebung von Vereinbarungen der Verträge von Sevres 1920 und Lausanne 1923, in welchen die islamische Minderheit in Nordgriechenland das Recht erhielt, familiäre Angelegenheiten wie Heirat, Scheidung, Erbschaft etc, durch Geistliche regeln zu lassen statt durch ordentliche Gerichte. Weiterlesen

Warum Griechenland immer noch pleite ist

Griechenland ist nach wie vor de facto bankrott und kann seine Kredite nicht zurück­zahlen. Warum? Irgendwas mit „faule Griechen“? Nein, eher ist der faule Handel mit der EU der Grund. Schon vor Jahre zeigten Journalisten, wie internationale Konzerne mit Hilfe europäischer Steuergesetze Milliardenbeträge aus Griechenland abziehen und über die Niederlande nach Barbados geleitet werden, wo sie dann verschwinden. Weiterlesen

Der fahrer- und fahrscheinlose öffentliche Nahverkehr

Diese hübschen kleinen, 12sitzigen Busse mit Elektromotoren fahren derzeit durch Trikala, eine Stadt im nördlichen Griechenland mit ca. 80.000 Einwohnern. Fahr­scheinloser Nahverkehr ist ein Konzept, das die Kosten für Personen­beförderung durch Busse und Strassenbahnen nicht durch Fahrscheinverkauf, sondern Umlagen (Steuern etc) aufbringt. Fahrerlose Autos werden derzeit von Google und anderen Techfirmen getestet und werden in naher Zukunft wahrscheinlich alle Berufs­kraft­fahrer arbeitslos machen. In Kombination dürfte das allerdings unsere Städte vor dem anhaltenden Verkehrsinfarkt retten, deswegen betreibt die EU gerade dieses CityMobil2-Projekt. Die Busse mit einer Steuerung von Robosoft in Frankreich haben in Trikala sechs Monate Testbetrieb ohne einen einzigen Unfall (!) absolviert und beglücken als nächstes das spanische San Sebastian. Ich will natürlich auch so was in meiner Stadt, um die nationale Autolobby das nun gut findet oder nicht. popsci, natgeo

Studie: Die einseitige Darstellung Griechenlands in deutschen Medien

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Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) hat im Auftrag der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung „Die Berichterstattung deutscher Medien in der griechischen Staatsschuldenkrise analysiert. Fazit: „Insgesamt erfüllt die Berichterstattung nicht die erforderlichen Qualitätsstandards“. Begründung: Weiterlesen

Die Griechenlandkrise, ein tolles Geschäft für Deutschland

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Wie das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Halle uns aktuell vorrechnet, hat Deutschland seit 2010 durch die Griechenland-Krise etwa 100 Milliarden Euro eingespart – deutlich mehr, als unsere Nation an Zuschüssen bezahlt. Ein tolles Geschäft, von welchem aber nur der Staatshaushalt und die grossen Banken profitieren. Unsere Bevölkerung weniger. Selbst wenn Griechenland den Staatsbankrott erklärt und nichts zurückzahlt, hat sich das finanzpolitische Manöver bezahlt gemacht. IWH (PDF), pic Fingalo cc by sa

Auslandspresse so: Griechenland hatte nie eine Chance

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Der Züricher Tagesanzeiger geht hart mit dem „Agreekement“ ins Gericht. Das Dokument nennt er „einen Kolonialvertrag“ und „das dunkelste Papier Europas seit dem Krieg“. Die Eurozone, allen voran Schäuble hätten allen wirtschaftlichen Sachverstand beiseite gewischt und Griechenland in eine Vereinbarung gezwungen, die nicht funktionieren kann. Weiterlesen

Internationaler Währungsfond fordert Schuldenerlass für Griechenland

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Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf geleakte Dokumente und Aussagen von führenden Mitarbeitern des IMF (Internationaler Währungsfond) berichtet, wird es Probleme mit dem von Deutschland und der EZB durchgesetzten „Agreekment“ geben. Der IMF sieht die vorliegende Vereinbarung als nicht tragbar an und kann daher nach seinen eigenen Statuten kein weiteres Geld in die griechische Schuldenblase pumpen. Bei Ausbleiben der IMF-Unterstützung würde der Deal platzen. Weiterlesen