Hartz IV: Zwei von drei Euro für die Verwaltung

In einem Interview mit der FAZ erklärte der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele (bild oben) am gestrigen 21.4., dass fast zwei Drittel (62%) seines Gesamtetats von 35 Mrd. Euro (2015) für Verwaltung ausgegeben wird, nur 38% gehen tatsächlich an die Arbeitslosen und Aufstocker. Schön, dass die BA auf diesem Weg Arbeitsplätze für knapp 100.000 Mitarbeiter (2016) bereitstellt. Aller­dings erfüllt die Behörde damit vor allem eine zentrale Aufgabe: „Hartz IV: Zwei von drei Euro für die Verwaltung“ weiterlesen

Wie wir Hartz IV loswerden

Der Kabarettist Max Uthoff hat zusammen mit der „Hartz-IV-Rebellin“ Inge Hannemann eine Crowdfunding-Initiative Sanktionsfrei gestartet, mit dem Ziel, den Anteil der Widerspruchsverfahren gegen Hartz-IV-Sanktionen von einem auf 10% zu erhöhen – dann nämlich würde das System zusammenbrechen. Viel Glück! via neues deutschland

Jobcenter verklagt Radiosender wegen Enthüllungsberichts

Am kommenden Freitag, sechster Dezember, um Viertel nach Neun, beginnt vor dem Landgericht Kassel die Verhandlung gegen den Radiosender Antenne Hessen und den dort arbeitenden Journalisten Fabian Presler auf Unterlassung und Schadensersatz in Höhe von 25.000 Euro. Der tapfere Enthüllungsjournalist hatte schon im November letzten Jahres  Jobcenter in Nordhessen getestet, dabei war die Behörde in Witzenhausen besonders negativ aufgefallen. „Jobcenter verklagt Radiosender wegen Enthüllungsberichts“ weiterlesen

Staatlich geförderte Verarmung der Arbeiterklasse nimmt zu

working-poorAus einer Anfrage der Bundestagsfraktion der Linkspartei an das Bundesarbeits­ministerium erfahren wir, dass seit Einführung des “Hartz-IV”-Gesetzes durch Gerhard “Genosse der Bosse” Schröder und seine Helfershelfer bei der „grossen“ sowie der „kleinen Verräterpartei“ im Jahr 2005 bereits über 70 Milliarden Euro an sogenannte “Aufstocker” ausbezahlt werden mussten – allein im vergangenen Jahr über 10 Milliarden. „Staatlich geförderte Verarmung der Arbeiterklasse nimmt zu“ weiterlesen

Bundesrechnungshof kritisiert Ein-Euro-Job-Lüge

Aha. Jetzt ist es offiziell: Die Bundesagentur für Arbeit (BA) prüft nicht nach, ob Langzeitarbeitslose durch die Ein-Euro-Zwangsarbeit wirklich bessere Arbeitsmarktchancen erhalten, und auch nicht, ob durch die Billiglöhner Vollarbeitsplätze verdrängt werden. Sagt der Bundesrechnungshof in einem 46-seitigen Bericht. „Bundesrechnungshof kritisiert Ein-Euro-Job-Lüge“ weiterlesen

Über unsere Verhältnisse leben nur die Anderen

Sehr schöner, ironischer Kommentar vom alten Blogrecken Don Alphonso in der FAZ zu den Sparplänen der Merkel-Junta (siehe 11k2) und deren Wirkung auf das bürgerliche Selbstverständnis. Aus der Sicht der Tegernseer: „Der Umstand, dass manche noch immer nicht ihre Hunde in den Grünanlagen anleinen, ist hier ein drängenderes Problem als Hartz IV“. Lest selber in der (faz) (pic Blacky87 cc)

Jahrelang über unsere Verhältnisse gelebt

In ihrer Rede zum Ökumenischen Kirchentag in München sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel: „Wir haben jahrelang über unsere Verhältnisse gelebt, jetzt sind drastische Sparmaßnahmen angesagt“. Bei Bildung, Forschung und Kinderbetreuung soll nicht gespart werden, erfuhr man weiter. Stephan Ueberbach vom Südwestrundfunk kommentiert das so: „Jahrelang über unsere Verhältnisse gelebt“ weiterlesen

Von der Leyen fordert Reichsarbeitsdienst

Die Bundesarbeitsministerin hat gegenüber der Springer-Presse die Einführung von „Bürgerarbeit“ gefordert: „Langzeitarbeitslose“ sollen für monatlich 900 Euro brutto die Strassen und Parks reinigen (und damit kommunale Arbeiter mit angemessenen Löhnen arbeitslos machen). Der Einsatz soll auf drei Jahre begrenzt sein. Was wir dazu sagen müssen: Wer sich weigert oder aus nicht anerkannten gesundheitlichen Gründen einen solchen Lohndumping-Job nicht annehmen möchte, verliert seine Sozialhilfe (a.k.a. „Hartz IV“) und hat von da an die Wahl zwischen Verhungern und Kriminalität. Danke, Frau Von der Leyen, für diese Klarstellung Ihrer unmenschlichen, unterschichtsfeindlichen Herrenmenschen-Ideologie. (via spiegel) (pic Michael von Aichberger cc)

Westerwelle will freie Berufswahl abschaffen

Zumindest für junge Arbeitslose. Die sollen ein „verpflichtendes Arbeits- oder Fortbildungsangebot“ bekommen. Nehmen sie das nicht an, weil etwa die Bezahlung lächerlich ist oder der Job am anderen Ende der Republik stattfindet, wird einfach die Sozialhilfe (a.k.a. Hartz IV) gekürzt. „Westerwelle will freie Berufswahl abschaffen“ weiterlesen

Mietsklaverei: Ein-Euro-Jobber für 8 Euro weitervermittelt

Die AWO Service GmbH Neumünster, eine Tochterfirma der Arbeiterwohlfahrt, bekommt von der öffentlichen Hand pro Hartz-IV-Bezieher monatlich 200 Euro „Regiegeld“. Sie schickt die Arbeitslosen zur Senioren-Betreuung und kassiert von diesen 8 Euro pro Stunde. „Mietsklaverei: Ein-Euro-Jobber für 8 Euro weitervermittelt“ weiterlesen

Leistung muss sich wieder lohnen

Wers noch nicht gesehn hat: Hier ist die ungeschnittene Version der „Skandalrede“am „Münchner Starkbieranstich“, in welcher der Mönchsdarsteller Herrn Westerwelle unterstellt, er wolle Hartz-IV-Empfänger in einem von Gelbhemden bewachten Lager in Ostdeutschland zusammentreiben, über dessen schmiedeeisernem Tor die Worte „Leistung muss sich wieder lohnen“ angebracht seien. Lustiges politisches Kabarett, keine Frage, nur darf der Mönch ab sofort nicht mehr auftreten und in der offiziellen Version fehlt die pikante Stelle. FDP-Bashing ab ca 2:20 bis 3:30.

Merkel: Sachleistungen für Hartz-IV-Kinder

Statt Geld möchte die Bundeskanzlerin den Hartz-IV-Kindern „Sachleistungen wie schulische Angebote“ anbieten. Pflichtfach Unterschichtskunde? Verrechnung von Hartz-IV-Ansprüchen mit Ausbildung ab dem 10. Schuljahr? Oder gleich Winterkleidung aus dem 1-Euro-Shop? „Merkel: Sachleistungen für Hartz-IV-Kinder“ weiterlesen