Rollenspieler retten die Welt vor dem Hass

Hass im Internet bekämpfen: So wirds gemacht. Die Website RPG.net ist seit 1996 (ja, da gab es schon richtiges WWW-Internet) einer der wichtigsten Diskussionsorte für Fans von Boardgames, Pen-And-Paper, Wargames, Tabletop, auf dem Tisch und im Computer. Jetzt haben die Forenmoderatoren in einem durchaus aufsehen­erregenden Post erklärt, dass sie keine Unterstützungstexte für Herrn Trump (einem bekannten Faschisten und Hassprediger, der bereits mehrere frustrierte US-Bürger zu Morden und Attentaten aufgestachelt hat) mehr zulassen werden. Ebenso keine abwertenden Reden gegen Minderheiten oder Frauen oder Andersdenkende. Weiterlesen

Woher kommt der ganze Hass im Internet?

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Das News-Portal Bloomberg hat einen ausführlichen Bericht über die Hass­aktivitäten von Regierungsstellen und Mediensöldnerfirmen rund um den Globus. An mehreren Beispielen wird erklärt, wie latenter Rassismus und Sexismus in der Bevölkerung angestachelt wird, um damit politische Wirkung zu erzielen. Auch direktes Bedrohen von Aktivist*innen gehört in den Werkzeugkasten der Politprofis, ebenso wie das gezielte, organisierte Beschimpfen von Leute, die im Web Zivilcourage zeigen und menschliche Ideale und Grundwerte vertreten. Hass ist ein bewährtes Werkzeug zur Unterdrückung und zu Ausüben von Herrschaft – was man nicht nur in der Dritten Welt beobachten kann, sondern ebenso in den zentralen Industrieländern. Oder hat hier irgendjemand gedacht, der aktuell zu beobachtende rassistische, sexistische, antisemitische Rechtsextremismus wäre einfach so aus Langeweile entstanden? Sicher nicht. Er eignet sich allerdings hervorragend dazu, von den wirklichen Problemen in den Industrieländern, nämlich Steuerflucht, Sozialabbau, Einkommensumverteilung von unten nach oben hinwegzutäuschen und die Wut und Frustration der Menschen umzulenken in einen gewaltbereiten Hass auf Schwächere, Andersdenkende, anders Aussehende und Frauen.

Hier ist der Link zur Studie des IFTF zu welcher Bloomberg berichtet.

Wer ist das Volk? Nur eine Handvoll bezahlter Trolle?

Mit den Mitteln von Big Data und unterstützt durch das Institute for Strategic Dialogue (ISD) in London ermittelte der deutsche Informatiker Philip Kreißel, wer eigentlich diese ganzen Hassposts auf Facebook und Twitter verbreitet. Das Ergebnis wurde Ende Februar durchaus in der Presse erwähnt: Es sind nur circa 5.500 Accounts, die Angst vor dem Islam und wilde Gerüchte über den Untergang des Abendlandes verbreiten. Manche davon twittern im Sekundentakt, viele verabreden sich, um zu bestimmten Tageszeiten gemeinsam die Social Media Plattformen zu stürmen. Diese überschaubare Gruppe macht etwa 5% aller Kommentatoren aus, ist aber für 50% der Likes verantwortlich und schiebt damit die eigenen Hasstiraden nach vorne. Weiterlesen

Mehr Hass

Die Sachen schlepp ich seit den frühen 90ern von einem Umzug zum andern mit. Es wird Zeit, sie wieder auszupacken. Der Hate-Verstärker ist mein Symbol für ein schwärzeres, lauteres 2011.