Westworld, das Game

Die HBO-Serie Westworld hat sich, nicht nur wegen Anthony Hopkins in der Rolle des Mad Scientist, als enormer Erfolg gezeigt. Die existenziellen Fragen von Bewusstsein und Selbstbestimmung werden hier sehr viel detaillierter und glaub­würdiger diskutiert als im Original von 1973, in dem Yul Brynner den durchgeknallten Mörderbot mimt und damit eher Technikangst transportiert als Fragen nach dem Menschsein stellt. Jetzt, und damit noch vor der zweiten Staffel, kündigt Warner Games die Umsetzung als Mobile Game an (später sicher auch auf Konsolen und PC). Die ersten Bilder sehen entsprechend aus wie Fallout Shelter oder andere sehr simple Management-Games. Wir können nicht erwarten, dass die, ähm, Erwach­senen-Inhalte der Serie ihren Weg in das Game finden. Und auch nicht, dass existentielle Fragen drankommen. Wahrscheinlich bleibt es dabei, sich von einem Level zum nächsten zu klicken, die Gäste mit harmloser Unterhaltung zu füttern und irgendwann CEO der Parkbetreiberfirma Delos zu werden. Glücklicherweise gibt es andere interaktive literarische Werke (Games), die sich glaubwürdig mit der undeutlichen Grenze zwischen Menschen und Maschinen beschäftigen. kotaku

Fahrenheit 451, die Serie

Auf HBO, ab Mai: Fahrenheit 451, die Serie. Keine Frage, der Stoff gibt eine Menge her, und HBO hat mit Epen wie Game Of Thrones oder Westworld gezeigt, dass der abendfüllende Kinofilm nicht mehr die Krone der Filmkunst darstellt, sondern nur noch die Short Story auf dem Big Screen, während der Langform-Roman heute durch die fortlaufend erzählte Serie (im Gegensatz zur älteren Form, der Episode) maifestiert ist. Oben der Trailer, erste Andeutungen einer herrlich ausgefeilten Verschwörungswelt inklusive. via kottke