Kuba: Kostenloses Internet

Allerdings nur gestern, zum Nationalfeiertag. Das neue, inselweite, mobile Internet kostet dann, stellt aber einen grosse Fortschritt für ein Land dar, indem es bisher nur einzelne WLAN-Hotspots gab. President Miguel Diaz-Canel kündigte das schon im Frühjahr an, mit den Worten: „Wir müssen in der Lage sein, die Inhalte der Revolution online zu stellen“. Da hat er recht. via reuters. pic: cuba

Woher kommt der ganze Hass im Internet?

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Das News-Portal Bloomberg hat einen ausführlichen Bericht über die Hass­aktivitäten von Regierungsstellen und Mediensöldnerfirmen rund um den Globus. An mehreren Beispielen wird erklärt, wie latenter Rassismus und Sexismus in der Bevölkerung angestachelt wird, um damit politische Wirkung zu erzielen. Auch direktes Bedrohen von Aktivist*innen gehört in den Werkzeugkasten der Politprofis, ebenso wie das gezielte, organisierte Beschimpfen von Leute, die im Web Zivilcourage zeigen und menschliche Ideale und Grundwerte vertreten. Hass ist ein bewährtes Werkzeug zur Unterdrückung und zu Ausüben von Herrschaft – was man nicht nur in der Dritten Welt beobachten kann, sondern ebenso in den zentralen Industrieländern. Oder hat hier irgendjemand gedacht, der aktuell zu beobachtende rassistische, sexistische, antisemitische Rechtsextremismus wäre einfach so aus Langeweile entstanden? Sicher nicht. Er eignet sich allerdings hervorragend dazu, von den wirklichen Problemen in den Industrieländern, nämlich Steuerflucht, Sozialabbau, Einkommensumverteilung von unten nach oben hinwegzutäuschen und die Wut und Frustration der Menschen umzulenken in einen gewaltbereiten Hass auf Schwächere, Andersdenkende, anders Aussehende und Frauen.

Hier ist der Link zur Studie des IFTF zu welcher Bloomberg berichtet.

Umsatzexplosion durch Adblocker

Zunächst mal sind Adblocker eine der besten Erfindungen der ganzen Internet-Ära: Endlich Lesen, Recherchieren, Surfen, ohne von bescheuerter Werbung für bescheuerte Produkte belästigt zu werden. Für Verlage allerdings sind Adblocker der drohende Ruin, weil dann die letzte noch ohne Nachdenken erreichbare Einnahmequelle wegfällt. Um so erfolgreicher gestaltet sich dieser erneute Digital Divide für die Datenkrake Facebook, für die im vergangenen Geschäftsjahr 709 Millionen USD Mehreinnahmen durch verkaufte Werbung in die Kassen rollten. Mehr wie in zusätzlich. Wie geht das? Weiterlesen

Someone To Love And Accept Me

via thisisnthappiness

Adblocker

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Genau so mach ich das auch. via kth

Das Ende der freien Presse (wie wir sie kennen)

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Wir hören unablässig, dass die freie Presse durch das Internet zerstört würde. Wes­wegen man Abscheulichkeiten wie das Leistungsschutzrecht einführen müsse, das auch den blossen Händlern von geistiger Leistung, also Verlagen und Medien­konzernen, ein neues, frisch ausgedachtes Recht am Weiterverbreiten von Über­schriften und Zusammenfassungen geben müsse. Was ja nichts mit dem Recht des Urhebers am eigenen Werk zu tun hat, schon weil Über­schriften im einfach ver­ständ­lichen Gegensatz zu Romanen, Filmen oder Opern keine urheberrechtlich schütz­baren Werke sind, sondern nur Teile von simplen Sätzen. Bizarr, ja, aber doch ein klarer und direkter Ausdruck der Verwirrung, die von der aktuellen technischen Veränderung unserer Lebensgrundlagen ausgelöst wird. Weiterlesen

In Kuba kommt das Internet einmal pro Woche ins Haus

El Paquete Semanal, das Wochenpaket, ist eine schattenwirtschaftliche Institution im freien Kuba, wo die Abwesenheit des US-Imperialismus mit Unannehmlichkeiten wie de facto fehlendem Internet erkauft wird. Prompt laden technikaffine Enkel der Revolution allwöchentlich die neuesten Filme, Musik-MP3s, Apps, Soaps, Webmagazine auf eine mobile Festplatte und laufen die Runde ihrer Abonnenten ab. Einmal pro Woche Surfen ist besser als garnicht, oder? Und zwei Peso convertible – das wären etwa 50 Peso cubano oder zwei US-Dollar und damit etwa 7% des durchschnittlichen Monats-Nettoeinkommens – für ein TeraByte Unterhaltung und Information ist ein guter Deal, zumal die Grundbedürfnisse im sozialistischen Kuba stark subventioniert sind. Natürlich funktioniert das alles nur, wenn man sowohl den staatlichen Anspruch des Informationsmonopols als auch den privatwirtschaftlichen des Copyrights ignoriert. Ich könnte mir gut vorstellen, dass die kubanische Regierung das Ganze irgendwann legalisiert, und ich könnte mir auch vorstellen, dass dann eine geringe Gebühr oder Steuer erhoben wird, die dann den Urhebern zu fliesst. Wenn sie nicht vorher von den Handelskonzernen gefressen wird. vox via kottke