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Genau so mach ich das auch. via kth

Das Ende der freien Presse (wie wir sie kennen)

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Wir hören unablässig, dass die freie Presse durch das Internet zerstört würde. Wes­wegen man Abscheulichkeiten wie das Leistungsschutzrecht einführen müsse, das auch den blossen Händlern von geistiger Leistung, also Verlagen und Medien­konzernen, ein neues, frisch ausgedachtes Recht am Weiterverbreiten von Über­schriften und Zusammenfassungen geben müsse. Was ja nichts mit dem Recht des Urhebers am eigenen Werk zu tun hat, schon weil Über­schriften im einfach ver­ständ­lichen Gegensatz zu Romanen, Filmen oder Opern keine urheberrechtlich schütz­baren Werke sind, sondern nur Teile von simplen Sätzen. Bizarr, ja, aber doch ein klarer und direkter Ausdruck der Verwirrung, die von der aktuellen technischen Veränderung unserer Lebensgrundlagen ausgelöst wird. Weiterlesen

In Kuba kommt das Internet einmal pro Woche ins Haus

El Paquete Semanal, das Wochenpaket, ist eine schattenwirtschaftliche Institution im freien Kuba, wo die Abwesenheit des US-Imperialismus mit Unannehmlichkeiten wie de facto fehlendem Internet erkauft wird. Prompt laden technikaffine Enkel der Revolution allwöchentlich die neuesten Filme, Musik-MP3s, Apps, Soaps, Webmagazine auf eine mobile Festplatte und laufen die Runde ihrer Abonnenten ab. Einmal pro Woche Surfen ist besser als garnicht, oder? Und zwei Peso convertible – das wären etwa 50 Peso cubano oder zwei US-Dollar und damit etwa 7% des durchschnittlichen Monats-Nettoeinkommens – für ein TeraByte Unterhaltung und Information ist ein guter Deal, zumal die Grundbedürfnisse im sozialistischen Kuba stark subventioniert sind. Natürlich funktioniert das alles nur, wenn man sowohl den staatlichen Anspruch des Informationsmonopols als auch den privatwirtschaftlichen des Copyrights ignoriert. Ich könnte mir gut vorstellen, dass die kubanische Regierung das Ganze irgendwann legalisiert, und ich könnte mir auch vorstellen, dass dann eine geringe Gebühr oder Steuer erhoben wird, die dann den Urhebern zu fliesst. Wenn sie nicht vorher von den Handelskonzernen gefressen wird. vox via kottke

Online-Werbung in der Post-Internet-Ära

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Ja, das hier ist eine wichtige Entwicklung. Zum Verständnis: Das Internet, wie wir es kennen, ist eine Kulturtechnik, die mit Hilfe von PCs (und Notebooks) Webseiten und Emails (und RSS-Reader etc) nutzt. Dieses Internet der ersten Generation ist aber bereits dabei, zu veralten und einem Internet der zweiten Generation zu weichen, das eine andere Kulturtechnik nutzt. Nämlich Apps auf Smartphones (und Tablets). Das heisst, dass die heutigen Teenager (und angrenzende) Internet ganz anders erleben als wir, die wir mehrheitlich noch ohne Internet sozialisiert wurden. Weiterlesen

Netzneutralität tötet

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Nein, tut sie nicht, auch wenn EU-Digitalkommissar Günther Oettinger das immer behauptet. Weil extrem zeitkritische Daten garnicht über das Internet verschickt werden. Trotzdem versuchen unsere Telekomkonzerne (alle, nicht nur die Telekom), für schnelles Internet viel mehr Geld zu berechnen als für „normales“ – indem sie das bisherige Angebot verschlechtern. Heute treffen sich Parlament, Rat und Kommission in Brüssel, um über Netzneutralität zu beraten. Daher hat der Herausgeber des wichtigen Blogs Netzpolitik.org, Markus Beckedahl, diese Petition (Unterschriftenliste) herausgegeben, die ich natürlich sofort unterzeichnet habe. Unten ist ein schönes Erklärvideo von Filmemacher Alexander Lehmann, und in ganz einfachen Worten ist das alles so: Weiterlesen

Facebook, die Währung des 21sten Jahrhunderts

Buchstäblich. Heute nehmen weltweit über 1,4 Milliarden Menschen am sozialen Netzwerk Facebook teil. Ungeachtet aller Datenschutzprobleme. Weil es einfach zu benutzen ist. Und nichts kostet. Die Probleme dagegen sieht man nicht. So ähnlich wie Radioaktivität. Sieht man auch nicht.

Die Kommunikation via Internet und mobilem Internet geht weit über Katzen- und Urlaubsbilder hinaus (Revolutionen in arabischen Ländern machen hier nur einen sehr kleinen Teil aus). Ein immer grösserer Teil der Verkäufe an Konsumenten wird über Plattformen wie Amazon und Ebay abgewickelt, was zum einen das althergebrachte Einzelhandelsgeschäft zum Fossil stempelt, zum andern unseren Umgang mit Geld verändert. Und noch mehr virtualisiert als die Erfindung der Kreditkarte. Weiterlesen

Neuer Staatsvertrag für Sendezeitbeschränkungen im Internet

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Erneuter Beweis für die Existenz von Zombies: Der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) ist wieder da. Während wir noch glaubten, dass wir diesen Wiedergänger letztjahrhundertlichen Moralprotektionismus‘ endgültig los wären, verhandelten die Bundesländer weiter. Für mehr Sendezeitbeschränkungen im Internet! Cum-Shot: Weiterlesen