20 Jahre Realität gewordene Utopie: ISS

Heute vor 20 Jahren wurde das erste Modul der Internationalen Raumstation an der Spitze einer russischen Proton in die Umlaufbahn gewuchtet. Seither ist das wichtigste gemeinsame Bauwerk der Menschheit im Weltall und seit 2000 ständig bewohnt (Alex Gerst ist seit 167 Tagen oben). Wir leben seit 20 Jahren in der Zukunft. Vielleicht hält unsere Spezies ja doch noch eine Weile durch. bild dlr

Spacelab: Kraftwerk lösen Versprechen ein

Gestern abend, 40 Jahre nach Veröffentlichung ihrer Weltraumnhymne „Spacelab“ spielten Kraftwerk vor 7000 Zuschauern in Stuttgart. Nicht nur live sondern als Live-Jam zusammen mit Alexander Gerst auf der ISS in 400 km Höhe im dem Atlantik (zum Zeitpunkt des Konzerts), der auf dem Tablet einige Sequenzen mit-jammte. Na also, Menschheit. Geht doch. esa via metafilter

Die Ära der Maustronauten

Mousetronaut-Cover

Am 8. August wird ein neues Kapitel der Raumfahrtgeschichte aufgeschlagen, und wir können davon ausgehen, dass Disney sich die Filmrechte sichert. Mit dem vierten Frachtflug der SpaceX Dragon Kapsel kommen gleich 40 Maustronauten mit an Bord der ISS, die dann vom Andocktermin am 10. August an einen dreiwöchigen Orbitalurlaub verbringen werden. Die Nasa verspricht sich umfangreiche medizinische Erkenntnisse vom Habitatexperiment. „Die Ära der Maustronauten“ weiterlesen

Wo ist die ISS gerade?

International_Space_Station_after_undocking_of_STS-132

Weil die Internationale Raumstation so gross ist (ca 100 mal 100 Meter), gut reflektiert und ziemlich tief fliegt (420 km), kann man sie im Sonnenlicht mit blossem Auge erkennen. Auf dieser Webseite könnt ihr eingeben, wo ihr grade seid und bekommt angezeigt, welchen Tageszeiten dafür günstig sind. Und was sehen die Leute auf der ISS gerade? Das hier. Und wieviele Leute sind gerade dort? Das kann man hier sehen. Noch Fragen? via mefi, pic nasa pd

Neulich auf der ISS, im Zeitraffer

http://vimeo.com/michaelkoenig/earth-timelapse-iss

Oder besser: Neulich auf der Erde, von der ISS aus gesehen. Wozu brauchen wir eigentlich diese teure Raumstation? Damit das Tor zu den Sternen offenbleibt. Und damit wenigstens ein winziger Rest Staatshaushalt nicht für Militär, sondern für Grundlagenforschung rausgeht. Vor zwei Monaten war hier schon ein kürzeres Video zum Thema zu sehen. Originalpics Nasa, Video Michael König, Sound Jan Jelinek, boingboing

Die ISS soll in 9 Jahren in den Pazifik stürzen

Die International Space Station wird 2020 kontrolliert abstürzen, ihre Reste gehen dann im Pazifik unter, so wie das 2000 schon mit der russischen MIR passiert ist. Das ist die offizielle Nachricht. Klar, das Ding ist irgendwann einfach abgenudelt, und oben lassen kann man es nicht, das gäbe nach kurzer Zeit einen eigenen Trümmergürtel. Aber was kommt dann? Wie erforschen wir das Leben im Weltraum in 10 Jahren? Dazu gibt es noch keine offizielle. techcrunch

Satellitensegel, für den letzten Flug

090505ideasEin bekanntes Problem: Der Erdorbit ist inzwischen derartig voller Trümmer, ausgebrannter Raketenstufen, toter Satelliten, dass jeden Moment schlimme Kollisionen passieren können.

Wie sorgt man also dafür, dass ungenutzter Weltraumschrott wieder absinkt und in der Atmosphäre verglüht? Beim Jules Verne Raumtransporter, der Routineflüge zur ISS durchführt (siehe 11k2), wird die oberste Raketenstufe nach dem Abtrennen der Nutzlast durch ein letztes Zünden des Antriebs in Richtung Mutterplanet zurückgelenkt; ein kostspieliges Verfahren.

Jetzt haben französische Forscher eine auf den ersten Blick verblüffende Lösung entwickelt: Segel. Nach dem Ende der Nutzungszeit, „Satellitensegel, für den letzten Flug“ weiterlesen

Erde von Weltraum-Kühlschrank bedroht

Weil im Juli letzten Jahres die Astronauten auf der ISS nicht wussten, wie sie ein rund 750 Kg schweres Kühlaggregat in das zurückkehrende Space Shuttle packen sollten, warfen sie es kurzerhand über Bord (siehe Bild). Bis heute ist dessen Umlaufbahn soweit abgesackt, dass es in die Atmosphäre fällt. Einzelne Trümmer können die Erdoberfläche erreichen. (via)