Sammelkarten-Set: Japanische Fischer

Seit einem Jahr gibt es die von der Bezirksverwaltung im nord-japanischen Aomori veröffentlichen Sammelkarten mit Abbildungen lokaler Fischer, oft mit frisch gefangenem Fisch in Händen. Die Karten sind offenbar zur allgemeinen Überraschung ein Riesenhit unter Kindern und Jugendlichen, so dass die Verwaltung hofft, auf diesem Weg wieder mehr Nachwuchs für das Fischereiwesen zu bekommen. Produziert werden die derzeit rund 60 unterschiedlichen Karten von einem 32-jährigen Verwaltungsangestellten, der persönlich zu den Fischern geht, sie fotografiert und fragt, ob er ihr Bild für eine Sammelkarte verwenden darf. „Sammelkarten-Set: Japanische Fischer“ weiterlesen

Katsumi Hayakawa: Die Skulptur als Stadt

Papier, Druck, Acryl, Kunstrasen. Katsumi Hayakawa bringt in Malerei und Skulptur die urbane Landschaft in eine Form, die gleichzeitig unbegreiflich und vertraut unser Lebensumfeld beschreibt. Die Stadt, oder die Idee der Stadt, von aussen, von der Seite, als Bonsai Version ihrer selbst. Oder von Tokyo, wo der Künstler lebt, als Abstraktion von Urbanität.

via colossal

Japan: Fahrscheinstreik im öffentlichen Nahverkehr

In Okayama, Japan wurde geradeh eine interessante und effektive Form des Streiks im öffentlichen Dienst eingesetzt: Busfahrer stellen nicht etwa ihre Arbeit ein, was ja dazu führen würde, dass die Menschen nicht mehr zur Arbeit, in die Schule oder wohin auch immer fahren können. Statt dessen behalten die Fahrer während des Streiks ihre Tätigkeit bei, legen aber Decken oder Tücher über die Ticketkasse und verlangen kein Geld für die Beförderung. Die Bevölkerung hat daher keinen Nachteil aus dem Streik, nur der Arbeitgeber. Tatsächlich hat es diese Form von Fahrschein­streik schon früher gegeben, in Australien, Amerika und auch Europa. Kreative Streiformen werden heute dringend gebraucht. japantoday via boingboing

Chikan: Sexuelle Belästigung als Volkssport (für Männer)

Was an allen Diskussionen über sexuelle Gewalt, Belästigung, Vergewaltigung auffällt: Immer sind die Täter sehr, sehr anders als das Gros der Männer. Zumindest, wenn man dem Gros der Männer zuhört. Entweder Ausländer (sehr beliebt sind derzeit Nordafrikaner) oder zumindest Geisteskranke. Perverse. Keine normalen Männer eben. Die offiziellen Zahlen (Polizeistatistik) widersprechen dieser Sicht sehr eindeutig: Nach wie vor wird in Deutschland jede Stunde eine Frau vergewaltigt, alle paar Minuten belästigt. Da ist Japan schon beinahe einen Schritt weiter. „Chikan: Sexuelle Belästigung als Volkssport (für Männer)“ weiterlesen

Neue Häuser für die Krabben Japans

Die japanische Immobilienfirma Suumo hat sich von der Tokyo University of Marine Science and Technology eine tatsächlich sinnvolle Werbekampagne ausdenken lassen: Dringend benötigte Häuser für Einsiedlerkrabben werden in drei Grössen aus Kartoffelstärke hergestellt und am Strand verteilt. Mit Firmenlogo, aber das ist dann auch nicht weiter schlimm. Die Krabben müssen jedenfalls nicht mehr in scharfkantigem und schadstoffbelastetem Zivilisationsabfall wohnen. Die ursprünglich von ihnen bevorzugten Meeresschneckenhäuser gibt es jedenfalls nicht mehr in ausreichender Menge. spoon and tamago

Shin Gojira

Neuer, natürlich grossartiger Trailer vom nächsten, 31sten Godzilla-Film. Nach 12 Jahren endlich wieder ein Beitrag vom Toho-Filmstudio, produziert von Hideaki Anno and Shinji Higuchi. Im Kino ab Ende Juli. Ich fand die US-Remakes des Themas allesamt scheusslich und bin sehr gespannt auf das neue Original. via io9

Ladybaby: Nippon Manju

Das japanische Schulmädchentrio Babymetal hat Metal für immer verändert. Und hier ist der next level shit: Ladybaby. Zwei kleine Mädchen und ein bärtiger australischer Wrestler in geblümtem Kleidchen, der für die Death-Growls zuständig ist. Ansonsten der übliche zuckerschaumige J-Pop. Jede Generation hat die Metal-Bands, die sie verdient, oder? Wir wissen: 10 Millionen Youtube-Viewer können nicht irren. via vice

Nadelfilz-Katzenkopfbilder der Woche

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Night of the furries. Der japanische Nadelfilzmeister Housetu Sato unterrichtet an der Japan School of Wool Art (nihonyoumoua-togakuen), wie man solche Katzenköpfe aus Schafwolle, und andere Tierdarstellungen anfertigt, die auf den ersten Blick allesamt nach Photoshop aussehen. Sind sie aber nicht. Sondern garantiert furry. „Nadelfilz-Katzenkopfbilder der Woche“ weiterlesen

Wie Japan den IS besiegte

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Der selbsternannte islamische Staat (ex-ISIL, wahrscheinlich nur so eine Art illegale Herrschaftsausdehnung Saudi-Arabiens, aber das muss sich noch zeigen) hat zwei japanische Staatsbürger gefangen genommen, und droht die beiden zu ermorden, wenn nicht rechtzeitig Lösegeld bezahlt wird. Die japanische Regierung will nicht mit Terroristen verhandeln. Viel Glück den beiden. Die japanische Internetbevölkerung tut inzwischen exakt das Richtige: „Wie Japan den IS besiegte“ weiterlesen