Wie Arabien Europa vor dem Alkohol gerettet hat

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Der US-Publizist Mark Pendergrast beschreibt in seinem Buch „Uncommon Grounds“ (von 1999, deutsche Übersetzung „Kaffee. Wie eine Bohne die Welt veränderte“), wie in Europa vor der Neuzeit fast nur alkoholisierte Getränke genossen wurden, weil das Wasser durch unsachgemässe Behandlung oft Krankheiten übertrug. Das leichte Bier jener Zeit hatte natürlich die bekannten Nebenwirkungen, und die allgemeine Abstumpfung ging erst dann zurück, so Pendergrast, als der Handel mit Arabien auch Kaffee nach Europa brachte. Und so die Ära der Aufklärung und Vernunft erst ermöglichte. Dass mit dem arabischen Handel auch Wissenschaft und Philosophie auf den bäuerlichen europäischen Kontinent zurückkehrten, beschreibt der Harvard-Absolvent nicht so explizit; das darf aber als bekannt voraus gesetzt werden. Eine Lehre darf man aus dieser geschichtlichen Betrachtung ziehen, nämlich dass der geistige und kulturelle Austausch mit der arabischen Nachbarregion für Europa massive Vorteile gebracht hat und unbedingt weiter entwickelt werden sollte. Was natürlich nur gehen kann, wenn wir aufhören, dort Stellvertreter- und Rohstoffkriege zu führen. nytimes

Mit der Bombe leben, wenn auch nur für einen Tag

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Ihr habt es sicher alle mitbekommen: In meiner geliebten Heimat- und favourite Wohn/Schlafstadt ist eine am Ende „nur“ noch 1,8 Tonnen schwere Fliegerbombe ausgebaggert worden. Mitten in der City. Liegt da seit über 70 Jahren in der Erde und rostet vor sich hin. Klar, muss man entschärfen. Aber wenn das nicht so klappt, sind 1400 Kilo Sprengstoff unterwegs. Also wurde die Innenstadt geräumt, im Radius von 1,5 Kilometern, was 54.000 Einwohner betrifft. Mich auch, also hab ich heute morgen um 9 unter dem Getöse der Lautsprecherwagen („Hier spricht die Feuer­wehr, verlassen sie unverzüglich die Evakuierungszone…“) als letzter Bewohner das Haus abgeschlossen und mich in die Wohnung einer sehr guten Freundin (die somit mein Leben gerettet hat, irgendwie) am Cityrand geflüchtet (50 Meter hinter der roten Linie). Die sich selbst wiederum aus Feiertagsgründen bei Verwandten am Alpenrand (is ja nicht weit) aufhält, actually. Aber was mir beim Verlassen des Hauses aufgefallen ist: Es war nicht wie in „28 days later“, sondern fast alltäglich. Nur vorübergehend. Im worst case wären an meinem Wohnhaus, einen Kilometer von der Bombe entfernt, maximal Scheiben zu Bruch gegangen. Die drei Sprengmeister (pic unten) hätten dann mehr Pech gehabt, und die Häuser im engeren Viertel um den Blockbuster. Und dann? Weiterlesen

Ein Leben ohne Drogen: Undenkbar

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Vor allem ohne Kaffee. Der Rest ist diskutierbar. gif via boingboing

Cold Brew

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Einer dieser neuen Kaffee-Fashion-Trends: Cold Brew. Also Kaffee, mit kaltem Wasser zubereitet. Die ganz Engagierten verwenden dazu alchimistisch wirkende Tropfapparate, die über sechs Stunden oder mehr Wassertropfen in Kaffeepulver fallen lassen und das Ergebnis in kleinen Behältnissen sammeln. Oder man schüttet grob gemahlenen Kaffee in kaltes Wasser und stellt das Glas über Nacht in den Kühlschrank, und vor dem Genuss durch’n Filter (Tee- oder Kaffee) giessen. Das Ergebnis (in beiden Fällen): Kaffee mit höherem Koffein- und niedrigerem Säuregehalt. Lecker. Gerade im Sommer richtig prima. Das Bild zeigt ein ehemaliges Senfglas mit Kaffeepulver (frisch gemahlen) und Wasser, noch vor dem Schütteln. Im Hintergrund eine Bananenstaude. Habt ihr Erfahrungen mit Cold Brew Coffee? pic ist von mir, cc by

Kaffeetasse wechselt von Zombies zu Robots

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Je nach Temperatur. 9 USD 99 bei thinkgeek

Kaffee ist gut für Kinder

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Zumindest wurden keine negativen Effekte festgestellt. Ja, wir alle werden von zuviel Kaffee etwas zapplig, und das kann speziell bei den Kurzen nerven, aber in keinem Fall beeinträchtigt Koffein das Wachstum, wie es ein urbaner Mythos berichtet. Weiterlesen

Kaffee halbiert das Suizidrisiko

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Eine neue Studie der Harvard School of Public Health rechnet uns vor, dass täglicher Konsum von 2-4 Tassen koffeinhaltigen Kaffees das Suizidrisiko halbiert. Koffein aktiviert im menschlichen Gehirn Neurotransmitter wie Serotonin, Dopamin, and Noradrenalin. Weiterlesen