Klimawandel und Steinobst

Wir können uns darauf einstellen, dass es weiter jedes Jahr ein bischen wärmer wird. Hier wird es so wie in Italien, Italien wird so wie Afrika, Afrika wird undbewohnbar, und eine Milliarde Afrikaner flieht nach Norden. Ich fürchte ich werde das noch erleben. Auch, dass Grönland abschmilzt (hat schon angefangen) und der Meeresspiegel deswegen global und sieben Meter steigt. Sieben. Keine Küstenstädte mehr, keine Tiefländer. Noch ein oder zwei Milliarden Menschen auf der Flucht. Andererseits hab ich in diesem Internet (von dem man neuerdings so viel hört) gelesen, dass man die Kerne von Pfirsichen, Aprikosen, Nektarinen und so weiter auch ganz gut aufheben und bei Gelegenheit aussäen kann. Das hab ich heute gemacht, im für Immobilienhaie unverdaulichen Restgrüngürtel meiner verschlafenen Heimatstadt. Vielleicht wachsen dann in zwanzig Jahren Pfirsich-, Aprikosen- Nektarinen-, Oliven- und Undso­weiter­bäume am Flussufer. Vielleicht fliesst dann dort noch Wasser, selbst wenn die Alpen­gletscher verschwunden sind. Vielleicht wird die Klimakatastrophe gar nicht so schlimm, wie es jetzt aussieht. Doch, wird sie. Das kann mich aber nicht davon abhalten, heute Bäume zu pflanzen. (pic ist von mir und cc by sa)

Gewinne privatisieren, Wallaby-Fütterung sozialisieren

Australien brennt derzeit immer noch. Dabei hat die Sommersaison dort gerade erst angefangen. Südhalbkugel. Dort ist Januar so wie hier Juli. Über eine Milliarde Tiere sind mit verbrannt, das Koalabärchen kann als ausgestorben gelten. Zu wenig Exemplare für den Fortbestand der Spezies ausserhalb von Zoos. Ein paar Tiere haben überlebt. In der Wüste oder im Wasser, und stehen jetzt vor dem Verhungern. Weil nämlich kein Grün mehr vorhanden ist, nur noch Asche. Die Behörden schütten daher Karotten und Süsskartoffeln aus dem Flieger, damit die Wallabies noch eine kleine Chance haben. Die Flüge werden dann übrigens von Steuern bezahlt. Also nicht von den 100 Konzernen, die für 70% der weltweiten CO2-Produktion verantwortlich sind. Klar. Übrigens: Zurücklehnen und wegsehen, weil das ja so weit weg ist, führt in die (Klima)Katastrophe. Wenn wir hierzulande nochmal so einen Dürresommer haben wie vorletztes Jahr, gibt es in Norddeutschland keine Landwirtschaft mehr. Sondern nur noch Steppe, die dann abbrennt. Aber das sehen wir ja bald. Der Sommer grinst bereits höhnisch herüber. via boingboing

Lost Planet

Plastikdinos in den Biotopen meiner näheren Umgebung. Eine schöne Metapher für ausgestorbene und demnächst aussterbende Spezies, nicht wahr? Wenn wir die rasant näherkommende Klimakatastrophe nicht in den nächsten 10 Jahren stoppen, werden in einer Million Jahre wahrscheinlich kleine Plastikmenschen neben den Tümpeln einer Ratten-, Raben- oder Krakenzivilisation aufgestellt. Weiterlesen

Ölkonzerne wussten schon 1982 von der Klimakatastrophe

Dokumente, die InsideClimate vor drei Jahren aus den Archiven der Ölkonzerne befreiten, werden heute immer noch ausgewertet. Hier ist eine Grafik, die zeigt, dass Ölmulti Exxon vor 37 Jahren die Entwicklung ganz richtig einschätzte. Wir haben heute eine Erderwärmung von einem Grad gegenüber der prä-industriellen Zeit, und einen CO2-Wert von 415 ppm. Allerdings gaben sich die Fossilmilliardäre damals erhebliche Mühe, die Welt vom Gegenteil zu überzeugen, und versuchen das bis heute. Wie kann man so verantwortungslos sein? Indem einem alles und jeder egal ist, ausser dem eigenen schrankenlosen Luxusleben. via earther