Wenn du arbeitslos bist, dann nicht, weil es keine Arbeit gibt

Sieh dich um: Wohnungsnot, Verbrechen, Umweltverschmutzung. Wir brauchen bessere Schulen und Grünflächen. Egal, was wir brauchen, es erfordert Arbeit. Und solange wir unerfüllte Bedürfnisse haben, gibt es Arbeit zu tun.

Also frag dich selber, was das für eine Welt ist, in der es Arbeit gibt, aber keine Jobs. Das ist dann eine Welt, in der Arbeit nicht dafür da ist, unsere Bedürfnisse zu erfüllen. Sondern eine Welt, in der Arbeit nur dazu da ist, die Profitinteressen von Unternehmen zu erfüllen.

Dieses Land wurde nicht von grossen Konzernen oder der Regierungsbürokratie erbaut, sondern von den Leuten, die arbeiten. Und diese Arbeit sollte von den Leuten kontrolliert werden, die sie leisten. Nur, solange Arbeitsplätze an den Profit anderer Leute gebunden sind, wir die notwendige Arbeit nicht geleistet werden.

Das ist ein Plakat des New American Movement, einer us-amerikanischen, demo­kratischen Aufbruchsbewegung in den Siebzigern. Aber es stimmt genau so für unser neoliberales Land und für 2017. Weiterlesen

Alle Macht den Konzernen, oder was wir dagegen tun können

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Wir erleben derzeit eine Eskalation, bei der noch nicht klar ist, wie weit sie gehen wird. In einer von der EU durchgeführten Umfrage sprachen sich 97% der Bürger gegen TTIP und den darin enthaltenen „Investitionsschutz“ aus. Letzterer würde Unternehmen aus dem In- und Ausland das bisher unbekannte Recht (mit Ausnahme bestehender, eher geheim gehaltener Investitionsschutzvereinbarungen) verschaffen, vor aussernationalen, von Wirtschaftsvertretern besetzten Schiedsgerichten gegen nationale Regelungen und Gesetzen zu klagen. Etwa wenn der Mindestlohn angehoben werden soll. Oder wenn Umwelt- oder Arbeitsschutzstandards verbessert werden. Oder man den Datenschutz endlich durchsetzen möchte. Immer dann sollen zukünftig Schiedsgerichte die nationalen Regierungen oder auch Kommunen und Bundesländer auf Milliarden-Ersatzleistungen verklagen können. Weiterlesen

Welche Marke gehört welchem Konzern?

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Grosse Übersichtskarte (klick: 1280 x 776) bekannter Produktmarken. So als Einkaufshilfe. Um im Zweifelsfall zu einem Konkurrenzprodukt greifen zu können. sploid

Die globale Konzernverstrickung

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OpenCorporates zeigt uns in interaktiven Karten die internationalen Verstrickungen und Verschachtelungen der Konzerne. Hier am Beispiel Goldman Sachs als deutscher Immobilienspekulant, auf der opencorporates-website noch mehr. Das ist übrigens die Klientel, für welche die NSA und die deutsche Bundesregierung arbeiten. Wir sind für diese Leute nur Bindegewebe. jwz (pic > grösser)

Nicht vergessen: Schwarzer März

Der schwarze März ist da. Die netten Leute von Anonymous haben vorgeschlagen, den letzten Monat des laufenden Geschäftsjahres mit einer Delle zu versehen (siehe auch 11k2). Zumindest für die Konzerne, die uns ACTA, PIPA, SOPA, „Raubkopierer sind Verbrecher“ und andere Unverschämtheiten reinpressen. Also in erster Linie Rechteverwerter, die vier grossen Musikkonzerne, die Filmstudios, die Megaverlage und Softwaregiganten. Oder Lebensmittelmonopolisten wie Monsanto, Nestle, Kraft, Unilever. Oder Energiegiganten, die an Umweltverschmutzung und Radioaktivität verdienen. Ich kann mir gut vorstellen, mal einen Monat lang noch bewusster keine Konzernware zu kaufen, sondern nur noch lokal Produziertes, Indie und DIY. #OccupySupermarktkasse. Und ich wünsche euch viel Spass beim Versuch, sowas auch zu machen.

Trennung von Staat und Wirtschaft

Nicht nur die von Staat und Kirche: Die selben Leute arbeiten abwechselnd für Konzerne und die Regierung. Ist hierzulande und in der EU genauso, nur noch nicht so schön bunt visualisiert. Im konkreten Fall: Hillary Clinton, juristische Beraterin für Gen-Monopol-Konzern Monsanto. techdirt