Die Kulturflatrate ist immer noch ein Riesenmissverständnis

gerald spindler Der Göttinger Jurist und Ökonom Gerald Spindler (pic) hat von den Grünen den Job bekommen, ein ausführliches Rechtsgutachten zur “Machbarkeit der Kulturflatrate“ herzustellen. Das hat er auch hingekriegt, und beim Lesen der 220 Seiten wird einem ganz flau angesichts des Fleisses, mit dem der Gelehrte Bekanntes zusammengetragen und am Ende aufaddiert hat. So kommt er dann auch zu Monatskulturflatraten von 6,74 € bis 89,89 € pro Monat und Internetanschluss.

Warum das alles Unsinn ist, hab ich schon vor vier Jahren in der Telepolis erklärt, das könnt ihr dort nachlesen.

Für euch nochmal schnell ne Überschlags­rechnung [Update unten], um zu verdeutlichen, worin das Problem auch des oben erwähnten Gutachtens liegt: „Die Kulturflatrate ist immer noch ein Riesenmissverständnis“ weiterlesen

Kulturflatrate: So wirds gemacht

090828Home_taping_is_killing_musicAm vorgestrigen Mittwoch trafen sich in den Räumen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels in Berlin namhafte Vertreter unterschiedlichster Standpunkte, um über die Kulturflatrate zu diskutieren. Natürlich wurde keine Einigung erzielt. Wie auch? Der Begriff „Kulturflatrate“ ist selbst bereits eine Worthülse, die nicht auszufüllen ist. Aber glücklicherweise gibt es ja Leute, die seit Jahren in dieser Richtung vorausdenken. „Kulturflatrate: So wirds gemacht“ weiterlesen

Britannien vor Einführung einer verkorksten Kulturflatrate

090617SaveVirginDer britische Internet Provider Virgin hat einen Deal mit dem dortigen Arm des Mediengiganten Vivendi Universal angekündigt. In naher Zukunft soll man dort gegen monatlichen Pauschalaufpreis unbegrenzt viele MP3s des Musikkonzerns herunterladen und „Britannien vor Einführung einer verkorksten Kulturflatrate“ weiterlesen

Warum wir eine Pauschalabgabe auf Internetzugänge brauchen

090530tapereelrecorderDas deutsche bzw. kontinental-europäische Urheberrecht wird ebenso wie seine hässliche Schwester, das anglo-amerikanische Copright, ständig erweitert und an die technische Realität angepasst. Bei diesen Anpassungen spielen allerdings die Lobby-Anstrengungen der Rechteverwerter (a.k.a. Verlage) eine gewichtigere Rolle als die „Warum wir eine Pauschalabgabe auf Internetzugänge brauchen“ weiterlesen

Choruss: Die dunkle Seite der Kulturflatrate

090320jimgriffinWie kann eine Kulturflatrate (a.k.a pauschale Urheberrechtsabgabe auf Internetzugänge) das Gegenteil von dem bewirken, was sie soll?

Warner Music engagierte vor einer Weile zur allgemeinen Überraschung den Industriekritiker Jim Griffin. Dieser entwickelte ein System, nach dem (zunächst) Universitäten eine pauschale Abgabe bezahlen sollten, um dafür sicher vor rechtlicher Verfolgung zu werden. Also… so etwas ähnliches wie eine Kulturflatrate.

Nur: Jetzt kommen Details „Choruss: Die dunkle Seite der Kulturflatrate“ weiterlesen

USA: Kulturflatrate für Universitäten

081209jimgrifJim Griffin, vom langsam dahinsiechenden Musikkonzern Warner als Retter in der Not engagiert, kommt mit einem bestechenden Plan: Eine neue, unabhängige Verwertungs- gesellschaft namens Choruss (alle guten Namen waren wohl schon weg) soll von jeder Uni weniger als US-Dollar pro Student und Monateinsammeln und an die Rechteinhaber (Urheber oder gerisssene Geschäftemacher) auszahlen. „USA: Kulturflatrate für Universitäten“ weiterlesen

Microsoft: Ein Schritt vor der Kulturflatrate

081123jolly_zuneSeit vorgestern können Benutzer des Microsoft Zune MP3 Players (der aber gegen den iPod und andere Konkurrenzprodukte nicht ankommt) nicht nur unter Millionen von Downloads wählen (die dann aber nach einer Weile automatisch gelöscht werden), sondern auch monatlich 10 DRM-freie Songs behalten. „Microsoft: Ein Schritt vor der Kulturflatrate“ weiterlesen