Ken Flewellyn: Stay Gold

Der kalifornische Maler Ken Flewellyn verbindet die Genres Hip Hop, Ölmalerei und klassisches Japan zu ziemlich gelungener Pop-Art. Weiterlesen

Ben Frost ist nicht tot

Ich bin sehr glücklich darüber, dass Pop Art doch nicht tot ist. Weil sie einen wert­vollen Kommentar zur Assimilation unserer Kultur durch den Kapitalismus bildet. Letzterer, für die zögerlicheren Denker (was ja keine Schande ist) unter meinen Lesern, ist nicht dasselbe wie Wirtschaft, sondern ein Missbrauch davon. Ben Frost hatte vor einigen Jahren eine Ausstellungsreihe mit dem Titel „Ben Frost Is Dead“. Jetzt hat er eine Serie von Illustrationen aus dem popkulturellen Zusammenhang (zB Comics) auf Fastfood-Papptüten gemalt. Was ebenfalls einen grossartigen Kommentar liefert. Bonus: Adolf Simpson und Mickey Pharma. Weiterlesen

Burn The Rich, Alex Schaefer

Der Maler Alex Schaefer fertig Bilder von brennenden Filialen der Chase-Bank an (oben) und trägt sie auf Demos und Protesten für alle sichtbar (unten) mit sich. Bisher ist er noch nicht wegen Aufforderung zu Wasauchimmer oder allgemeinem Thought Crime verhaftet worden. Alex bringt damit Kunst buchstäblich auf die Strasse zurück. Weiterlesen

Klimt Eastwood

Genau mein Humor. Von Lucyd (Rennes, Frankreich). via blört

Monument: Wenn Kunst eine Brücke vom Krieg zum Frieden legt

Der in Damaskus geborene und 2009 für ein Kunststudium nach Dresden ge­kom­mene Manaf Halbouni hat gerade eine kreative Bestleistung abgeliefert: Drei vor der Dresdner Frauenkirche senkrecht auf dem Kopf stehende Autobuswracks zeigen gleichzeitig die von den Bewohnern Aleppos aufgestellte Barrikaden gegen Scharf­schützen (deswegen hochkant) und die bis vor 12 Jahren noch vom Krieg zerstörte Kirche. In einem Moment (oder Monument). Damit fasst er den letzten grossen Krieg und seine lokalen Folgen für Dresden und den derzeitigen syrischen in einen gemeinsamen Anblick – was nur selten in dieser Präzision gelingt. Bonus: Weiterlesen

Sun Yuan & Peng Yu: Can’t Help Myself

Kunst mit Robotern (werden wir in Zukunft öfter haben). Hier schaufelt der Industrie­roboterarm eine blutähnliche Flüssigkeit über den Exponatboden und drückt damit mehr aus, als wir das im Moment in 2D zu sehen kriegen. Respect schon mal, nach China. via bb

Die Fellatio Prothese

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Der auf Taiwan geborene Künstler und frühere Zahnarzt Kuang-Yi Ku lebt heute im niederländischen Einhoven. Aktuell zeigte er sein „Fellatio Modification Project“, das handwerkliches Arbeiten aus der Zahntechnik mit einer Diskussion von zwischen­menschlichen Beziehungen und ihrer Bereicherung durch Silikoneinsätze verbindet. Die Arbeit des Taiwaners hat zweifellos Aufmerksamkeit verdient. Weiterlesen