Blühstreifen in der post-toxischen Landwirtschaft

Die Schweizer Bundes-Forschungseinrichtung AgroScope hat in einer aktuellen Ver­öffentlichung Zahlen zum modernen Anbaumethoden auf dem Tisch gelegt. Der heisse Scheiss in der post-tpxischen Landwirtschaft ist demnach der Blühstreifen, ein bunter Strich im Feld, der Nützlinge beherbergt. Mit massivem Erfolg: Schäden an Weizenpflanzen wurden um 61, allgemeiner Blattlausbefall um 75% reduziert. In Feldern, die an den Blühstreifen angrenzen. Da rechnen sich Pestizide und Acker­gifte auch industriell nicht mehr. Ich bin gespannt, wann sich diese Anbaumethoden gegen den Lobbyismus (a.k.a. Korruption) der Chemiemultis durchsetzen wird. pic cc by nd Matthias Tschumi für Agroscope

Die Zukunft der Landwirtschaft

autonomous

Der US-amerikanische Landmaschinenhersteller Case IH stellte diesen ACV Traktor vor, ein autonomes Gerät, das selbsttätig vom Parkplatz zum Feld fahren und dort die gewünschte Tätigkeit ausführen kann. Hindernisse werden selbsttätig erkannt. Der Landwirt – beziehungsweise Angestellte eines Agrarkonzerns – programmiert inzwischen den nächsten Einsatz auf seinem Tablet. Wir sehen hier, wie die Informationsrevolution nicht nur Berufskraftfahrer, sondern auch Landwirte arbeitslos macht und Produktivität völlig in die Hand von Investoren legt. Das Problem der alten industrielle Revolution war, dass die vorhandenen Elemente des Kapitalismus beschleunigt wurden, weil für den Kauf und Betrieb von grossen Maschinen Kapital notwendig war, so dass alle Menschen ohne Zugang zu Kapital wirtschaftlich nicht mehr konkurrenzfähig waren. Heute beschleunigt die Informationsrevolution diesen Vorgang noch weiter und zentralisiert Produktivität massiv. Ausser wir setzen unsere Holzschuhe im politischen Geschehen ein, verhindern CETA, TTIP, TISA und alles, was da noch kommt. via io9, und hier sind weitere Beispiele für Automation in der Landwirtschaft. pic Autonomous Solutions Inc.,/CNH Industrial/Case IH

Deutschland ist Europavizemeister bei der Nitratbelastung

nitrat grundwasser eu

Die Nitratbelastung im Grundwasser ist laut EU-Bericht vom 4. Oktober 13 in Deutschland ein Riesenproblem. Im EU-Vergleich liegen wir damit, knapp vor Malta, an vorletzter Stelle, rund 70 % der Grund­wasser­proben enthalten mehr Nitrat als der zulässige Grenzwert festlegt. Folgen von Nitratbelastung sind unter anderem Darmkrebs und plötzlicher Kindstod. Wie kommt die Überbelastung zustande? Durch Ausnahme­­genehmigungen für Landwirte. Einfach mehr düngen. PDF, via sonnenseite

EHEC, Scheisse und Faschismus in der EU

Die Panikwelle des Jahres heisst also EHEC, Menschen sind gestorben und einfachere Gemüter könnten sich nun veranlasst sehen, keine Gurken, Tomaten, Avocados und/oder nichts aus „biologischem Anbau“ mehr zu essen. Nicht so schnell: Weiterlesen

Pixelplanet

Ich wusste auch nicht, dass Satellitenbilder landwirtschaftlich genutzter Regionen so unterhaltsam aussehen können. Weiterlesen