In den USA heisst die Piratenpartei May One SuperPAC

Lawrence Lessig (das ist dieser Jura-Professor mit dem Doppel-L auf seinem Superhelden-Anzug) schlägt wieder zu. Er formulierte 2001 das Creative Commons System für die Wiederherstellung der Rechtssicherheit zwischen Kultur- und Wissensschaffenden und deren Nutzern und legte damit einen der Grundsteine für die weltweite Piratenbewegung. Aber 2011 erklärte er, dass seine Arbeit auf diesem Gebiet der geistigen Nutzungsrechte getan sei und er sich fortan dem übergeordneten Problem widmen werde: Korruption. In den USA sind Wahlen transparenter als in Europa, weil sich dort beliebige Interessengruppen zu einem PAC formieren können, um einzelne Kandidaten aus einer der beiden, kaum unterscheidbaren Parteien zu unterstützen (a.k.a. zu kaufen). Jetzt ruft Lessig dazu auf, eine entsprechende Lobby der 99% zu crowdfunden, um dann bei den nächsten Wahlen 2016 etwas zu erreichen, was nicht nur den 1% nützt. Weiterlesen

Copyright ist das Ende der Wissenschaft

Sagte Lawrence Lessig in einem Vortrag am CERN vergangene Woche, der freie Zugang zu Wissen ist essentiell für unsere Zivilisation, und jede Behinderung des freien Zugangs ist unmoralisch. motherboard

Bücher kosten Geld, Downloads sind umsonst

Ah, gut. Zumindest ein Verlag hat es schon begriffen: Bücher kosten Geld, Downloads sind umsonst. Bloomsbury, bekannt durch Veröffentlichungen wie die Harry-Potter-Reihe, will eine breite Reihe von wissenschaftlichen Lehrbüchern (über 200 innerhalb der nächsten fünf Jahre) in einem Hybridmodell veröffentlichen.

Die Gratis-Downloadversionen sind dabei mit einer Creative-Commons-Lizenz versehen, die eine legale, private Weitergabe ermöglicht. Pirate Bay, anyone?

Applaus für die Einsicht, lieber Bloomsbury-Verlag, dass man die reine Information nicht verkaufen kann, höchstens eine Service-Gebühr für das Bereithalten und Sortieren davon erheben. Bücher dagegen sind ja nicht nur ein dauerhafter Speicher (ROM), sondern darüberhinaus eine über Jahrhunderte Weiterlesen

Konzern-Kamikaze: Warner schickt Abmahnung an Lawrence Lessig

090429lessigUnverständnis ruft eine (um es genau zu sagen) DMCA-Takedown-Notice von Warner Music für ein YouTube-Video des Anwalts und Creative-Commons-Gründers Lawrence Lessig (siehe Bild) hervor; YouTube soll also das Video wegtun, weil es Vertriebsrechte von Warner verletzen soll.

Der Mann ist immerhin einer der führenden Copyright-Experten der westlichen Hemisphären. Wir wissen im Moment nicht, um welches Video es sich genau handelt, Herr Lessig hat (faul wie allen andern auch) nur kurz zwei Zeilen getwittert: Dass sie sein Video offline haben wollen, und dass er dagegen vorgehen wird.

Also warum legt sich ein Tochter-Konzern ohne jede Wachstumsaussicht mit einem juristischen Behemoth an? Weil sowieso schon alles egal ist? Weiterlesen