Come Out

Das 12minütige Stück wurde vom US-Komponisten Steve Reich im Jahr 1966 aus Tonbändern geschnitten, aufgenommen während der Vernehmung von verhafteten schwarzen New Yorker Jugendlichen. Der hier verwendete Loop aus vier Wörtern stammt aus einer Aussage, in der ein Teenager beschrieb, dass er seine kaum verheilten Bluergüsse öfffnen musste, um zu beweisen, dass er von Polizisten während der Untersuchungshaft geschlagen wurde. Die Choreografie im Video wurde 1982 von der Belgierin Anne Teresa De Keersmaeker hergestellt und aufgeführt. Beides zusammen bildet eines der eindrücklichsten Beispiele für Performance, die mir in Jahren begegnet sind. Hier im Blog steht es auch deswegen, weil die Barbarei der letzten Tage, Wochen, Jahre in unserem Land einen Kontrast benötigt. Kultur ist immer politisch. Oder wertlos. via mefi

Six Marimbas

Steve Reich, Six Marimbas (1986). Mein derzeitiger fave track. Ich hab mich in den letzten Tagen wieder mehr durch Minimal Music gehört, die Einflüsse, Unterschiede. Mit Mallets kommt das alles natürlich am Besten. Finde ich. Oder in einer Dronedoom-Version. Die es aber noch nicht gibt. Ich weiss, ich muss mich darum selber kümmern.

Musikalische Entwicklung, am eigenen Beispiel

Als ich heute vormittag (vergeblich) versuchte, weitere wesentlich Teile zu meiner Steuererklärung (2012) beizutragen, fiel mir ein Loop ein und wollte nicht mehr rausgehn. Da bleibt einem natürlich nichts anderes übrig als den Zahlenkram beiseitezuschieben und dem sicherlich wichtigeren musikalischen Bauteil nachzuforschen. Einiges Überlegen förderte schliesslich das Original zutage: Weiterlesen