Ana Tijoux: Antifa Dance

Heute wichtiger als in Jahren: Antifaschistische Kunst. Gegen die Überlegenheits- und Herrschaftsphantasien einer kleinen Gruppe von weissen Cis-Hetero-Imperialisten und ihrer Fans. Am Ende laufen Klassismus, Sexixmus, Rassismus zu einem totalitären Blutrausch zusammen, die Gewaltfantasien emotional Verarmter treffen heute Sisha-Bars und Synagogen, gestern ganze Länder und Populationen, morgen hoffentlich weniger. Aber das liegt an uns. Und Props an Ana für die Zusammenfassung.

Musik, die mich geprägt hat

In Krisenzeiten wie dieser läuft doch angeblich das ganze Leben an einem vorbei, und spielt einem die wichtigsten Platten seiner eigenen Musikkarriere vor. Ich weiss nicht, ob das wirklich so ist, aber das hier sind die beiden Scheiben, die mich als Musiker am meisten geprägt haben. Oben die erste LP von This Heat (1979), eine der extremsten prog/experimentalen Bands des New Wave, und unten die erste Godflesh (1988), die für mich ebenfalls alles veränderte. Musikalisch. Nicht nur innerhalb von Metal. Triggerwarnung: Beides keine Popmusik.

Insect Ark: Skin Walker

Diese Band erscheint immer wieder auf meinem Radar. Sehr untypisch: Die Verwendung einer Steel Guitar. Sehr typisch: Der kontemporäre Fusion-Black-Metal-Shoegaze-Drone, hier in instrumentaler Version, ohne lästigen Gesang. Sind auf Tour in Europa, im März ein paar Shows hier in Kaltland. insectark

Geld (Das ist es was ich will)

Der Top-40-Hit „Money“ von 1979 ist als Video noch besser. Ein Klassiker. Eine Coverversion der Flying Lizards, das Original von Barret Strong stammt von 1959. via blört

4 Tools zum Musik finden

Ich weiss, als Blogger muss man heute „Du wirst nicht glauben, wie diese vier…“ als Headline platzieren. Mir egal. Ich mochte Tuneglue sehr gerne, aber das funktioniert nicht mehr. Was also tun, wenn man nicht den voreingenommenen Algorithmen von YouTube oder Spotify ausgeliefert sein will? Ich hab mich nach Musik­empfehlungs­tools umgesehen, die auf dem PC (nicht nur als Smartphone-App) laufen und tatsächlich Ergebnisse bringen. Hier sind vier, die ich empfehlen kann: Weiterlesen

The Body & Assembly of Light Choir

Kunst muss ja nicht schön sein. Im Gegenteil, wenn etwas auffallend schön ist, handelt es sich wahrscheinlich nicht um Kunst. The Body sind ein Metal-Duo (Gitarre/Schreien und Schlagzeug), bei dem diese Befürchtung nicht aufkommt. Seit 20 Jahren dröhnen und kreischen Chip King und Lee Buford, seit neun Jahren unterstützt vom Assembly of Light Choir. Das Vid oben zeigt einen Livegig der Collab in New York, von 2011. Die Band tourt im Juli durch Europa: brooklynvegan

Poppy: Scary Mask

Die Youtube-Kunstfigur Poppy (siehe 11k2) mischt aktuell, gemeinsam mit ihrem partner-in-crime Titanic Sinclair, ihren Art-Performance-Pop mit Nu Metal, und dabei entsteht so etwas wie die US-amerikanische Version von Babymetal (hier: headbanger). Die sind irgendwie härter, bringen aber eine Auseinandersetzung mit der japanischen Jugendkultur, während Poppy die US-amerikanische umsetzt. Beides mit Metal als Stilmittel. Schöne Textzeile in Poppys neuem Track: „I wear my scary mask when I’m afraid I don’t belong.“ Tolle Arbeit, so, künstlerisch. Wieder mal. via revolvermag