Francesca Lago: Where do we go

Solche Abende sind selten, selbst für jemanden wie mich, der (falls ich nicht grade monate- oder jahrelang krank und depressiv bin) ständig auf Konzerte geht, zuhause Musik laufen hat, nach neuen Bands stöbert, mal als Tontechniker arbeitet, Booking macht, über Sound schreibt. Weiterlesen

Mona Haydar: Hijabi

Verdammt, ist das cool. Da würde ich glatt zum Konvertiten werden. Wenn ich irgendwas mit Religion anfangen könnte. Abgesehen davon ist das Statement der Syrerin Mona Haydar grossartig. Und lasst mich mit der Hijab-Debatte in Frieden. Sollen die Mädels doch anziehen, was sie wollen. Weiterlesen

Drahtlose Musik, nur mit Überlegung

Ansonsten finde ich wireless Speaker nämlich eher eigenartig: Entweder du hast eine handtaschen-kompatible Bluetooth-Quäke mit Batterie, oder deine wireless Home-Stereo-Speaker haben zumindest ein Stromkabel, weil kleine Batterien ab einer gewissen Grösse und Lautstärke keinen Sinn mehr machen. Die irgendwie ikea-lautigen Speaker von Urbanears (Baggen und Stammen) sehen zumindest wohnlich aus, mit ihrem Rundum-Sofabezug. Und haben das erwähnte Stromkabel für die Versorgung des eingebauten Amps. Wirklich Sinn ergeben solche Teile aber erst, wenn sie mobil angesteuert werden: Weiterlesen

Poppy: Wenn die Welt untergeht und wir alle auf Youtube leben

I am Poppy. Aufgewachsen in Nashville, Tennessee (wo sonst?) und die spontane Reinkarnation von Andy Warhol, The Residents, Kurt Schwitters und den Tele­tubbies. Alles auf einmal, und blond und mit den besten Kawaii-Dada-Videos des Jahrzehnts. Everybody wants to be Poppy. Unterstützt wird die teenage Kunstfigur vom kalifornischen Autor, Regisseur und Musiker Titanic Sinclair. Ich verlange, dass Poppy Ausstellungen und Performances in den Nationalgalerien aller Welt­metro­polen macht. Dann können wir sehen, was passiert, wenn wir unsere ganze Zivilisation mit einem orbitalen Youtube-Laser in einminütige Stückchen schneiden, alle mit Poppy als Hauptdarstellerin, alle über die grossen Fragen der menschlichen Existenz. Alle mit vollständigen Antworten, aber in einem abstrakten, wenn nicht gar postfaktischen Format. Im Ernst: Weiterlesen

Katzen-Band-Fotos der Woche

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Wenn Katzen Bands hätten, würden sie auf ihren Promofotos so aussehen. Die Katzen ganz unten, das müssen allerdings irgendwelche Hipster sein. Wegen der Klamotten und so. Weiterlesen

Robokalypse: Musik

In einfacheren Worten: Als übernächstes werden die Musiker arbeitslos. Der Programmierer und (noch) Musiker Yotam Mann (University of California, Berkeley) hat aus dem neuralen Netzwerk Google Magenta eine Software gezaubert, der man Melodien, Harmonien und Grooves vorspielen kann. Damit die das lernt und kurz darauf etwas ähnliches spielt. So ähnlich wie Menschen, nur viel schneller. Natürlich stehen dann in 20 Jahren Androiden-Jazzbands auf den Partys der Reichen und improvisieren launig vor sich hin. Nein, keine Sorge, die sind physisch vollständig, man kann die anschliessend bei Bedarf auch vögeln. Das war aber auch keine Neuigkeit. Sondern die Sache mit der improvisierten Musik. Die natürlich bedeutet, dass alles andere improvisierte oder „typisch menschliche“ demnächst (in weit weniger als 20 Jahren) von künstlicher Intelligenz aus irgend einem Open-Source-Labor ebenfalls automatisiert werden kann. Im Moment können wir noch mit dem Finger auf Yotam zeigen. Eine Generation später haben wir dann entweder Hungeraufstände oder Sozialismus. via noisey

Der Garten der Lüste und die Musik auf der Hinterbacke

Der Niederländer Hieronymus Bosch malte so gegen 1500 das Triptychon „Der Garten der Lüste“, an dem bis zum heutigen Tag viel rumgerätselt wird. Erst kürzlich wurde von der US-Musikstudentin Amelia Hamrick aus dem mittelalterlichen Oklahoma auf der Arschbacke eines der viele Lustcharaktere eine Notation entdeckt und nachgespielt – siehe Vid oben. Die muntere Melodie findet sich am linken Rand des rechten Bildflügels (pic siehe unten). Weiterlesen