Musikindustrie fast tot, Umsätze wachsen weiter

Die Musikindustrie wird, wie wir alle wissen, seit Jahrzehnten durch Piraterie und Raubkopien in den Tod getrieben. So gründlich sind die Mörder der Musik­ab­teilungen internationaler Medien- und Finanzkonzerne, dass nach aktuellen, offiziellen Zahlen die globalen Umsätze um einen erneuten Rekordwert von 9,7 % gewachsen sind. Ein stetiges, jährliches Umsatzwachstum von knapp 10 Prozent hätten wir allerdings auch gerne. Die Hälfte (47 %) stammt mittlerweile aus Streaming. Wir wissen allerdings im Moment nicht, was aus diesem Geschäftsmodell nach Umsetzung der EU-Copyrightdirektive werden soll.
ifpi via pitchfork, pic cc0 lukas

Die Musikindustrie und ihre nachgewiesen steigenden Gewinne

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Die London School of Economics and Political Science hat eine Analyse veröffentlicht, wonch die nach eigenen Angaben kurz vor dem Ruin stehende Musikindustrie in Wirklichkeit langsam wachsende Umsätze und Gewinne schreibt – und das trotz abnehmender Kaufkraft in den unteren und mittleren Einkommensschichten und angesichts einer wachsenden Konkurenz dieses Unterhaltungsformats durch Gaming und Mobilfunknutzung, die beide im Unterhaltungsbudget der Bevölkerungsmehrheit fest verankert sind. Weiterlesen

Konkurrenz ist der Tod der Musikindustrie

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David Gerard beschreibt in seinem Blog Rocknerd sehr ausführlich und anschaulich, worin das eigentliche Problem der “Musikindustrie” (a.k.a. Tonträgervertriebsindustrie) liegt: Konkurrenz. Weiterlesen

Musikindustrie fordert mehr Zensur

In einem dapd-Gastbeitrag forderte der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands Musik­industrie, Dieter Gorny (pic), eine stärkere Zensur von Meinungs­äusserungen von Konsumenten und Nutzern durch die Medien. Er versuchte dazu in seinem Beitrag, Journalisten zu verängstigen, sie als Opfer von Twitter und Co hinzustellen und einen Schulter­schluss für “den Wert des geistigen Eigentums” herbeizureden. Weiterlesen

Das selbst geschaufelte Grab der Musikindustrie

Die Grafik oben stammt aus dem Prozess der Major Labels gegen die US-Tauschbörse Limewire und stellt – überraschenderweise – völlig präzise dar, wo das Problem liegt. Weiterlesen

Ein Leben nach dem Tod: Limewire

Wie lange geht das noch so? Die Tonträgerindustrie, vertreten durch die US-Lobbygruppe RIAA, hat auf ihrem langen Marsch in die digitale Gegenwart einen weiteren Pyrrhus-Sieg errungen: Limewire, der US-Anbieter des gleichnamigen Gnutella-Filesharing-Clients, muss nach einem aktuellen Beschluss des New York District Court sämtliche Geschäftstätigkeiten mit der genannten Client-Software einstellen. Das verurteilte Unternehmen hat erklärt, dieser Aufforderung nachzukommen und statt dessen einen rechtlich unbedenklichen Musikservice einzurichten. Weiterlesen

Das Ende der Musikindustrie, 80er-Version

In der 1980 ausgestrahlten TV-Sendung „20/20“ führt Joe Smith, Präsident von Elektra-Asylum Records, vor laufender Kamera aus, dass die Musikbranche vor dem Aus stünde. Warum? Weiterlesen