Klimawandel und Steinobst

Wir können uns darauf einstellen, dass es weiter jedes Jahr ein bischen wärmer wird. Hier wird es so wie in Italien, Italien wird so wie Afrika, Afrika wird undbewohnbar, und eine Milliarde Afrikaner flieht nach Norden. Ich fürchte ich werde das noch erleben. Auch, dass Grönland abschmilzt (hat schon angefangen) und der Meeresspiegel deswegen global und sieben Meter steigt. Sieben. Keine Küstenstädte mehr, keine Tiefländer. Noch ein oder zwei Milliarden Menschen auf der Flucht. Andererseits hab ich in diesem Internet (von dem man neuerdings so viel hört) gelesen, dass man die Kerne von Pfirsichen, Aprikosen, Nektarinen und so weiter auch ganz gut aufheben und bei Gelegenheit aussäen kann. Das hab ich heute gemacht, im für Immobilienhaie unverdaulichen Restgrüngürtel meiner verschlafenen Heimatstadt. Vielleicht wachsen dann in zwanzig Jahren Pfirsich-, Aprikosen- Nektarinen-, Oliven- und Undso­weiter­bäume am Flussufer. Vielleicht fliesst dann dort noch Wasser, selbst wenn die Alpen­gletscher verschwunden sind. Vielleicht wird die Klimakatastrophe gar nicht so schlimm, wie es jetzt aussieht. Doch, wird sie. Das kann mich aber nicht davon abhalten, heute Bäume zu pflanzen. (pic ist von mir und cc by sa)