Es gibt auch noch gute Nachrichten

Die Unionsparteien bekommen derzeit den Missmut der enttäuschten Wohlstands-bürger zu spüren. Klar, ewiges Wachstum und grenzenlose Bequemlichkeit (und die anderen leeren Versprechen) klappen nicht so in Zeiten der Pandemie, und die traditionelle Korruption der C-Parteien kommt besonders schlecht an, wenn Millionen von uns Einkommens- und Gesundheits-verluste hinnehmen müssen. Mal sehen, ob das im September für einen Kurswechsel genügt. via katapult, die auch die Grafik aus Umfragen von Emnid gemacht haben. cc by sa nc

2021: Eine neue Hoffnung

Liebe Mitbewohner des Planeten Erde! Wir alle freuen uns über diesen willkürlich gewählten Termin eines Neuanfangs. Ok. Viele von uns blicken ausserdem voller Groll zurück auf das vergangene Jahr 2020. Bitte nicht. Ja, richtig, wir hatten im ver­gang­enen Jahr die erste kollektive Krise in unserer Lebenszeit. Weder die „Ölkrise“ 1973 noch die „Flüchtlingskrise“ 2015 waren echte Krisen, sondern nur ein Haufen Blabla. Passiert ist beide Male nichts schlimmes. Jetzt hatten wir mit Covid-19 die erste Pandemie des noch jungen Jahrtausends. Wir werden davon noch mehr sehen, wenn wir so weitermachen mit der Zerstörung unseres Planeten: Je mehr wir in Lebens­gebiete von Wildtieren eindringen, desto grösser ist die Chance, dass wir deren Viren abkriegen. Und je mehr Permafrostboden wir abtauen, desto wahrscheinlich tauen dabei auch Krankheitserreger aus einer Zeit vor Entstehung unserer Spezies auf. Viel Glück uns allen. Vielleicht kriegen wir das ja mit mRNA und anderen neuen Techno­logien in den Griff. Vielleicht hören wir auch endlich auf, Fossilbrennstoffe zu ver­wenden. Wäre echt super, danke. Ansonsten hat uns 2020 viel geschenkt: Weiterlesen

Warum Covid-19 in Taiwan keine Chance hat

Taiwan ist nicht nur das hell leuchtende Beispiel dafür, dass Demokratie und soziale Gerechtigkeit auch in ganz China herrschen könnten (wenn es dort überall freie Wahlen gäbe), sondern hat auch die Covid-19-Pandemie besser im Griff als fast alle anderen Nationen dieser Erde. In einem Land mit 23 Millionen Einwohnern (gut ein Viertel unseres Landes) verzeichnete die fortschrittliche Insel gerade mal 716 Infektionsfälle und nur 7 Tote. In Deutschland zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung: 1.218.524 Fälle und 19.932 Tote. Wie schaffen das die Taiwan-Chinesen? Durch konsequentes Testen seit Anfang Januar und durch konsequente Quarantäne. Wer sich nicht zuhause isolieren kann, nutzt eines der 56 Quarantänehotels (umgerechnet 70-150 € pro Tag). Nun hat ein dort untergebrachter Philippine (in dessen Land Covid besonders schlimm wütet) sein Zimmer laut Überwachungsvideo auf dem Flur für 8 Sekunden verlassen und wurde deshalb mit einer Strafe von 100.000 New Taiwan Dollars, umgerechnet 2924 Euro belegt. Ich denke, das würde auch hier dabei helfen die Pandemie zurückzudrängen: Jeder der als infiziert getestet wurde oder in Kontakt zu Infizierten war muss mindestens 14 Tage lang in Quarantäne bleiben. Wer vor die Tür geht, und sei es nur für 8 Sekunden: 3000 Euro Strafe. In Abwandlung der Parolen des grossen Mao-Tsedong möchte ich ausrufen: „Von Taiwan lernen, heisst siegen lernen“. Oder so. Bleibt gesund.

Happy Birthday, SarsCov2!

Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, hat unser derzeitiger Lieblingsvirus, liebevoll auch „Corona“ gerufen, sein erstes Lebensjahr vollendet. Am 17. November 2019 (also vorgestern at the time of writing) wurde der erste Fall der neuen Covid-19 Krankheit in der chinesischen Hubei-Provinz dokumentiert. Seither jagt diese neue Pest um den Globus, bringt Hunderttausende (bald Millionen) von Menschen um und spaltet die Gesellschaft in eine Mehrheit von Vernünftigen, die auch unter Stress nicht vergessen, dass unsere Zivilisation, unser Wohlstand und unsere Sicherheit auf Wissenschaft beruhen – und eine Minderheit, die sich krampfhaft am Glauben festklammert, dass doch in Wirklichkeit alles nicht so wäre, dass es keinen Virus gäbe, oder dass er nicht so schlimm sei, oder dass man doch gar keine Masken tragen müsse, weil diese doch eigentlich wirkungslos seien, dass man sein gewohntes Leben gar nicht ändern müsse. Diese Minderheit fällt einer menschenverachtenden Propaganda zum Opfer, nachgewiesenermassen produziert von den Think Tanks (PR-Agenturen) der Milliardäre, die keine noch so winzige Schmälerung ihrer Profite hinnehmen wollen. Und jetzt die gute Nachricht: Wenn erst einmal eine ausreichend grosse Anzahl, also rund 70 %, gegen Covid-19 geimpft ist, sind die Übertragungs­ketten unterbrochen und die Pandemie vorbei. Das wird womöglich erst 2022 erreicht sein, aber dann haben wir unser „normales Leben“ zurück. Die wenigen Prozent Propagandaopfer in der Bevölkerung werden damit schon irgendwie klarkommen. Happy Birthday, Baby Corona! pic chetmakes1 cc0

Neulich im äusseren Orion-Arm

Ich finde, die anhaltende Pandemiesituation, also diese Zombie-Epidemie ohne Zom­bies, steigert das Bedürfnis nach Eskapismus ins Astronomische. Entsprechend hab ich mich in den letzten 7 Monaten von Eve Online (das aber letztlich nur im imperialen Massstab mit gigantischen Raumschlachten Sinn macht, also nicht für mich), Star Traders Frontiers (wie ein Boardgame auf PC und sehr, sehr unterhaltsam), Halcyon 6 (Pixelretrocharme und alberne Aliens), bis zurück zu Elite Dangerous gehangelt. Letzteres geniesse ich seit 3 Jahren wiederholt und in unterschiedlichen Rollen, ein­schliesslich mehrerer Rerolls und eines Zweit-Chars. Weiterlesen

Corona blüht wieder, Söder auffallend still

Die neuen Zahlen sehen gar nicht so gut aus. Die Ansteckung mit dem SarsCov2 Virus nimmt in Deutschland wieder zu. Brennpunkt ist wieder Bayern, wo nicht nur Fleischfabriken für Ausbreitung von Covid19 sorgen, sondern auch Gemüsefabriken. Allerdings kein Spargel, sondern anderes Grünzeug, aber wie in den anderen Fällen unter den „Erntehelfern“ und „Saisonarbeitern“, also Leuten, die aus Osteuropa nach Deutschland kommen, um hier für wenig Geld und unter unzureichenden Hygienebedingungen zu arbeiten. Der Virus heisst hier nach wie vor Kapitalismus, Corona kam da nur erschwerend dazu. Auffallend still ist der südliche Sonnenkönig Markus Söder, der zu Anfang der Pandemie mit markigen Worten einen enormen Zustimmungszuwachs für seine bayrische Korruptionspartei einfahren konnte. Die völlig ungeregelte Lebensmittelindustrie, also das, was man im Bayern „Bauernstand“ nennt, hält die Pandemiegefahr weiter real. Der Staatsregierung unter Söder fällt dagegen nichts besseres ein, als Corona-Grenzkontrollen für Einreisende und Urlaubsrückkehrer anzukündigen. Egal – Landtagswahlen sind im texanischsten Bundesland der BRD erst wieder in drei Jahren, bis dahin haben alle alles vergessen, oder? Bleib aufmerksam, und bleibt gesund. Apropos: Ich hab mir auf ner Kleinanzeigenwebseite sehr schöne selbstgenähte Mundnasenmasken besorgt. Macht das doch auch, wenn ihr (wie ich) keine selber machen könnt. Zahlen rki pic mohamed Hassan cc0

Teigwaren gegen die Pandemie

xkcd erklärt wieder alles.

Corona: Der Hammer und der Tanz

Vor einer Woche hat der US-Experte Tomas Pueyo seine Zusammenfassung zu Corona gepostet, hier ist der zweite Teil, auch übersetzt (Danke @ Christina Mueller). In einem Satz: Wenn wir so umfassende Massnahmen durchführen wie Südkorea, Taiwan, Japan, ist die Pandemie in ein paar Wochen vorbei. Wenn wir zögern (was wir bisher getan haben) dauert es Monate. Aber alles ist besser als Millionen Tote (in Deutschland). Also keine Panik, nicht depressiv werden, zuhause bleiben, endlich alle Filme sehen (mit Google findet man nicht alles, die kleineren Suchmaschinen sind hier meistens besser), Musik hören, Games spielen. Bleibt gesund!

Schweinegrippe-Pandemie: Todesgefahr schon bei 0,00075 Prozent

Nachdem in der vergangenen Opfer der sechste Bundesbürger an den Folgen der „Schweinegrippe“ gestorben ist, liest man in manchen besonders vom Auflagenrückgang betroffenen Medien von einer Pandemie.

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