Der Dunning-Kruger-Effekt, die AfD und das Ende der Menschheit

Im Jahr 1999 veröffentlichten die Psychologen David Dunning und Justin Kruger ihre Zusammenfassung mehrerer Untersuchungen „Unskilled and Unaware of It: How Difficulties in Recognizing One’s Own Incompetence Lead to Inflated Self-Assessments“, in der sie zeigten, dass alle Menschen ihre eigenen Fähigkeiten und Kenntnisse zu einem Thema nur an eben diesen vorhandenen Fähigkeiten und Kenntnissen messen können. In anderen Worten: Wenn ich überhaupt keinen Plan habe, wie kompliziert eine Sache wirklich ist, halte ich mein eigenes Wissen für… gar nicht so schlecht. Das erleben wir täglich auf nahezu allen Gebieten. Beim Autofahren. Fremdsprachen. Sport. Gaming. Aber bis hierhin ist das alles noch lustig. Weiterlesen

Persönlichkeitsanalyse Online

Wie kreativ bist du? Wie sehr lebst du in der Gegenwart? Was kann dir ein künstlich intelligenter Psychologe über dein Innenleben sagen? Die Kreativagentur Format hat zur Beantwortung all dieser wesentlichen Fragen einen Chatbot aufgestellt, der dir eine Reihe von seltsamen Problemstellungen unterbreitet, um anschliessend ein noch seltsameres Resumee über dich zu ziehen. Ja, in englischer Sprache, aber definitiv ein unterhaltsamer Ausblick auf den aktuellen Stand der Chatbotforschung. Sprecht hier selbst mit dem Doktor.

Die Krise der Humanwissenschaften

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Wissenschaften, die den Menschen beschreiben (im Gegensatz zu Natur­wissen­schaften, die sich mit Messbarem beschäftigen) haben das Problem, dass widerwillig finanzierte Studien bedauerlich oft weder eindeutige Ergebnisse liefern noch wiederholbar sind. Wenn man also die selbe Studie zu einem anderen Zeitpunkt durchführt, kommt gerne mal was anderes dabei raus. Unter diesem Problem leiden Medizin, Kulturforschung, Psychologie, und aus letzterer Disziplin kommt aktuell ein griffiges Beispiel von der University of Pennsylvania. Weiterlesen

Studie: BDSM macht ausgeglichen und zufrieden

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Eine Forschungsarbeit der Nyenrode Business Universiteit im niederländischen Breukelen macht klar, dass BDSM Sex („Bondage & Discipline, Dominance & Submission, Sadism & Masochism“) keineswegs eine pathologische Abscheulichkeit darstellt. Im Gegenteil. Die Psychologen Andreas A.J. Wismeijer und Marcel A.L.M. van Assen befragten 902 Personen und wandten dabei standardisierte Tests an. Wer BDSM ausübt, ist im Vergleich mit Personen, die das nicht tun, weniger neurotisch, extrovertierter, offener für neue Erfahrungen, mehr vom Gewissen bestimmt, aber auch eigenwilliger. Weiterlesen

Psychopathen werden am liebsten Chef, niemals Pfleger

Professor Kevin Dutton

Psychopathen sind nicht zwingend Massenmörder, sondern können auch andere Berufe ergreifen. Sie sind in der Regel furchtlos, skrupellos, selbstsicher, konzentriert, charmant und emotional gestört – alles Voraussetzungen für unbedingten Erfolg in der kapitalistischen Gesellschaft. Der britische Psychologe Kevin Dutton (pic) erläutert diesen Zusammenhang in seinem Buch “Psychopathen” (“The Wisdom of Psychopaths“) und stellt eine Rangliste der beliebtesten und unbeliebtesten Berufe für Psychpathen auf: Weiterlesen

Studie: Videospiele behindern das Lernen

Wissenschaftler der Denison University in Ohio verteilten nach einer Zufallsauswahl Playstations an 64 Jungs im Alter zwischen 6 und 9 Jahren, die bisher keine Konsole besassen.

Der an der Studie beteiligte Psychologe Robert Weis fasst zusammen: „An Videospielen ist grundsätzlich nichts Schlechtes“. Weiterlesen

Studie: Intelligente Frauen haben mehr vom Sex

090513violetblue_selfportraitNa, endlich erforschen sie mal was richtiges. Anders gesagt: Die britischen Psychologen Andrea Burri und Tim Spector vom King’s College in London haben durch Befragen von 2.035 freiwilligen weiblichen Zwillingen im Alter von 18 bis 33 Jahren herausgefunden, Weiterlesen