Der Papst als Raubkopierer

Die Überschrift fasst das Thema natürlich in sehr plakativ verkürzter Weise zusammen. Die Fakten: Avast hat ein kostenloses Antivirenprogramm (benutz ich auch grade, scheint zu funktionieren) und eine Pro-Version für Geld. Weiterlesen

Jesus als Pirat

Nur für den Fall, dass der eine oder andere geneigte 11k2-Leser Leute kennt, die der christlichen Ideologie nahestehen: Im Grundsatzprogramm dieser Bewegung sind Aufforderungen zu kriminellen Handlungen enthalten, wie hier im konkreten Fall Food-Sharing: Der mythische Religionsgründer J. Christus soll, unbestätigten Berichten zufolge, aus einem Fisch und einem Brot Nahrungsmittel für Tausende raubkopiert, und dadurch der Fisch- und Brotindustrie Milliardenverluste zugefügt sowie Tausende von Arbeitsplätzen vernichtet haben. (via boingboing)

Raubkopie ohne Raub: Wo das Urheberrecht versagt

In Rostock ging vorgestern eine 52jährige Frau in einen lokalen Elektromarkt, holte ihr Notebook aus der Tasche und fing an, dort angebotene Musik-CDs auf die Festplatte zu kopieren. Der Haushaltsdetektiv alarmierte die Polizei, diese nahm das Notebook an sich und erstattete Anzeige wegen Urheberrechtsverletzung. Weiterlesen

Piratenpartei: Umbenennen oder Kurs halten?

Nach der NRW-Wahl gabs lange Gesichter bei einigen Mitgliedern der Piratenpartei: Das Wahlergebnis lag knapp unter dem der Bundestagswahl, und nicht wie erhofft deutlich darüber. Prompt gab es Parteiaustritte (u.a. das kontroverse Ex-Mitglied des Bundesvorstands, Stefan „Aaron“ König) und Vorschläge zur Umbenennung. Wolfgang Michal forderte gestern auf Carta gleich mal den neuen Namen „Deutsche Digitale Partei“ ein. Weiterlesen

Offiziell: Daten kann man nicht stehlen

Wir alle müssen uns bei der bayrischen Justizministerin Beate Merk sehr bedanken. In einem Artikel in einer kleineren Münchner Tageszeitung schrieb sie nämlich: „Da Daten anders als Autos oder Handys keine Sachen sind, kann man sie nicht stehlen.“ Ahhh! Das ist die Lösung! Also Schluss mit dem „Raubkopier“-Irrtum, mit „Piraterie“ und überhaupt illegalen Downloads und all diesen Dingen. Sind ja keine Autos oder Handys. Weiterlesen

Plagiatkopieverbrecher

Sehr schöner Beitrag zur Plagiatsdiskussion um Helene Hegemann (siehe 11k2) auf der TAZ, „Wir haben abgeschrieben“: „Johann Sebastian Bach, Komponist: Unter anderem ist mein Concerto in a-Moll eigentlich nur eine Orgelbearbeitung von Vivaldi. Weiterlesen

Turiner Grabtuch raubkopiert

091006Turiner_GrabtuchDas angebliche Grabtuch des angeblichen Erlösers und bekanntesten Palästinensers aller Zeiten, Jesus Christus wurde von Luigi Garlaschelli, Professor für organsiche Chemie an der Universität Pavia raubkopiert. Also: Nachgemacht. Indem er ein Leinenlaken über einen Versuchsteilnehmer legte, das Tuch mit einer ganz schwach säurehaltigen Lösung benässte und danach Pigment drüberkippte. Sieht genauso aus. Das Original stammt übrigens und laut Radiokarbonmessung aus der Zeit von 1260 bis 1390. Ich schätze, Herr Garlaschelli zieht jetzt einen schwunghaften Reliquienhandel auf. (reuters) (pic pd)

Musikindustrie einfach erklärt

Der Vorhang geht auf. Über der Bühne steht in krakeligen Lettern: 11k2. Das Publikum hustet und scharrt mit den Füssen. Man erblickt einen prall gefüllten Rupfensack am Bühnenrand. Rascheln hinter dem Bühnenbild, durch einen Spalt kann man bunte Kostüme erkennen. Im Programmheft steht was von „Musikindustrie“, keiner weiss genau Bescheid. Eine Gestalt tritt auf:

DifferentStars, sie trägt ein goldenes Krönchen und ein blaues Kleid: „Oh weh! Die armen Musiker sind bestohlen worden und müssen jetzt bitterlich Hunger leiden! Da liegt er ja, der Sack voller illegaler Downloads!“ Weiterlesen

Musiker bedankt sich bei Piraten

Steve Knightley vom erfolgreichen britischen Folk-Duo „Show of Hands’“ vertritt eine Position, die der offiziellen Industriepropaganda völlig widerspricht. Auf Konzerten unterhält er sich gerne mit Fans und erfuhr dort, dass viele durch privat kopierte CDs zur Band kamen. Er sagt: „Man kann Piraterie dazu sagen, aber ich nenne es einen Akt der Grosszügigkeit, und auf jeden Fall vergrössert es unser Publikum und unsere CD-Umsätze. Ich glaube, der offizielle Begriff dafür ist ‚virales Marketing‘, und wir sind wirklich abhängig davon.“ Endlich hat’s mal einer kapiert. Naja, nicht nur einer. Es gibt inzwischen viele Musiker, die den Blödsinn, jede Kopie wäre ein Diebstahl, nicht mehr glauben.