Hör mir zu, ich bin ein Mensch

Street Artist Mark Titchner hängt in Manchester diese Plakate auf, um auf die Situation der Refugees in der alten Industriestadt hinzuweisen. „Hör mir zu. Ich bin ein Mensch. Ich habe Angst.“ „Hör mir zu. Ich will arbeiten. Ich will Steuern bezahlen.“ „Hör mir zu. Wie soll ich leben wenn meine Gedanken im Gefängnis sind?“ „Hör mir zu. Ich überstehe den heutigen Tag ohne zu wissen was morgen ist.“ Das ist eine sinnvolle Aktion. Aber was wäre, wenn wir diese Plakate, übersetzt, an den Strassen und Plätzen von Bautzen oder Görlitz anbringen? Oder in den multiethnischen Banlieues unserer Grossstädte? Oder in den ruhigen, grünen Villenvierteln gleich nebenan? Was sagen wir, wenn Mark uns diese Fragen stellt? Weiterlesen

Deportationstrauma

Die schwedischen Gesundheitsbehörden verzeichnen eine anhaltende Epidemie mit vielen hundert Kindern als Opfer, apathisch bis zum Verhungern. Ausgelöst durch die Nachricht, sie würden mit ihrer Familie in das ursprüngliche Herkunftsland deportiert werden, weil der Asylantrag letztendlich abgelehnt wurde. Die Krankheits­fälle werden seit Beginn des letzten Jahrzehnts berichtet. Bislang konnte verhindert werden, dass ein Kind in Schweden daran gestorben wäre. Auch wenn die zwischen 7 und 19 Jahre alten Opfer mitunter jahrelang nicht in der Lage sind, zu essen, zu sprechen oder sich zu bewegen. Weiterlesen

6500 Refugees an einem Tag gerettet

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Die italienische Küstenwache hat gestern, unterstützt von EU-Schiffen, 6500 Refugees aus dem Mittelmeer zwischen Libyen und Italien gerettet. Das ist die gute Nachricht. Und vorgestern waren es 1100. Die schlechte: 2700 sind allein in diesem Jahr bei dem Versuch, nach Europa zu fliehen, ertrunken. 105.000 haben es seit Jahresanfang mit dem Boot nach Italien geschafft. Die Schutzsuchenden kommen vorwiegend aus Eritrea und Somalia, zwei gescheiterten ostafrikanischen Nationen. Nachdem dort Bürgerkrieg und Hunger herrscht, werden wohl weiter Verzweifelte versuchen, in Europa zu überleben. Alternativ könnte die EU ja auch etwas dafür tun, um die Verhältnisse in diesen Ländern zu verbessern. via tagesschau, beispielbild Irish Defence Forces cc by

Wo die Wagenknecht Recht hat

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Man muss nicht alles toll finden, was Sarah Wagenknecht, Co-Fraktionschefin der Linken im Bundestag erzählt. In diesem Fall hat sie allerdings einen Punkt. Damit nämlich, dass sich die eiserne Merkel Berge von Sympathiepunkten in der Mitte unserer Gesellschaft und im Ausland abgegriffen hat, in dem sie angesichts zunehmender syrischer Refugees so tat, als würde sie etwas tun. Zitat: „Wir schaffen das“. Tatsächlich hat sie aber nichts getan, sondern eine Spaltung unserer Gesellschaft gefördert. Die Syrer werden geduldet und müssen unterhalb Hartz-4-Niveau abwarten, bis sie wieder zurückgehen können, während sie von der rechtslastigen Hälfte unserer Bevölkerung wie Scheisse behandelt und ihre Familien zuhause im anhaltenden Stellvertreterkrieg weiter ermordet werden. Weiterlesen

Wie man in Kanada Refugees empfängt

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Ok, das ist einfach mal gut gelaufen. In Kanada, ähnlich wie Deutschland eines der reichsten Länder der Erde, nimmt man seine Verantwortung als zivilisierte Nation wahr und beherbergt syrische Heimatvertriebene. Weil es zu weit zum laufen ist, dürfen die Syrer einfliegen und werden zunächst in einem Hotel in Vancouver untergebracht. In dem gleichzeitig eine Furry-Convention stattfindet. Ihr könnt euch denken, dass die syrischen Kinder sich besonders willkommen gefühlt haben. Weiterlesen

Refugees in, Nazis out

Das hier ist ein inoffizielles Video von den Dreharbeiten zum nächsten Vid von Pussy Riot: „Refugees in, Nazis out“. Die russische Grrrl-Band hat mit ihrem Engagement gegen die Putin-Diktatur in ihrem Heimatland und nachfolgendem Gefängnisaufenthalt verstärkt Streed Cred eingefahren und wurde deswegen von Banksy eingeladen, ihr Vid im inzwischen wieder abgerissenen Dismaland zu drehen. Der dazu gehörige Song vermittelt die Aufforderung, die Refugees in Europa zu integrieren, selbst wenn es dazu eines Aufstands gegen die Staatsmacht bedarf. Ja, ok. via wired