Die RIAA bedroht den technischen Fortschritt

Ron Wyden, demokratischer Senator aus dem US-Bundesstaat Oregon, erklärte auf der aktuellen Web 2.0 Konferenz in San Francisco, die Unterhaltungs-Industrie sei heute die grösste Bedrohung für den technischen Fortschritt. Er sagte wörtlich: Weiterlesen

Gedankenverbrechen des frühen 21sten Jahrhunderts

Wir begehen Verbrechen, ohne es zu wissen. Das wird uns vor Gericht nicht helfen. Auch nicht die Ausrede, das diese Verbrechen ja gerade ganz neu erfunden seien, und bis gestern noch keine waren. Trotzdem schuldig. Beispiele? Hier: Weiterlesen

Filesharing tötet Musiker

Jim Urie, Präsident der Universal Music Group Distribution, schrieb in einem offenen Brief an den US-Kongress: „Der Online-Diebstahl von Musik tötet Künstler, Sänger, Komponisten, Musiker, Einzelhändler, Tontechniker und andere“. Weiterlesen

Die Musik einer vergangenen Ära

Offizielle Zahlen der weltweiten Tonträger-Vertriebslobby: 2010 wurden weltweit Musikaufzeichnungen (physisch und Download) im Wert von 3,95 Milliarden Euro verkauft, und damit 10.9 % weniger als noch 2009. Knapp vier Milliarden für alle CDs, Vinylplatten, Musikvideos, Singles, Downloads zusammen? Selbst wenn man mit einkalkuliert, dass hier nur von Musik die Rede ist, die von den vier Majors ausgeht, und damit lokale asiatische, afrikanische, arabische Musik ausser Acht lässt, ist das garnichts. Volkswagen allein braucht knapp 14 Tage, um so einen Umsatz zu machen. Dazu ändert sich das Geschäftsmodell der RIAA drastisch: Weiterlesen

Limewire und das Ende der Piraterie-Lüge

Piraterie ist eine Lüge, Filesharing bewirkt gar nichts, und hier ist der letzte noch fehlende Beweis dafür. Wir wissen, dass es der RIAA gelungen ist, eine der letzten klassischen Tauschbörsen aus dem Netz zu klagen: Limewire. Weiterlesen

Die Musikindustrie im Direktvergleich mit der Realität

Beim täglichen Tech-Nachrichtenüberblick fiel mir heute diese Grafik auf: Die Umsätze der weltweiten Tonträgerindustrie von 1973 bis 2009. Die nackte Wahrheit. Weiterlesen

Ein Leben nach dem Tod: Limewire

Wie lange geht das noch so? Die Tonträgerindustrie, vertreten durch die US-Lobbygruppe RIAA, hat auf ihrem langen Marsch in die digitale Gegenwart einen weiteren Pyrrhus-Sieg errungen: Limewire, der US-Anbieter des gleichnamigen Gnutella-Filesharing-Clients, muss nach einem aktuellen Beschluss des New York District Court sämtliche Geschäftstätigkeiten mit der genannten Client-Software einstellen. Das verurteilte Unternehmen hat erklärt, dieser Aufforderung nachzukommen und statt dessen einen rechtlich unbedenklichen Musikservice einzurichten. Weiterlesen

Kinderpornografie, Filesharing und Netzneutralität

Die Musikkonzernlobby RIAA hat einen „offenen Brief“ an Google geschrieben, um darin die aktuelle Diskussion um die Netzneutralität zu kommentieren. Wir lesen: „Die von uns repräsentierte Musikbranche glaubt, dass es von zentraler Bedeutung ist, durch geeignete Ordnungsvorgaben Internetprovider und andere vermittelnde Organisationen dazu aufzufordern, Massnahmen gegen illegale Aktivitäten wie Urheberrechtsverletzungen und Kinderpornografie zu ergreifen“. Weiterlesen

Radioempfang in Mobiltelefonen gesetzlich verankert

Und in MP3-Playern, Slates (Tablet PCs) oder anderen kleinen Mobilgeräten. Wo? In den USA? Ab wann? Das ist noch unklar. Jedenfalls bemühen sich die Musikkonzernlobby RIAA und die Lobby der kommerziellen US-Radiosender NAB gemeinsam beim US-Kongress um eine solche gesetzliche Vorschrift. Weiterlesen

Pirate Bay: Unkaputtbar

Nachdem die heissblütigeren unter den 11k2-Lesern (..will hier mal keine Namen nennen) bereits die frohe Kunde verbreitet haben, will ich doch gleich das besagte Bild nachliefern. Die Story dazu: Weiterlesen

Es ging nie um die Urheber: IIPA

Ein gängiges und bewusst am Leben gehaltenes Missverständnis in der anhaltenden Urheberrechtsdebatte ist die Vorstellung, es ginge hier tatsächlich um die Rechte der Künstler, Erfinder, Urheber. Auch wenn das von nahezu sämtlichen Diskussionsteilnehmern so dargestellt wird. Konkreter Fall: Die International Intellectual Property Alliance (IIPA), Dachorganisation für Lobbygruppen wie RIAA/IFPI, MPAA und BSA, empfiehlt der US-Regierung, Indonesien (und einige andere Staaten) als besonders problematisch einzustufen. Warum? Weiterlesen

Jammie Thomas: Neue Verhandlung

Der zentrale US-amerikanische P2P-Prozess der RIAA gegen die alleinerziehende Mutter von vier Kindern, Jammie Thomas, geht in die dritte Runde, nachdem die Tonträgerlobby nicht akzeptieren will, dass der Richter die Schadensersatzsumme für 22 mutmasslich getausche Songs von 1,92 Millionen auf 54.000 US-Dollar senkte. In der ersten Verhandlung war noch von 222.000 US-Dollar die Rede gewesen. Weiterlesen

Verizon testet 3-Strikes

091116verizonUnblutig. Zunächst mal. Der zweitgrösste us-amerikanische Telekomanbieter Verizon will zukünftigt Briefe der RIAA weitergeben, in welchen der jeweilige Empfänger des illegalen Filesharens beschuldigt wird.

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100 Jahre der Angst: Technik ist Diebstahl

091013tpb_postIm Jahr 1906 warnte der bekannte US-amerikanische Komponist John Philip Sousa, die aufkommende Mechanisierung durch Grammophone und automatische Pianos würde die Amateurmusik zerstören. Also, das selber Singen. Weswegen dann die Musikverlage keine gedruckten Notenblätter mehr verkaufen könnten und die Komponisten verhungern müssten. Weiterlesen

Der neue US-Radiokrieg

090818radioIm (nach Selbsteinschätzung) Greatest Country On Earth beharken sich derzeit Musiklobbyisten (RIAA, musicFIRST) und die Radiosender; jetzt wurde die US-Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC) eingeschaltet. Sie soll eine Untersuchung durchführen, die Lobby wirft den Radios nämlich vor, Songs von Musikern nicht mehr zu spielen, die eine Vergütung für Airplay fordern. Anders als etwa hierzulande müssen Radiosender in den USA keine Tantiemen für ausgestrahlte Musik bezahlen; für die Musiker kein Nachteil, weil diese Weiterlesen

Joel Tenenbaum muss 650.000 bezahlen

090801joel_tenenbaumWeil er vor einigen Jahren zugegebenermassen 30 Songs über Kazaa heruntergeladen und womöglich weitergegeben hat, muss der US-Physikstudent Joel Tenenbaum laut aktuellem Gerichtsurteil 650.000 US-Dollar an die Musikkonzerne bezahlen. Nicht etwa an die Musiker oder Komponisten. Gut gemacht, US-Justiz, ihr habt wieder ein paar Millionen Teenager von eurem Wertesystem isoliert: „us vs. them“. (via ars technica)

Joel Tenenbaum bekennt sich schuldig

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Im zweiten grossen P2P-Prozess der USA hat der des Filesharing angeklagte Joel Tenenbaum heute erklärt, er habe die fraglichen 30 Songs bewusst aus dem Kazaa-Netzwerk heruntergeladen, und diese auch bewusst zur Weiterverbreitung verfügbar gehalten. Weiterlesen

Die RIAA muss aufgelöst werden

090621mobyDer US-Musiker und Komponist Moby nimmt in seinem Blog zum Urteil gegen Jammie Thomas Stellung. Diese soll jetzt nach dem Willen der Geschworenen knapp zwei Millionen US-Dollar bezahlen. Moby sagt: „Aargh. Was für ein totaler Blödsinn. So wollen die Weiterlesen

Jammie Thomas muss 1,92 Millionen USD bezahlen

090619jammiethomaskidsDie alleinerziehende Mutter zweier Kinder wurde im neu aufgerollten Verfahren vom Bezirksgericht in Minnesota verurteilt, knapp 2 Mio. USD an Schadensersatz zu bezahlen. Was? Weil das Gericht überzeugt ist, dass die Indizienbeweise der von der Weiterlesen

Harvard Professor verklagt die RIAA auf Rückzahlung von 100 Mio USD

090526nesson-closeupCharles Nesson, Juraprofessor an der Harvard University, hat es auf die RIAA abgesehen. Er verteidigt den Studenten Joel Tenenbaum, der Piraterie als Teenager angeklagt, berät einen seiner ehemaligen Studenten K.A.D. Camara, der Jammie Thomas in einer ähnlichen Sache vertritt Weiterlesen

US-Justizministerium stärkt RIAA den Rücken

090323tenenbaumDas US-amerikanische Department of Justice, umbesetzt durch den jungen Präsidial-Hoffnungsträger Sankt Obama (Position 2 und 3 haben jetzt ehemalige Musikanwälte), mischt sich dieser Tage in ein laufendes Weiterlesen

Massenentlassungen bei der RIAA

090228seabattleDie Recording Industry Association of America entlässt Massen von Mitarbeitern. „Ein Blutbad“, wird einer der Betroffenen zitiert. „Die RIAA, wie wir sie kennen, dürfte schon kommenden Dienstag Geschichte sein“, schreibt das Musikblog Hypebot. Die neue Organisation wird aus der IFPI und den Resten der RIAA und BPI (British Phonographic Industry…) gebildet werden, die offizielle Ankündigung wird für nächste Woche erwartet. Haben die Piraten gesiegt? Wenigstens in dieser Schlacht? Arrrhh?

(hypebot via wired)

Der Koch, der Dieb, Last.fm und das neue U2-Album

090224derkochderdiebVerzeihung. Mindestens einmal pro Dekade muss man als öffentlich Schreibender einen Filmtitel des genialen britischer Filmregisseurs Peter Greenaway in einer Überschrift zitieren. Dagegen kann ich auch nichts machen. Ungeschriebene Gesetze, ihr versteht? Hier war es der 89er „Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber“, auch mit dem wundervollen Minimal-Soundtrack von Michael Nyman. Schweife ich ab?

Zurück zu U2. Wie wir schon erfahren haben, schwimmt deren neues Album “No Line on the Horizon” Weiterlesen

RIAA vs. Jammie Thomas muss nochmals vor Gericht

081231jthomasDer bisher grösste Sieg der Musikindustrie im Kreuzzug gegen angebliche P2P-Piraten wird noch einmal aufgerollt. Im Gerichtsverfahren „Capitol vs. Thomas“ wurde die alleinerziehende Mutter Jammie Thomas am 4.10.07 wegen des angeblichen „Verfügbar machens“ von 24 Songs über die Tauschbörse Kazaa zu einer Schadensersatzzahlung in Höhe von 222.000 US-Dollar Weiterlesen