Nie wieder Unkraut jäten: Tertill

Joe Jones hat vor 15 Jahren den Roomba erfunden, einen autonomen Staubsauger für Leute ohne Türschwellen, Haustiere und Sachen, die auf dem Boden liegen. Seither muss niemand mehr in seiner Wohnung Staub saugen. Ausser man ver­wendet lieber einen weit billigeren, effektiveren, konventionellen Staubsauger, und räumt gleichzeitig ein wenig auf. Was ebenfalls nicht schadet. Jetzt hat er einen ähnlichen Haushaltsrobot für den Garten erfunden (Rasenmäherrobots gibt es schon): Tertill. Weiterlesen

Die Sumokalypse (Mit Robotern)

Der in Japan beliebte Sumo-Sport, bei dem sich die Kontrahenten gegenseitig aus dem Ring drängen, hat seine spezifische Singularität erreicht: Schnell und gefährlich. Die Ringrichter müssen Schutzstiefel tragen, auch wenn die Robokalypse hier wieder mal ziemlich niedlich aussieht. Robert McGregor via kottke

Der Poet am Strand

Romantik-Robokalypse: Die derzeit in Edinburgh lebende, chinesische Industrie­designerin Yuxi Liu hat diesen Strandroboter gebaut, der autonom über den Sand rollt und Gedichte zwischen die Körnchen schreibt, wie im poetischen Video oben zu sehen ist. Und das kann er ganz ohne menschliches Zutun, und ohne weitere Rechtfertigung. Das ist natürlich wirklich poetisch, aber ich bin trotzdem froh, dass es jetzt auch dafür Roboter gibt, und wir Humanoiden deswegen einfach so zum Baden gehen können. Ohne Gedichte in den Sand schreiben zu müssen.

Roboter spielen präziser

Faszinierend, beruhigend und erschreckend. Gleichzeitig. Der schweizer Ingenieur­student Christian Schürch hat diesen Roboterarm darauf programmiert, einen Spielzug für unbestimmte Zeit auf seinem Gleis zu halten. Das veranschaulicht sehr schön die Zukunft unserer Arbeitswelt: Alle Tätigkeiten, die nicht besonders viel Kreativität oder menschliches Einfühlungsvermögen erfordern, werden in einigen Dekaden automatisiert sein. Bis dahin müssen wir uns entscheiden, ob wir lieber in einer sozialistischen Utopie oder einer postapokalyptischen Dystopie leben wollen. via kottke

Die Robokalypse und die Entschuldigung dafür, im Voraus

Der Objektkünstler Filipe Vilas-Boas lässt einen Industrieroboter Papierbögen mit „Ich darf keine Menschen verletzen“ vollschreiben, als Strafe für zukünftige Verstösse gegen die Asimov’schen Robotergesetze. Die unweigerlich eintreten werden, wenn – wie angekündigt – autonom fahrende Autos lieber Kinder überrollen als ihre Passagiere zu verletzen, Drohnen selbsttätig Leute ermorden oder auch nur weniger Ausgebildete in der Ersten Welt verhungern werden, weil Roboter alle Jobs über­nehmen. Danke an Filipe für diese Deutlichkeit.

Flippy, die leckere Robokalypse

Zuerst waren Robots (oder vorprogrammierte Montagearme) das Ende der Fliess­bandarbeit. Dann sorgten Robots (oder Bürocomputer) dafür, dass eine Sach­bearbeiterin den Job von 100 erledigen konnte. Und Robots (oder künstliche Intelligenz) machten Broker und Trader arbeitslos, weil sie effektiver an der Börse spekulieren können. Hier zeigt Miso Robotics den Burgerbratbot Flippy, der alle Fleisch- und Veggiebratlinge perfekt umdreht und an die Brötchenstation abliefert. Und damit drei Mindestlöhner ersetzt, zu deutlich geringeren Kosten. Weiterlesen

Blockchain für Containerschiffe

Informations-Leviathan IBM und Fracht-Gigant Maersk bauen gerade zusammen ein Verwaltungssystem für Frachtcontainer. Auf der Basis von Blockchain und Hyper­ledger Fabric der Linux Foundation, also ziemlich verschlüsselt und ziemlich sicher. Nachdem viele Millionen Container über den Globus unterwegs sind und eine Frachtreise bis zu 200 Kommunikationsvorgänge bei 30 Einrichtungen erfordern kann, würde das für 2017 angekündigte System den internationalen Handel auf jeden Fall sicherer, schneller, billiger machen. Und Millionen Arbeitsplätze in der gesamten Logistikbranche vernichten. via gcaptain, pic maersk