Die Robo-Burger-Kalypse hat begonnen

„Creator“ (Schöpfer) heisst sehr passend ein Restaurant, das gerade in San Francisco öffnet. Obwohl darin noch Menschen arbeiten, etwa um die Bestellung aufzunehmen, werden die Burger direkt und nach den Wünschen der Kunden zubereitet – von einer automatisierten Burger-Produktions-Anlage. Ein Burger-Bot. Der so billig produziert, das die Fleischbrötchen für 6 USD verkauft werden können (in San Fran!) und die Angestellten trotzdem 16 pro Stunde bekommen. Wir sehen: Weiterlesen

Google und die freundliche Robokalypse am Telefon

Der weisse Internetriese hat vorgestern „Duplex“ vorgestellt, eine „künstliche Intelligenz“, die telefonieren kann, etwa, um Termine für die oder den Smart­phone­besitzer/in klar zu machen. In beiden Soundbeispielen ruft die Duplex-App mit einer menschlich klingenden Stimme an (oben beim Frisör, unten im Restaurant), verwendet typisch menschliche Füllwörter und Satzmeldodien, erkennt, was am anderen Ende der Leitung gesagt wird und trägt anschliessend den Termin selbsttätig in den Kalender ein. Weiterlesen

Selbstfahrende Autos vs Modernisierungsverlierer

In Kalifornien gehören selbstfahrende und fahrerlose Autos bereits zum Strassen­bild. Das geht für die betreffenden Robofahrzeuge nicht immer gut aus. In zwei von sechs bisherigen Unfällen mir Robobeteiligung geht die Polizei von menschlicher Absicht aus, und weitere Fälle von mutwilliger Sachbeschädigung kommen dazu. Vandalismus ist eben eine typisch menschliche Eigenschaft und lässt sich schwer voraus berechnen. Das könnte die wirtschaftliche Robokalypse tatsächlich etwas verzögern. Oben im Bild (Martijn Zilverschoon cc by sa) ist übrigens der per Autostop reisende Hitchbot zu sehen, der nach unterhaltsamen Ausflügen durch Europa und Kanada in der Nähe von Philadelphia von Unbekannten zerstört wurde. guardian

Robokalypse: Worn-Out Jeans

Der Hosenhersteller Levi Strauss wird in Zukunft das angetragene Aussehen seiner besonders schicken Jeans nicht mehr durch asiatische Billiglöhner, Sandpapier und Chemikalien herstellen, sondern durch comnputergesteuerte Lasermaschinen der spanischen Firma Jeanologia. Das ist einerseits erfreulich, weil es Ausbeutung und Umweltzerstörung verringert, andererseits aber auch bedenklich, weil es die Entwicklung von der Produktiv- zur Kapitalwirtschaft bebildert: Konsumgüter werden nicht mehr von Menschen hergestellt, die dafür bezahlt werden, sondern von Maschinen, die einem Unternehmen gehören, was den Profit für die Anteilseigner noch erhöht. Entweder wir schaffen es, diesen Profit angemessen zu besteuern, oder das Leben für uns alle (ausser einigen wenigen) wird ziemlich bitter. via bloomberg, albernes beispielbild pinterest

Der Robomart überfährt auch den Laden an der Ecke

Der Schöne Neue Einkaufswagen vom StartUp Robomart kommt auf Antippen der Smartphone-App vor dein Haus gerollt. Weil der kürzlich bejubelte Amazon Go Cypersupermarkt ja noch die im Namen angedeutete Schwäche hat: Man muss selber hingehen. Mit dem Robomart soll auch das wegfallen. Ebenso wir die letzten kleinen Läden in Geh-Reichweite, oder die anderen, weniger schicken Supermärkte. Die dann alle schliessen, weil sie noch menschliche Mitarbeiter beschäftigen statt billiger Roboter. Nicht wahr, das waren noch Zeiten, als man die Robokalypse mit Arnold Schwartzenegger und einem Kofferraum voller Waffen in den Griff bekam. So einfach wird es leider nicht. Statt dessen bekommen wir Robots, die sämtliche einfachen Jobs erledigen (so dass die Hälfte aller Menschen keinen Job mehr hat) und einer Handvoll Konzerne gehören, die ihre Gewinne in Steueroasen parken. Vielleicht lassen sie uns dann wenigstens an Hunger Games teilnehmen. Vielleicht wird da ja alles gar nicht so dystopisch wie es heute aussieht. techcrunch

Menschen bitte draussen bleiben

Wofür genau brauchen die uns noch? Und „die“ sind dann nicht die Robots, sondern die Leute, denen die Robots gehören. Die brauchen uns bald nicht mehr. via mefi

Computerstimmen sind von menschlichen nicht mehr zu unterscheiden

Ein Google-Forschungsprojekt setzt zwei verknüpfte neuronale Netzwerke ein, um die menschliche Stimme zu simulieren. Das Ergebnis lässt sich, wie man sich unter dem Link hier (quartz) überzeugen kann, nicht mehr von einer menschlichen Stimme unterscheiden. Just sayin‘. pic artsybee cc0