4.721 neue Covid-19-Fälle, Streeck warnt vor Nachlässigleit

Angesichts von 4.721 gemeldeten neuen Covid-19-Infektionen und weiteren 15 Toten innerhalb eines Tages warnt auch der bekannte deutsche Virologe Streeck wie schon seine Kollegen Dr. Drosten von der Charite und Prof Wieler, Leiter des Robert-Koch-Instituts, vor Nachlässigkeit. In einem Interview mit der Deutschen Welle erklärte er: „Wir wissen, dass die AHA-Regeln, also Abstand halten, die allgemeinen Hygiene­regeln beachten und Alltags-Maske tragen, eine Wirkung haben und dass wir dadurch Infektionen verhindern können. Weiterlesen

Covid-19: So sieht also die zweite Welle aus

Mit 2297 Neu-Infektionen innerhalb eines Tages (von gesamt 270.070) und sechs neuen Todesfällen an einem Tag (von gesamt 9.384) haben wir einen traurigen, neuen, zweiten Covid-19-Höhepunkt erreicht. Nicht so schlimm wie im März (aber das will auch wirklich niemand) aber trotzdem ein Zeichen dafür, dass wir wieder nachlässig geworden sind. In etwa seit Beginn der Urlaubssaison gehen die Zahlen wieder nach oben. Also der Zeit, in welcher Menschen in anderen Länder fliegen, sich dort betrinken und gegenseitig ablecken (oder schlimmeres). Ja, 9 von 10 Bürger*innen finden die Corona-Hygienemassnahmen auf Nachfrage richtig, 3 von 10 würden noch mehr Hygiene begrüssen, nur einer (von 10, wahrscheinlich männlich, mittleren Alters, nach Eigenansicht vom sozialen Abstieg bedroht) findet das alles übertrieben. Dieser eine, von einer hochtourigen Propagandamaschine mit Scheinargumenten versorgt, ist das Problem: wenn einer von 10 sich der Solidarität verweigert, hat so ein Virus immernoch mehr Auslauf als gut für uns ist. Wahrscheinliche Entwicklung der nächsten Wochen und Monate: Die Realitätsverweigerer werden sich weiter der Realität verweigern, die Infektions- und Todeszahlen werden weiter ansteigen, die Schäden für Wirtschaft, Bildung, Kultur werden weiter zunehmen. Solange bis endlich ausreichend Impfstoffe zur Verfügung stehen. Diese werden dann von den Realitätsverweigerern nich angenommen, was aber in diesem Fall nicht so schlimm ist, weil ja dann nur noch die Besserwisser und Wirrköpfe sterben, nicht mehr die Verantwortungsvollen. Aber bis dahin werden wir eine harte Zeit haben, mit vielen Einschränkungen, die wir dann einer kleinen Gruppe von unsozialen Individuen verdanken. Vielleicht lernen wir (9 von 10) ja daraus.

Stand der Forschung: Covid-19 ist eine Gefässkrankheit

Eine massive Untersuchung von 40.000 Gensequenzen aus 17.000 Proben durch den Summit Supercomputer am Oak Ridge National Lab in Tennessee ergab, dass der SarsCov-2 Virus in erster Linie die Ausschüttung von körpereigenen Stoffen wie Bradykinin bewirkt, die unsere Adern undicht machen, so dass Stoffe in falsche Gegenden des Körpers gelangen können. Lungen füllen sich mit Flüssigkeit, die dann geliert und ein Atmen selbst mit Sauerstoffgeräten unmöglich macht, Organe entzünden sich, das Gehirn erhält falsche Lieferungen und entwickelt neurologische Probleme. Ein Lösungsweg könnte daher sein, das Bradykinin-Ungleichgewicht zu adressieren, um den infizierten Körper vor den mitunter schrecklichen Folgen zu schützen. Auf jeden Fall ist Covid-19 eines nicht: Eine Grippe.

Thomas Smith, elemental. pic Anna Shvets cc0

Covid-19-Folge: Chronisch herzkranke Kinder

Ein Team von Medizinern an der University of Texas untersuchte 662 MIS-C-Fälle (Multisystem inflammatory syndrome in children, Multi-Organ-Entzündungssyndrom bei Kindern) als Folge von Infektionen mit SarsCov-2 und fand, dass keines der Kinder die bekannten Lungenerkrankungssymptome zeigte. Allerdings stellten sich nach einigen Wochen andere schwere Probleme ein, so dass 71% der Kleinen in die Intensivstation gebracht werden mussten, 60% Anzeichen eines physischen Schocks, zu 100% Fieber und zu zwei Dritteln Magendarmsymptome zeigten, die Hälfte Herzstörungen im EKG hatten, zu 22% künstlich beatmet werden mussten. Von den kleinen Patienten starben 11. Etwa ein Viertel der Kinder hatte Übergewcht, was nach Ansicht der Kinderärzte ein Risiko darstellt. Die Überlebenden haben nach Tests ein 50faches Risiko für Herzinfarkte. Auch deswegen müssen wir die Ausbreitung des SarsCov-2-Virus stoppen und alle Träumereien von einer „Herdenimmunität“ schnellstens vergessen. Schon wegen der Kinder. uthealth, pic anestiev cc0