Frauenrechte: Saudi-Arabien vor USA

Nicht in allen Punkten, und nicht in allen Bundesstaaten. Aber die US-Staaten Alabama und Georgia, beide enorm christlich motiviert, haben Abtreibungsgesetze, die Frauen weniger Luft zum Atmen und Gelegenheit zur freien Entscheidung geben, als Saudi-Arabien, der düsterste Teil unserer arabischen Schwesterkultur. In Ländern wie dem Iran, Syria, Palestina, den Emiraten oder Irak ist sind Leben und Gesundheit der Frau ebenso gültiger Grund für einen Schwangerschaftsabbruch wie erlittene Gewalt, in Tunesien oder der Türkei ist die Selbstbestimmung über einen Abbruch in den ersten drei Monaten völlig frei, danach entscheiden Gesundheitsaspekte. In den oben genannten, besonders christlichen Bundesstaaten ist es übrigens Musliminnen nicht möglich, auf die hier frauenfreundlichere Scharia zu verweisen; das wird durch neue Gesetze eigens ausgeschlossen, wie die israelische Tageszeitung Haaretz am Wochenende berichtete. via quartz, pic rawpixel cc0

Robots: Mehr Bürgerrechte als Frauen

In der vergangenen Woche verlieh das mittelalterlich geprägte Öl-Königreich Saudi Arabien im verzweifelten Versuch, modern zu wirken, einem Robot die Bürgerrechte: Sophia, gebaut von Hanson Robotics, Hong Kong. Wie Kat Hall im Register richtig anmerkt, hat dieser Robot ab der ersten Sekunde im Wahabitenreich mehr Rechte als Frauen. Keine Gesichtsverhüllung, keine männliche Begleitung. Unser wichtiger Handelspartner und Verbündeter im Nahen Osten schafft damit unerwartet eine ganz eigene Singularität: Weiterlesen

Die Wahrheit über 9/11 (continued)

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Oder zumindest ein winziger Teil davon. Hier ist jedenfalls der bisher zurück­ge­haltene Bericht (mit nur ganz wenig Schwärzungen) zum Anschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001. Einschliesslich der bis jetzt noch geheimen 28 Seiten. Mit dabei: Die Unterstützung mutmasslicher Attentäter durch Mitglieder des saudischen Königshauses. Aber lest selbst…

Der Anschlag auf das World Trade Center und die saudischen Prinzen

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Ein wei­teres Mal haben sich Aluhüte als unge­eignetes Mittel zur Realitäts­stabilisierung erwiesen: Wie die britische Tageszeitung Guardian neulich unter Berufung auf John F. Lehman (pic oben), ein Mitglied der 9/11-Unter­suchungs­kommission berichtete, gab es eine Menge („an awful lot“) an Beteiligung an den Anschlagsvorbereitungen durch hochrangige Mitglieder der saudi-arabischen Regierung, und damit des Königshauses. Einer davon, Fahad al-Thumairy, war als Diplomat in der saudischen Botschaft in Los Angeles tätig gewesen. Man hatte ihn nach dem Anschlag des Landes verwiesen, jedoch keine weitere Ermittlungen gegen ihn eingeleitet, obwohl ihm nachgewisen wurde, dass er Verbindungen zu am Anschlag beteiligten Personen hatte. Statt dessen wurden Mitarbeiter entlassen, die solche Verbindungen zu intensiv untersuchten. In Folge dessen sei die saudische Beteiligung am World-Trade-Center-Anschlag bis heute nicht aufgeklärt. Subjektive Zusammenfassung: Sicher wissen wir nur, dass wir von allen offiziellen Stellen belogen werden. guardian, pic isi

Syrien als Schachbrett, der islamische Staat, und der Anschlag von Paris

Die US-Neo-Journalismus-Seite Vox.com erklärt in diesem Video überraschend präzise, warum der „Islamische Staat“ immer noch existiert, obwohl er so gefährlich ist: Wegen des geostrategischen Schachspiels, das in Syrien gerade abläuft. Der Konflikt zwischen der US-Expansion in bisher russlandfreundliche Länder wie Syrien, der russischen Interessensphäre und den Regionalmächten wird mit dem Blut der lokalen Bevölkerung, und zu einem geringen Teil mit EU-Finanzen bezahlt. Weiterlesen

Nuklearmacht Saudi-Arabien

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Damit das nicht untergeht: Das Wüstenkönigreich, dem wir den Aufstieg der Wahabiten (a.k.a. Salafisten), der Al Qaeda und des ISIL verdanken, hat gerade von Frankreich neben anderen Rüstungsgütern wie Helikoptern und Schnellbooten auch die „Machbarkeitssstudien“ für zwei EPR-Atomkraftwerke plus Schulung für den Umgang mit radioaktivem Abfall gekauft. Paketpreis 10,7 Milliarden Euro. defensenews via vice, pic pd

Der Lausanne-Vertrag und der Frieden im Nahen Osten

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Womöglich hat sich Barack Obama die Friedensnobelpreis-Vorschusslorbeeren von 2009 jetzt verdient, indem er für die politische Einigung mit dem Iran eine ausreichend grosse Lobby in den USA zusammenstellte. Selbst zum Preis eines vorübergehenden Bruchs mit der israelischen Regierung, was ebenfalls eine diplomatische Sensation darstellt. Weiterlesen