Müssen Computer uns sagen, wo Frauen benachteiligt werden?

Und müssen sie uns erst vorrechnen, dass diese Einstellung eine Menge Geld kostet? Google hat testweise seine selbstlernenden Neuronalen Netze ins Kino geschickt (bildlich gesprochen) und die jeweils umsatzstärksten Filme der Jahren 2014-16 angucken lassen. Um dann harte Zahlen zu liefern, wieviele Männer und Frauen da jeweils zu sehen waren, und wieviel Sprechzeit alle hatten. Die Ergebnisse waren… ebenso erwartbar wie ernüchternd. Zum einen hatten die Filme mit weiblichen Hauptdarstellerinnen 16 % mehr Umsatz an der Kinokasse als solche mit männlichen. Hidden Figures (Unerkannte Heldinnen, siehe pic) lag ganz vorne. Trotzdem gab’s für Frauen in den prämierten Movies nur ein Drittel Bild- und noch etwas weniger Sprechzeit. Warum ist das wichtig? Weil Filme eine wichtige kulturelle Prägung vermitteln. Vorbilder zeigen. Anregungen für die Heranwachsenden (und nicht nur die) vermitteln. Sonst wird das nichts mit der Weiterentwicklung unserer Gesellschaft. Wär schade drum, nicht? google