Firefox: Noch mehr Schutz für die Benutzer

Die Entwickler des Firefox-Browsers, Mozilla, haben eine neue Sicherheitsvorrichtung in die nächste Version des beliebten Browsers eingebaut: Total Cookie Protection. Bisher nämlich speichern alle Browser alle Cookies (kleine Textdateien, die von der Webseite an den Browser geschickt werden), im selben Ordner. Deswegen können andere Webseiten sehen, welche Webseiten du bereits besucht hast, und daraus ein Profil von dir gewinnen. Das bedeutet: Eine Webseite kann dir noch persönlichere Werbung anzeigen, nicht nur für Zahnpasta oder Freizeitbekleidung, sondern auch für manipulierende politische Propaganda, die direkt auf deine Ängste und Schwächen abzielt. Damit ist jetzt Schluss, weil Firefox in Zukunft die Cookies jeder einzelnen Webseite in einen eigenen Ordner legt. Das ist ein grosser Schritt hin zu mehr Sicherheit im Internet, und zusammen mit den bereits integrierten Sicherheits-massnahmen macht das den Browser zum sichersten seiner Art, und weit besser für deine Privatsphäre und deine Manipulierbarkeit als Chrome (von Google), Edge (von Microsoft) oder Safari (von Apple), die allesamt dein Verhalten im Internet ausspähen und auswerten, um dich damit wirtschaftlich verwertbar zu machen. Ich habe übrigens zusätzlich auf allen Geräten Firefox so eingestellt, dass er beim Beenden alle Cookies löscht, so dass ich zwar bei jedem neuen Besuch von zB Youtube auf „Ja, ok“ oder „Nein, danke, keine Cookies“ klicken muss, dafür aber als neuer Besucher ohne persönliche Vorlieben erscheine.

tl;dr Bitte verwendet Firefox, egal welches Gerät oder Betriebssystem.

Hacker wollen deinen Kühlschrank zerstören: BrickerBot

Das „Internet Of Things“ (IoT) ist eine der aktuellen grossen Verkaufsmaschen: Alles muss vernetzt und via Internet erreichbar sein. Dein Thermostat, Kühlschrank, Fernseher, deine Alarmanlage mit Videokamera, jederzeit vom Smartphone aus steuerbar. Das nennt man dann „smart“, ist es aber nicht, weil die Sicherheit dieser Internet-Dinge noch miserabler ist als die eines PCs mit Windows XP darauf. Nicht nur kann jeder Anfänger und Aushilfsagent auf solche Geräte zugreifen, auch einfache Skripte treiben die Dinge-im-Internet zu Herden zusammen und führen damit bislang ungekannt riesige Distributed-Denial-Of-Service-Angriffe aus. „Hacker wollen deinen Kühlschrank zerstören: BrickerBot“ weiterlesen

Angst und Ordnung im 21sten Jahrhundert

Die stärkste unbeachtete Kraft in unserer Gesellschaft ist die Angst vieler Menschen vor dem Leben. Vor dem, was passieren könnte. Was, wenn etwas Schlimmes eintritt, unerwartet, aus dem Nichts? Was, wenn alles schlechter wird, wenn man etwas wichtiges, jemand wichtigen verliert? Dieser Angst möchte man sich nicht stellen, weil sie das Leben unangenehm macht, vielleicht sogar unerträglich. Also möchte man Sicherheit erleben, und sei es nur das Versprechen oder der Anschein von Sicherheit. Die Versicherung, es gäbe einen Schutz vor allem, was passieren könnte. Die deutlichste Form dieses Versprechens ist die direkt sichtbare und erlebbare Ordnung. So funktioniert Werbung, so funktionieren Versicherungen (wir bezahlen Geld gegen unsere Angst), so funktioniert Politik: „Angst und Ordnung im 21sten Jahrhundert“ weiterlesen

Wie anonym bin ich im Netz? Hier der Test.

Die Electronic Frontier Foundation (EFF) hat ein Tool online gestellt, mit dem wir testen können, wie anonym wir für engagierte Werbetreibende, Schlapphüte oder andere Netzschnüffler eigentlich sind: Panopticlick. Das Problem mit der Online-Privatheit: „Wie anonym bin ich im Netz? Hier der Test.“ weiterlesen

Zombie-Cookies nisten in deinem Computer

Aus aktuellen Anlass, weil gerade eine reisserische Ars-Technica-Headline aufgetaucht ist („Disney, others spy on kids with zombie cookies„) und ich einen Artikel daraus für Techfieber gerollt habe, blieb das lange verdrängte Thema Flash-Cookies auf dem Schreibtisch liegen. Zur weiteren Bearbeitung. Eigentlich eine Sicherheitslücke in Adobe (Macromedia) Flash, die es Webseiten möglich macht, besonders fiese Spionage-Cookies auf dem Besucher-PC abzulegen, die sich nur umständlich und nicht per Browserbefehl löschen lassen. „Zombie-Cookies nisten in deinem Computer“ weiterlesen

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik warnt vor dem Internet Explorer

Das BSI hat sich gestern dagegen ausgesprochen, den Microsoft IE in Version 6, 7 oder 8 auf XP, Vista und Windows 7 zu benutzen. Selbst das Ausführen im „geschützen Modus“, sowie ohne Active Scripting bietet keine Sicherheit vor einer „bisher unbekannten kritischen Sicherheitslücke“. Das Bundesamt rät dazu, einen alternativen Browser zu benutzen. (via bsi)

Gated Communities: So unsicher wie ausserhalb

Auch hierzulande greift die Unsitte der „Gated Communities“ um sich. Also Stadtteile oder kleine Siedlungen, die eingezäunt und streng bewacht die Sicherheit ihrer Bewohner garantieren sollen. In den USA gibt es schon ein paar Jahre mehr Erfahrung mit dem Thema. Hier werden die Erfolge recht gemischt bewertet. So wird der Polizeichef von Charlotte, North Carolina zitiert, der die Verbrechensrate in solchen Wohnburgen ebenso hoch sieht wie in nicht umzäunten Wohnvierteln ähnlicher Milieus. „Gated Communities: So unsicher wie ausserhalb“ weiterlesen

TSA: Ab 2010 nur noch nackt im Transatlantikflug

Washington, D.C.: Die US-Sicherheitsbehörde TSA (Transportation Security Administration) hat bekannt gegeben, dass nach dem vereitelten Terror-Anschlag durch den nigerianischen mutmasslichen Al-Qaeda-Terroristen Umar Faruk Abdulmutallab alle Passagiere nur noch ohne Kleidung an Flügen in die USA  teilnehmen dürfen.  „TSA: Ab 2010 nur noch nackt im Transatlantikflug“ weiterlesen

Gericht: Bank haftet bei Phishing

081124fishingEndlich wird das etwas klarer: Das Amtsgericht Wiesloch entschied: „Ein Bankkunde erfüllt beim Onlinebanking seine Sorgfaltspflichten, wenn er seinen Computer mit durch- schnittlichen Sicherheitsvor- kehrungen ausstattet. Wird er zum „Phishing-Opfer“ (Ausspähen von Daten wie PIN und TAN), haftet die Bank für den Schaden.“ Als durchschnittlich betrachtete das Gericht die Installation einer Anti-Viren-Software – was ja nicht immer hilft. Aber weitere Security-Software wie etwa eine Firewall sei nicht zu verlangen. Interessant „Gericht: Bank haftet bei Phishing“ weiterlesen

Britisches Militär jetzt völlig ohne Daten

Ende letzter Woche verschusselte die IT-Vertragsfirma EDS eine Festplatte mit Namen, Adressen, Pass-Nummern, Geburtsdatum, näheren Verwandten, Führerscheinangaben von 100.000 Militärangehörigen der Streitkräfte Ihrer Majestät der Königin Elizabeth der zweiten, Gott schütze sie. Ach da fällt mir ein, auch in der Bundesrepublik werden circa 1000 Notebooks aus Bundesregierungseigentum vermisst. Ob dagegen mehr Überwachung hilft? (via)