Fake-News sind für Rechtspopulisten

Ein Forscherteam der University of Oxford hat mit Mitteln des Big Data die Social-Media-Inhalte zu Wahlkampfzeiten in den USA, Deutschland und anderen Ländern untersucht. In sehr einfachen Worten: Fake-News oder Junk-News, also frei erfundene Horrorgeschichten über Chemtrails, Freimaurer und ungebremste Islamisteneinwanderung werden fast ausschliesslich von Anhängern Trumps und der AfD gelesen, geliked und weiterverteilt. Weiterlesen

Das Social Media Tarot

Der venezianische Illustrator Jacopo Rosati hat ein Tarot aus den Schicksals­momenten des Social Network lebens zusammengestellt. Vielen Dank für dieses Update! via thisisnthappiness Weiterlesen

Facebook: Anzeigen für Judenhasser

Die unabhängige, da spendenfinanzierte, investigative US-Presseagentur ProPublica hat nachgeprüft, was für Kategorien Facebook in seinen personalisierten Anzeigen anbietet. Unter anderem die Zielgruppen „Judenhasser“, „Wie man Juden verbrennt“ und „Die Geschichte der Zerstörung der Welt durch Juden“. Der schimmlige alte Nazi-Quatsch, jetzt als Social-Media-Kampagne. Nach der Veröffentlichung durch ProPublica zog der Zuckerberg-Konzern die Angebote zurück und versprach Besserung. Und jetzt? Ist Facebook jetzt böse und muss verboten/boykottiert werden? Nein. Jedenfalls auch nicht böser als irgendein anderer Konzern. Auf alle Fälle sollte man ein Ad-Blocker-Plug-In im Browser haben. Und überall sonst auch.

Facebook Advertising: Money for Nothing

Der britische Werbeindustrie-Insider Mark Duffy stellte gerade die Fakten zur Werbe­plattform Facebook zusammen. Selbst wenn man die allgemeine Schwäche der Werbewirtschaft abzieht, nämlich Verkaufsumsätze nur zu versprechen, und nicht garantieren zu können, sei Facebook hier ein besonders unzuverlässiger Partner. Nicht nur blieben die genauen Nutzerzahlen der Werbeeinblendungen auf dem Social Network Geschäftsgeheimnis des Zuckerberg-Konzerns – auch die wenigen messbaren Zahlen erwiesen sich bei Nachprüfung durch Dritte (wie zB Nielsen Ratings) als nicht haltbar. Weiterlesen

Tinder und der Klassenkampf in Zeiten der Informationsrevolution

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Die US-amerikanische Social Media Agentur (so nennt man das wohl dann) Virtual Dating Assistants (ViDA) engagiert und vermittelt Ghost Writer an zwischen­mensch­lich erfolglosarme, aber zahlungskräftige Männer, um deren Tinder-Profile und vor allem die nachfolgenden Message-Konversationen mit der gefragten Verve und dem Anschein von menschlicher Wärme zu versehen. Um damit ahnungslose Frauen anzugraben und den hübsch fotografierten und betexteten Pay-To-Date-Kandidaten ein zumindest erstes Treffen zu vermitteln: „Delivered On A Silver Platter“. Weiterlesen

Ello: Was ist das denn eigentlich?

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Es gab in den letzten Tagen ein bischen viel Gerede um ello. Eine neue Social Plattform, irgendwo zwischen Twitter und Facebook, nur unfertig. Und: Garantiert werbe- und datenverkaufsfrei. Ich hatte mich beim social media craze der 2010er bischer eher wenig beteiligt.

Ausser WordPress, das für mich ein Sprachrohr, ein unerschöpfliches Füllhorn meiner völlig subjektiven Meinung darstellt.

Dazu Facebook, das ich im November 08 ‚gejoint‘ hatte, um mit den Kollegen in Kontakt zu bleiben, die ich auf dem ersten und einzigen Treffen der World Professional Blogger-Journalist Association in Seoul (Südkorea) kennengelernt hatte, und das sich ohne mein Zutun zum lokalen Partykalender weiterentwickelt hat.

Und Twitter, das ich allerdings nur daszu nutze, um meine Piraten zu trollen, indem ich ständig über Feminismus, Sozialismus und Killerspiele rede. In 140 Zeichen.

Google+ hab ich ausgelassen, weil G schon genug über mich weiss, Tumblr, Instagram + Pinterest auch, weil ich nicht genug dirty selfies vorzuweisen habe, und App.net und Threema, weil mir ein Twitter genügt. Weiterlesen

Studie: Für Teens ist Facebook tot und begraben

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Zumindest in Europa. Die Global Social Media Impact Study befragte 16 bis 18-jährige in 8 europäischen Ländern nach ihren Social Media Nutzung. Facebook, so erfuhr man, sei inzwischen ein Fall für die ältere Generation, die Jüngeren weichen nach Twitter, Instagram, WhatsApp oder Snapchat aus. Der Leiter der Studie, Professor Daniel Miller von dem University College London, nutzte zusammenfassend die bildhafte Beschreibung „tot und begraben“. Weiterlesen