Valentina Tereshkova: Erste Frau im Weltall

Heute vor 58 Jahren flog die sowjetische Kosmonautin Valentina Tereshkova als erste Frau in der Geschichte der Raumfahrt ins Weltall und kreiste 48 mal und drei Tage lang um die Erde, bevor sie sicher wieder zurückkehrte. Übrigens ist sie bis heute die einzige Frau geblieben, die einen Weltraumflug alleine absolvierte, was ein schonungslos hartes Licht auf den Stand der Gleichstellung in unserer Zivilisation wirft. Die Sowjetunion war vielleicht in manchen Punkten eine verdammte Militärdiktatur, aber Frauenrechte wurden dort grösser geschrieben als sonstwo vorher und nachher – vielleicht mit Ausnahme von Skandinavien und einigen bereits vom Imperialismus ausgelöschten, kleineren Kulturen. Tereshkova ist heute Abgeordnete im russischen Parlament und stimmt dort für Herrn Putin. Ok. Trotzdem können wir heute abend auf sie und die Bedeutung ihres Raumflugs im Sommer 1963 anstossen. Nastrovje!

60 Jahre bemannte Raumfahrt

Heute vor 60 Jahre hat der sowjetische Kosmonaut Yuri Gagarin als erster Mensch in einer Soyuz-Raumkapsel die Erde umrundet. Ja, nur einmal, aber immerhin, es war ein Anfang. Für die „freie“ westliche Welt ein totaler Schock, konnte man in diesen Einmal-Orbit doch hineininterpretieren, dass der Sowjetkommunismus das bessere politische System sei. Naja, nein, oder nur mit kapitalistischen Augen gesehen, für die nur der materielle Erfolg zählt. Auch wenn die Sowjetunion viele gute sozialistische Ideen umsetzte, war sie am Ende doch eine verdammte Militärdiktatur und von der Befreiung der werktätigen Klasse ungefähr genau so weit entfernt wie der US-amerikanische geopolitische Gegenspieler. Das ist aber alles lange vorbei, und wir haben heute trotzdem die Gelegenheit auf Yuri und seinen ersten Schritt ins Weltall zu trinken. Nastrovje! Das Pic zeigt eine vor 10 Jahren (zum 50sten) veröffentlichte ukrainische Briefmarke. Tja, cc0.

Als die Sowjetunion den weltweiten CO2-Ausstoss um 7,6 Milliarden Tonnen senkte

Mit dem Ende der Sowjetunion im Jahr 1991 gingen Industrieproduktion, Wirtschafts­kraft und Fleischverbrauch drastisch zurück. Zuvor war Rindfleisch ein Haupt­be­stand­teil der Ernährung, danach wichen die Menschen auf andere Lebensmittel aus. Heute ist die weltweite Fleischproduktion für 14,5% des produzierten CO2 ver­ant­wortlich. Konsumiert wird dieser Fleischberg vor allem von der „Ersten Welt“, den Industrieländern. Das ist also einer der seltenen Fälle, wo eine Veränderung unseres Konsums direkte Wirkung hat: Je weniger Fleisch (und Milchprodukte) wir essen, desto weniger schnell überhitzen wir unseren Planeten. Jetzt noch schnell eine CO2-Steuer nach Schweizer und Kanadischem Vorbild (Steuereinnahmen werden gleichmässig an Haushalte ausgeschüttet), und wir haben eine Chance. Oder wir warten darauf, dass weite Teile unserer Erde für Menschen und Tiere unbewohnbar werden und zerstören den Rest in einem globalen Krieg. Das ist die andere Möglichkeit. nature, pic openclipart-vectors cc0

Sozialismus und Weltraum

Polnisches Briefmarkenset von 1963 anlässlich der Erfolge der sowjetischen Raumfahrt, 13,5 GBP bei presentandcorrect

Die Sowjetunion von Europa

red_europe

Seit wann? Haben wir etwas verpasst? Sozialismus, oder gleich die eiserne Faust Stalins über dem alten Kontinent? Nicht ganz, aber auf jeden Fall etwas in dieser Art. Ich will die Überschrift und die damit verbundene Andeutung, irgendetwas sei nicht in Ordnung, in den folgenden Zeilen erklären.
Wir empfinden heute die Sowjetunion als glänzendes Beispiel für das notwendige und unausweichliche Scheitern des Kommunismus (oder Sozialismus, das kann man hier so unscharf formulieren), als schreckliche Diktatur ohne persönliche oder wirtschaftliche Freiheit, als totalitäres System mit unterdrückter Meinung und realitätsferner Planwirtschaft. Tatsächlich wurde die wirtschaftliche Entwicklung von strategischen und bürokratischen Überlegungen geleitet; private Gewerbetätigkeit war, anders als in anderen sozialistischen Ländern, unbekannt.
Wo also sollen hier Ähnlichkeiten, Analogien bestehen? Weiterlesen

Sowjetpunk: Torpedo-GAS, 1951

Torpedo-GAS

weirdrussia via hotwheels

Der Roswell-Absturz war eine sowjetische PsyOp

In ihrem Buch „Area 51: An Uncensored History of America’s Top Secret Military Base“ enthüllt die Los Angeles Times Magazine Redakteurin Annie Jacobsen, dass es sich beim legendären UFO-Absturz bei Roswell, New Mexico, keineswegs um ein UFO aus fernen Raumregionen gehandelt habe. Weiterlesen

CIA: Folterzentrale und Kunstmäzen

Neue Erkenntnisse über die Central Intelligence Agency, den kalten Krieg und die Entwicklung der modernen Kunst in der Nachkriegszeit: Seit der Gründung im Jahr 1947 hatte die CIA ein Propaganda Assets Inventory, um Medien zu beeinflussen und einen kulturellen Krieg gegen die böse Sowjetunion zu führen. Weiterlesen

Wenn die Uboote weiterziehen

Auf dem Englishrussia-Weblog gibt’s wieder mal eine wunderschöne Fotostrecke von einem verlassenen ex-sowjetischen Marinestützpunkt auf der nordpazifischen Halbinsel Kamtschatka. Letztere kommt ja ansonsten eigentlich nur im Risiko-Brettspiel zu Ehren; um so schöner zu sehen, dass da auch richtig freundliches Wetter sein kann. Weiterlesen