Paradise Papers

Die halbe (oder viertel-) legale Korruption der Geldwäscher und Steuerschwindler, vom selben Rechercheteam der Süddeutschen Zeitung aufgedeckt, wie damals die Panama Papers. Das sind die Milliarden, die uns in den Sozialkassen fehlen. Auch und gerade deutsche Milliarden. Lesebefehl: paradisepapers

Steuerflucht in VW-Qualität

Wie der Spon international aktuell berichtet, hat unser lieber VW-Konzern im zentraleuropäischen, bequem mit dem Auto erreichbaren Steuerparadies Luxembourg ein Netz an Briefkastenfirmen aufgebaut, die für insgesamt 17 Milliarden Euro gut sind. Mit insgesamt 5 (fünf) Mitarbeitern. Zum Vergleich: Davon könnten wir 10 oder mehr Jahre alle Schutzsuchenden in unserem Land (Syrer, Iraker, Eritreer, etc) prima versorgen, und dazu noch Schweigegeld an Sultan Erdogan drauflegen. Und das ist nur einer unserer Konzerne. Was haben die anderen auf der für das Finanzamt unerreichbar hohen Kante? pic Andreas Praefcke cc by

Warum kommen so wenige US- und EU-Politiker in den Panama Papieren vor?

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Der die erste Welle der Entrüstung über die Steuerfluchtoasen in Panama traf Putin, irgendwelche Scheichs und ein paar Sport-Manager. Und die Bayerische Landesbank. Wo bleiben die reichen, rechtsnationalen US-Milliardäre, die deutschen Provinzpolitiker, die üblichen Verdächtigen? Gehört die Süddeutsche Zeitung neuerdings zur Lügenpresse? Not so fast, mister! Weiterlesen

Unterschriftenliste: Bringt die HSBC vor Gericht

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Seit Swiss Leaks, der Weitergabe von Millionen von Datensätzen der Schweizer Grossbank HSBC durch den Ex-Mitarbeiter Hervé Falciani, wissen wir, dass solche Banken aktiv ihre Kunden (auch deutsche) zur Steuerhinterziehung beraten. Den Nationen gehen viele Milliarden an Einnahmen verloren, Gesetze werden systematisch gebrochen, aber wer kommt dafür ins Gefängnis? Es ist zu befürchten, dass ausser ein paar Rücktritten nichts passiert. Ladendiebe, Kiffer oder Schwarzfahrer dagegen wandern in den Knast. Hier ist eine Möglichkeit für uns, für Gerechtigkeit zu stimmen. Weiterlesen

Mehr Geld in Steuerparadiesen als in der Wirtschaft

Wie der ehemalige McKinsey Consultant und Steuerflucht-Experte James Henry in einer umfassenden Analyse für die NGO Tax Justice Network herausfand, sind heute zwischen 17.000 und 26.000 Milliarden Euro in finanziellen Grauzonen wie den Cayman Inseln versteckt. Weiterlesen

Schweiz will Kontodaten deutscher Politiker veröffentlichen

Ok, erstens nicht die ganze Schweiz, sondern nur der nationalkonservative SVP-Nationalrat Alfred Heer. Und zweitens nicht, weil er etwa vernünftig geworden wäre und einen begrüssenswerten Beitrag zur Bekämpfung der weltweiten Korruption leisten will, sondern nur um deutsche Politiker dazu zu zwingen, keine Bankdaten von Steuerflüchtigen zu kaufen. Trotzdem begrüsse ich Heers Initiative. Ich finde überhaupt, er sollte sich mehr um Offenlegung von Bankkonten voller gestohlenem und unversteuertem Geld kümmern als um Weiterlesen

Offiziell: Daten kann man nicht stehlen

Wir alle müssen uns bei der bayrischen Justizministerin Beate Merk sehr bedanken. In einem Artikel in einer kleineren Münchner Tageszeitung schrieb sie nämlich: „Da Daten anders als Autos oder Handys keine Sachen sind, kann man sie nicht stehlen.“ Ahhh! Das ist die Lösung! Also Schluss mit dem „Raubkopier“-Irrtum, mit „Piraterie“ und überhaupt illegalen Downloads und all diesen Dingen. Sind ja keine Autos oder Handys. Weiterlesen