Hör mir zu, ich bin ein Mensch

Street Artist Mark Titchner hängt in Manchester diese Plakate auf, um auf die Situation der Refugees in der alten Industriestadt hinzuweisen. „Hör mir zu. Ich bin ein Mensch. Ich habe Angst.“ „Hör mir zu. Ich will arbeiten. Ich will Steuern bezahlen.“ „Hör mir zu. Wie soll ich leben wenn meine Gedanken im Gefängnis sind?“ „Hör mir zu. Ich überstehe den heutigen Tag ohne zu wissen was morgen ist.“ Das ist eine sinnvolle Aktion. Aber was wäre, wenn wir diese Plakate, übersetzt, an den Strassen und Plätzen von Bautzen oder Görlitz anbringen? Oder in den multiethnischen Banlieues unserer Grossstädte? Oder in den ruhigen, grünen Villenvierteln gleich nebenan? Was sagen wir, wenn Mark uns diese Fragen stellt? Weiterlesen

Wie man in Belgien Basketball spielt

In Aalst, um genau zu sein, knapp westlich von Brüssel, hat Katrien Vanderlinden diesen Basketballplatz bemalt. Sie sei von den bunten Klötzen des Kinderspielzeugs Logical Blocks inspiriert worden, sagt sie. Muss das denn sein, einen Basketplatz so grellbunt zu bemalen? Ja, weil wir die Verantwortung dafür haben, dass die Leute fröhlich sind. Das wird nur zu gerne vergessen. Danke an Frau Vanderlinden für die Erinnerung. Weiterlesen

Inzwischen in Amerika

Die New Yorker Ubahnkünstlerin Jilly Ballistic fasst in einem an einen Ubahnwaggon geklebten Plakat die Situation in ihrem Land zusmmen. via thisisnthappiness

Wie man in Mexico Strassenkriminalität bekämpft

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Man lässt eine Street-Art-Crew ein ganzes Viertel anmalen (ja, auf Staatskosten) und alle sind besser drauf. Unten das Making-Of-Video. Weiterlesen

Ubahn-Tetris

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Aïda Gómez hat die Street Art Kultur um eine Tetris-Variante bereichert, indem sie fehlende Wandfliesen in einer Berliner Ubahnstation folgerichtig zum Tetris-Ereignis aufwertete. Warum ist das wichtig? Warum steht das hier? Weil das kreative Besetzen unserer Umgebung, unseres Alltags viel zu wenig Raum findet. Wir alle sollten das öfter tun. Weiterlesen

Dronen-Graffiti, Next Level Shit der Street Art

Street Art ist gleichzeitig Vandalismus, Sachbeschädigung, Kunst und Äusserungs­form der vom Kapitalismus marginalisierten Bürger. Ja, tut mir leid, es hier wieder sagen zu müssen, aber der Kapitalismus (also die Herrschaft des Kapitals, nicht die Freiheit der Gewerbetätigkeit) ist wirklich das Kernproblem unserer aktuellen Zivilisation. Street-Art-Künstler tun also etwas sehr Wichtiges: Weiterlesen

Penisgraffiti als politisches Mittel

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Ein unbekannter Bürger des Gemeinde Bury in der Nähe des britischen Manchester brachte seine Verwaltung dazu, Schlaglöcher in den Strassen schneller als bisher zu reparieren, indem er die jeweiligen Strassenschäden mit Penisgraffiti verzierte. Bravo, auch für den Künstlernamen „Wanksy„. In unserem Land gibt es zwar keine Schlaglöcher, dafür aber Nazis, die Flüchtlingsunterkünfte anzünden, Kirchen, die Kindesmissbrauchsfälle vertuschen und Banken, die mit Hilfe multinationaler Steuertricks das Sozialsystem kaputtsparen. In all diesen Fällen hielte ich Penisgraffiti für ein angebrachtes Mittel der öffentlichen Kritik. Weiterlesen