Industrienationen subventionieren Fossil stärker als neue Energie

Anlässlich des G7 Gipfeltreffens von Vertretern der sieben wichtigsten Industrie-nationen (UK, USA, Kanada, Italien, Frankreich, Deutschland, Japan) am 11. Juni haben Leute vom International Institute for Sustainable Development, Overseas Development Institute und Tearfund ausgerechnet, dass diese sieben Nationen von Januar 20 bis März 21 ganze 189 Milliarden US-Dollar an Subventionen für Öl, Kohle, Gas und den Abbau von Umweltschutzregulierungen ausgegeben haben, aber nur 147 Milliarden zugunsten regenerativer Energieerzeugung. Und wir wundern uns, warum die Energiewende nicht vorankommt? Weil Lobbyisten Steuermilliarden auf die Konten von Fossilenergiekonzernen umleiten. Deswegen. guardian via slashdot pic JuergenPM cc0

Versicherungen fordern Ende der Subventionen für Fossilenergie

KatrinaNewOrleansFlooded

Am kommenden Wochenende treffen sich die Vertreter der G 20-Industrieländer in Hangzhou, China. Aus diesem Anlass fordern internationale Versicherungen und Investoren die Regierungen der Zwanzig und vor allem Deutschland, das im kommenden Jahr den Vorsitz stellt, dazu auf, die Förderung für fossile Energie einzustellen. Diese Subventionen für Kohle und Öl waren zwar auf dem Klimagipfel in Paris Ende letzten Jahres beschlossen worden, jedoch ohne festen Ablaufplan. Noch in der jüngeren Vergangenheit flossen in den G20 jährlich rund 200 Milliarden Euro an Subventionen an dei Fossilenergieindustrie. Angesichts immer deutlicherer Folgen der globalen Erwärmung fordert die Versicherungsbranche jetzt Taten. nakedcapitalism, guardian, pic pd

Der Preis von Öl, Kohle und verhungerten Kindern

Heavy_night_industrial_light_pollution

Der Internationale Währungsfond (IMF) rechnet uns vor (PDF), dass jährlich weltweit 5000 Milliarden Zuschüsse für fossile Energieerzeugung (Kohle, Öl, Gas) an Unternehmen bezahlt werden.

Die UN sagt uns (PDF), dass 836 Millionen Menschen von weniger als 1,15 Euro pro Tag leben, zusammen eine knappe Milliarde Euro pro Tag, oder 350 Mrd im Jahr. Würde man die Fossil-Energie-Subventionen den Ärmsten unserer Erde in bar auszahlen, hätte jeder der 836 Millionen also ganze 16 Euro pro Tag, oder 480 Euro pro Monat. Das ist weniger, als ein Asylbewerber aus einem zerstörten Zweit- oder Drittweltland einschliesslich Wohnung und Heizung kostet, und weit mehr, als man in einem wirklich armen Land benötigt, um ein Leben in relativem Wohlstand zu führen. Weiterlesen