Piraten : GEMA – 1 : 0

Onlinenutzung_Lizenz: CC-BY-SA/photo: BARTJEZ.cc WICHTIGER HINWEIß! Sie und dritte dürfen dieses Photo, - vervielfältigen, verbreiten und öffentlich zugänglich machen - Abwandlungen und Bearbeitungen des Photos anfertigen* - das Photo kommerziel nutzen soweit die Persönlichkeitsrechte nicht verletzt bzw. gesondert vereinbart wurden. Fragen?! Kontakt: bildredaktion@bartjez.com Wichtig! Nicht vergessen! Regeln achten! Namensnennung/Link: CC-BY-SA/@BARTJEZ.cc

Genauer: Das Berliner Kammergericht hat heute entschieden, dass die GEMA im Fall von Bruno Kramm (siehe pic) und seiner Band „Das Ich“ keine Tantiemen an den Musikverlag ausschütten darf. Um festzustellen, wieviel der seit dem Jahr 2010 einbehaltenen Anteile an die Musiker zurückgegeben werden müssen, hat die GEMA ausserdem erstmal ihre Einkünfte offenzulegen. Das bedeutet für alle Musiker, die mehr oder weniger freiwillig Miglieder der GEMA oder verwandter Organisationen sind, potentielle Auschüttungen von viele Millionen Euro. Die Musikverlage dagegen können ihr Geschäftsmodell begraben. Ok. Das Verfahren wurde von Anfang an von der Piratenpartei unterstützt, auch wenn sich Bruno inzwischen bei den Grünen (*) eine schöne und ruhige Zeit macht (ich wünsche ihm alles Gute). Ob gegen das Urteil überhaupt noch Berufung vor dem Bundes­gerichtshof (BGH) eingelegt werden kann, muss sich das Berliner ammergericht erst noch überlegen. Bis dahin : Arrr! Wir haben gewonnen!

* UPDATE: Nach dem Urteil hat Bruno Kramm erklärt, dass er nach wie vor Pirat sei. Der „Wechsel“ zu den Grünen war, wir wir jetzt wissen, eine Finte, um mehr politische Unterstützung für den Kampf für mehr Urheberrechte zu gewinnen. In sehr einfachen Worten: Die Piraten haben die Grünen gehackt, um dadurch auf dem Konto der Gema ca. 2 Mrd. Euro zu löschen.

* UPDATE 2: Auf persönliche Nachfrage hat mir Herr Kramm inzwischen diese Entwicklung bestätigt.

piratenpartei, faz pic bartjez cc by sa

Tonträger bringen kein Geld mehr ein

Auf dem Sonar-Festival in Barcelona (14.-16.6.) erklärte der britische Musiker Norman Cook – besser bekannt als Fatboy Slim – in einem Interview: Weiterlesen

Radioempfang in Mobiltelefonen gesetzlich verankert

Und in MP3-Playern, Slates (Tablet PCs) oder anderen kleinen Mobilgeräten. Wo? In den USA? Ab wann? Das ist noch unklar. Jedenfalls bemühen sich die Musikkonzernlobby RIAA und die Lobby der kommerziellen US-Radiosender NAB gemeinsam beim US-Kongress um eine solche gesetzliche Vorschrift. Weiterlesen

Die globale Musikverwertungslüge

Die australische Copyright Agency Limited, also die dortige Schwester der GEMA, hat im vergangenen Jahr mehr an ihre Mitarbeiter bezahlt (9,4 Millionen USD) als an Künstler (9,1 Millionen USD). Schrecklich, oder? Und das bei Einnahmen von 114 Mio. USD, so dass 76 Millionen an die Verlage gingen, mit der Massgabe, den Kreativen den vertraglichen Anteil zu übergeben. Ob die das tun werden? Und wie ist es, zum Vergleich, hierzulande? Weiterlesen

Der neue US-Radiokrieg

090818radioIm (nach Selbsteinschätzung) Greatest Country On Earth beharken sich derzeit Musiklobbyisten (RIAA, musicFIRST) und die Radiosender; jetzt wurde die US-Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC) eingeschaltet. Sie soll eine Untersuchung durchführen, die Lobby wirft den Radios nämlich vor, Songs von Musikern nicht mehr zu spielen, die eine Vergütung für Airplay fordern. Anders als etwa hierzulande müssen Radiosender in den USA keine Tantiemen für ausgestrahlte Musik bezahlen; für die Musiker kein Nachteil, weil diese Weiterlesen

Belgien: Verwertungsgesellschaft hat Tantiemen unterschlagen

090723sabamFünf Spitzenmanager der belgischen Verwertungs-gesellschaft Sabam, also der dortigen „Gema“, landen vor Gericht, weil zuwenige Tantiemen an die Urheber ausbezahlt wurden. Die Gesellschaft behielt also einen Weiterlesen