Rollenspieler retten die Welt vor dem Hass

Hass im Internet bekämpfen: So wirds gemacht. Die Website RPG.net ist seit 1996 (ja, da gab es schon richtiges WWW-Internet) einer der wichtigsten Diskussionsorte für Fans von Boardgames, Pen-And-Paper, Wargames, Tabletop, auf dem Tisch und im Computer. Jetzt haben die Forenmoderatoren in einem durchaus aufsehen­erregenden Post erklärt, dass sie keine Unterstützungstexte für Herrn Trump (einem bekannten Faschisten und Hassprediger, der bereits mehrere frustrierte US-Bürger zu Morden und Attentaten aufgestachelt hat) mehr zulassen werden. Ebenso keine abwertenden Reden gegen Minderheiten oder Frauen oder Andersdenkende. Weiterlesen

Antisemitismus bekämpfen leicht gemacht

Nach dem bislang grössten antisemitischen Terror-Anschlag auf US-ameri­kani­schem Boden, mit 11 Toten (darunter drei bewaffnete Polizeibeamte) und zahl­reichen Verletzten, reagierte US-Präsident Trump souverän (nach Eigenansicht), indem er die Schuld am Ausmass der Bluttat durch den Trump-Wähler und Juden­hasser Robert Bowers der jüdischen Gemeinde zuschob: „Wenn sie eine bewaffnete Wache im Inneren [der Synagoge in Pittsburg] gehabt hätten, wäre der Angreifer vielleicht sofort gestoppt worden“. Ja, natürlich möchten die Totalitären, dass alle sich bewaffnen und auf einander schiessen. Aus einem Bürgerkrieg heraus lässt sich eine Diktatur am leichtesten installieren, das wissen natürlich auch Trump und seine Hintermänner. Und Juden werden von gewissenlosen Drecksäcken schon immer bevorzugt zum Opfer gemacht, auch hier nichts neues. Wir anderen, Nicht-Antisemiten und Nicht-Faschisten, haben übrigens diesmal ebenfalls die Ver­antwortung dafür, die Gewalt zu stoppen. boingboing, splinter, pic joseph cc by nc sa

Kindesmissbrauch in Trumps Babygefängnissen

Kinder, die in den letzten Monaten mit ihren Familien in die USA einreisen wollten oder auch nur mit ihren Familien innerhalb der USA mit gültigen Papieren reisten und dabei irgendwie südländisch aussahen, schwebten in der Gefahr, verhaftet und von ihren Eltern getrennt in Gefangenenlagern kaserniert zu werden. Tausende Kinder wurden in schnell errichtete Käfige gesperrt, auch nach mehreren Gerichts­beschlüssen warten noch einige auf die Rückführung zu ihren Müttern und Vätern. Weiterlesen

DEVO, John Waters und der nutzlose Schniedel von einem Präsidenten

Letztes Wochenend fand das Burger Boogaloo Open Air Festival in Oakland, Kali­fornien statt. Headliner: DEVO. Die vom Trash-Film-Genie John Waters mit folgenden Worten angekündigt wurden: „Ursprünglich sind sie aus Ohio… und sie begannen ihre Karriere eben so wie ich: angepisst. …heute ist es schlimmer als je zuvor. Trump ist ein nutzloser Schniedel („feckless prick“). Ein Scheissloch von einem Präsidenten. Ein oranger Anus… der Kinder stiehlt und Wirbelsturmopfer mit Papiertüchern bewirft…“ Fuck ja, du weisst, das du es geschafft hast, wenn John Waters in the flesh ein Konzert deiner Band mit einer solche Rede ankündigt. Oder wenn du DEVO mit einer solchen Rede ankündigen darfst. Oben das Video. via boingboing

Robert De Niro als Gewissen der westlichen Welt

Zur Verleihung des Tony Award in New York sollte Robert De Niro die Eröffnungs­rede halten. Was er statt dessen über Trump sagte, seht ihr hier. Ich glaube, De Niro wäre ein guter US-Präsident. Stehende Ovationen, übrigens. Danke, New York.

Wahlergebnis nach dem Testament der Angst

Was bringt Wähler dazu, Trump zu wählen? Oder, hierzulande, die AfD? Eine am gestrigen Montag veröffentlichte Studie der US-Politikwissenschaftlerin und Profes­sorin an der University of Pennsylvania Dr. Diana C. Mutz fasst die Auswertung der Situation in ihrer Überschrift so zusammen: „Status threat, not economic hardship, explains the 2016 presidential vote“. Eine Bedrohung des gesellschaftlichen Status, nicht des wirtschaftlichen, erklärt die Präsidentialwahl 2016. Weiterlesen

Reich durch Evangelismus: So wirds gemacht

Der Trump-Anwalt Jay Sekulow nahm nach vorliegenden Unterlagen seit Beginn unseres jungen Jahrhunderts über 60 Millionen US-Dollar durch eine christliche Spendenaktion ein. Die Christian Advocates Serving Evangelism (Case) forderten vom Fernsehschirm herab gezielt Arme und Arbeitslose auf, doch ihr Herz und ihr Portemonnaie zu öffnen. Davon bezahlte Sekulow respektable Gehälter an seine Familienangehörigen, kaufte Immobilien (für die Familie) und versteckte alles hinter einem Dickicht an Verträgen. Weiterlesen