Klimafeinde Google, Amazon, Microsoft

Der Journalist Brian Merchant vom immer noch relevanten Tech-Mag Gizmodo hat umfangreiche Fakten zusammengetragen, die uns zeigen, wie die Hightech-Mega­konzerne dicke Geschäfte mit Fossil-Energie machen. Indem sie Automatisierung und Datenverarbeitung an Big Oil verkaufen und aus der Portokasse auch kleinere Kongresse von Klimawandel-Leugnern querfinanzieren. Damit das gute Geschäft nicht so schnell aufhört. Wir müssen unsererseits damit aufhören, Hightechkonzerne als eine saubere, progressive, positive Industrieform zu betrachten. Sie sind genau so scheisse und unmenschlich wie die alten Branchen und müssen genau so hart angefasst werden. pic cc0 skeeze

Abgasskandal: Bis zu viermal mehr Stickoxid

Nachdem in den 80ern des letzten Jahrhunderts (manche erinnern sich vielleicht noch) der durch Abgase verursachte saure Regen ganze europäische Waldgebiete bedrohte, fanden sich die EU-Nationen zusammen, um klare Grenzwerte fest zu legen. Seither sinkt der Ausstoss der gefährlichen Stickoxide kontinuierlich. Ach? Wirklich? Die uns bekannten Abgasmengen sind nämlich eigentlich nur Hoch­rechnungen von Prüfstandmessungen. Richtig, so wie beim Dieselgate, das uns zeigte, wie alle Autohersteller tricksen, um auf dem Prüfstand niedrige Werte zu bekommen. Und jetzt? „Abgasskandal: Bis zu viermal mehr Stickoxid“ weiterlesen

Mikroplastik in unseren Flüssen

Greenpeace ist mit dem Boot durch unsere Flüsse gefahren und hat rausgefischt, was drin schwimmt. Unter anderem jede Menge Mikroplastik. Problem: Das Zeug wird erst über Jahrhunderte oder Jahrtausende abgebaut, Fische und andere Wassertiere essen es, und wir essen dann die Fische. Und das Plastik. Die Bemühungen der Umweltschutzorganisationen haben mittlerweile dazu geführt, dass Zahnpasta praktisch plastikfrei geworden ist. Anders ist es bei Körperpflege und Kosmetika: Da ist so gut wie immer Kunststoff drin. Ein Teil des Plastikmülls kommt auch bei starkem Regen in die Flüsse, wenn Wegggeworfenes eingeschwemmt wird. Wir sollten anfangen, Altplastik wie Gift zu behandeln. Etwas, das man sorgfältig behandeln muss. Und am besten so wenig wie möglich benutzt. Hier ist nochmal die Produkteliste (PDF) vom Bund Naturschutz, damit wir wissen, was wir nicht kaufen möchten.

Die globale Plastik-Krise

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An den Stränden Hawaiis haben nordamerikanische Wissenschaftler eine neue Art von Gesteinsformation entdeckt: Plastiglomerat. Das sind Steine, Sand, Muschelschalen, was auch immer, und geschmolzenes Plastik. Geschmolzen in Strandlagerfeuern, Müllverbrennungsaktivitäten, Vulkanausläufern. In Hawaii inzwischen so ubiquitär, dass sich ein eigener Namen dafür lohnt. Die Plastiglomerat-Brocken rollen mit den Wellen auf den Meeresboden und sedimentieren dort ein. Zusammen mit mineralischem Sand, organischen Abfällen, und noch mehr Plastikteilen. „Die globale Plastik-Krise“ weiterlesen

Genmais verliert bereits seine Wirkung, bleibt aber giftig

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Genmais (BT corn), bei dem Erbgut des Giftstoffe produzierenden Bacillus thuringiensis eingesetzt wurde, erfreut sich in den USA seit 1996 zunehmender Beliebtheit in der Agrarindustrie. Das in den Pflanzen enthaltene Toxin hielt anfangs Insekten fern und führte zu geringerer Umweltbelastung, weil weniger chemische Insektizide benötigt wurden. Anfangs… „Genmais verliert bereits seine Wirkung, bleibt aber giftig“ weiterlesen

Fracking und Salzstöcke, was kann da wohl schiefgehen?

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Im US-Bundestaat Louisiana verschwindet die Gemeinde Bayou Corne mit 350 Einwohnern im Boden. Das hat vor einem Jahr angefangen und seither nicht aufgehört. Das mittlerweile mit Wasser und Schlamm gefüllte Loch ist inzwischen 100.000 Quadratmeter gross und 250 Meter tief. Aus dem Boden dringt Erdgas, die Leute müssen wegziehen. Grund der Katastrophe ist ein zusammengebrochener Salzstock (in solche geologischen Formationen schütten wir zB unseren Atommüll), der von Bohrungen und Fracking zermürbt war. „Fracking und Salzstöcke, was kann da wohl schiefgehen?“ weiterlesen

Baden-Württemberg: Kernkraftwerke werden ökologisch umgerüstet

Keine Zeit verlieren: Schon wenige Tage nach dem Erdrutsch-Wahlsieg der Grünen im südwestlichsten Bundesland Baden-Württemberg hat der designierte Ministerpräsident Winfried Kretschmann angekündigt, die offene Frage der Kernkraftwerke im demnächst grün-rot regierten Ländle energisch zu lösen. „Baden-Württemberg: Kernkraftwerke werden ökologisch umgerüstet“ weiterlesen

Der grosse E-10-Schwindel von 2011

Weil die EU den Schadstoffausstoss der Kraftfahrzeuge senken will, haben sich die Lobbyvertreter der Automobilhersteller einen Trick einfallen lassen: Die deutschen Konzerne bauen weiter schwere, schadstofffreudige Autos.

Und bekommen diese über Dienstwagen-Steuerabschreibungen querfinanziert. Und senken den deutschen Gesamtauspuffausstoss dann nur rechnerisch durch eine (nicht von der EU angeregte) Erhöhung des Alkoholanteils im Sprit von bisher 5 auf jetzt 10 Prozent. Das genügt, um die EU-Vorgaben zu erfüllen, ohne dass sparsamere Autos nötig sind. Der Aufschrei in der Bevölkerung wegen teurem, und womöglich motorschädlichem Benzin wurde von der Lobbyregierung tatsächlich so nicht erwartet. Man hat da andere Sorgen. Quartalsbilanzen und so. Eben wirklich Probleme. Via telepolis

Ach, und das Bild? Ich hatte auch mal so nen Toyota Corolla, Modellnummer E10. Und das hat auch nichts mit dem Thema Umwelt zu tun.

Great Pacific Garbage Patch: Neues Land durch Recycling

Unterstützt vom niederländischen Architecture Fund untersucht das Architekturbüro WHIM die Chancen für den Plan, das Plastikmüllfeld im nordpazifischen Strudel zu einer schwimmenden Insel von entsprechenden Grösse zu verarbeiten, die anschliessend begrünt und von Klimaflüchtlingen (deren Heimat vom steigenden Meeresspiegel überflutet wurde) besiedelt werden kann. „Great Pacific Garbage Patch: Neues Land durch Recycling“ weiterlesen

10 Jahre nach Deepwater Horizon

Die BP-Ölkatastrophe im Golf von Mexiko dauert munter an. Immer mehr Rohöl strömt aus dem unverschlossenen Bohrloch in 3000 Metern Tiefe. Vor 10 Jahren platzte in Brasilien eine Pipeline des Ölkonzerns Petrobras, die nahen Mangrovenwälder der Guanabara-Bucht wurden vernichtet, ganz ähnlich wie jetzt an der Küste der südlichen USA. „10 Jahre nach Deepwater Horizon“ weiterlesen

Plastikozean wird zu Staubsaugern

Das ist die coolste Ökoaktion seit langem: Der schwedische Haushaltsgerätehersteller Elektrolux hat angekündigt, die ungedeckte Nachfrage nach recycelbarem Plastikabfall dadurch zu decken, dass aus sechs verschiedenen Weltmeeren Plastikmüll gesammelt wird. Vom Strand, aus der offenen See und unter Wasser. „Plastikozean wird zu Staubsaugern“ weiterlesen

Der saure Regen kommt zurück

Das Problem der schwefelhaltigen Brennstoffe (Kohle, Heizöl) und der Entstehung von Regen- oder Nebeltropfen, die Schwefelsäure (H2SO4) enthalten, ist einigermassen gelöst. Jetzt rollt ein ähnliches auf uns zu: Regen und Nebel mit Salpetersäure (HNO3), mit vergleichbaren Folgen. Nur die Quelle ist diesmal eine andere: „Der saure Regen kommt zurück“ weiterlesen

Das ist eine Übung (Deepwater Horizon)

Das Video zeigt nicht etwa die tatsächlich beobachtbare Ausbreitung des BP-Rohöls nach der Deepwater Horizon Havarie, sondern eine Computersimulation: Was passiert, wenn man etwas vor New Orleans ins Meer kippt. Wir können uns jetzt überlegen, was mit dem Öl passiert, oder ob die nahende Hurrican-Saison die Katastrophe in eine noch grössere verwandelt. (via good)

BP und die Kastrophe der Anderen

BP CEO Tony Hayward sagte zur Deepwater Horizon Katastrophe am 29. April: „Was zur Hölle haben wir getan, um so etwas zu verdienen?“ (760 schwere Sicherheitsverletzungen in den letzten drei Jahren)

Am 14. Mai beteuerte er gegenüber dem britischen Guardian: „Der Golf von Mexiko ist ein sehr grosser Ozean. Die Menge an Öl und Chemikalien, die wir hineinleiten, ist winzig im Verhältnis zur Gesamtwassermenge“. „BP und die Kastrophe der Anderen“ weiterlesen

Butterfinger und Baby Ruth, Genschokolade von Nestle

Greenpeace hat durch Laboruntersuchungen herausgefunden, dass die Schokoriegeln Butterfinger und Baby Ruth aus dem Lebensmittelkonzern Nestle gentechnisch veränderte Grundstoffe enthalten, ohne dass dies auf der Verpackung angegeben wäre. „Butterfinger und Baby Ruth, Genschokolade von Nestle“ weiterlesen

Wie gross ist der Lousiana-Ölteppich?

Die Deepwater-Horizon-Ölkatastrophe entwickelt sich ungebremst weiter. Dem Betreiber BP ist es seit dem 20. April nicht gelungen, die sprudelnde Ölquelle zu stoppen. Paul Rademacher hat ein Google Earth-Mashup gebaut, das den aktuellen Ölteppich (NASA-Bild vom 6. Mai) über die Karten bekannterer Ort legt. Hier: Paris. (paulrademacher via good) (pic: click > gross)