Eines Tages in Amerika

Happy 4th. Das pic ist von Edel Rodriguez. God bless him. Oder Cthulhu.

Frauenrechte: Saudi-Arabien vor USA

Nicht in allen Punkten, und nicht in allen Bundesstaaten. Aber die US-Staaten Alabama und Georgia, beide enorm christlich motiviert, haben Abtreibungsgesetze, die Frauen weniger Luft zum Atmen und Gelegenheit zur freien Entscheidung geben, als Saudi-Arabien, der düsterste Teil unserer arabischen Schwesterkultur. In Ländern wie dem Iran, Syria, Palestina, den Emiraten oder Irak ist sind Leben und Gesundheit der Frau ebenso gültiger Grund für einen Schwangerschaftsabbruch wie erlittene Gewalt, in Tunesien oder der Türkei ist die Selbstbestimmung über einen Abbruch in den ersten drei Monaten völlig frei, danach entscheiden Gesundheitsaspekte. In den oben genannten, besonders christlichen Bundesstaaten ist es übrigens Musliminnen nicht möglich, auf die hier frauenfreundlichere Scharia zu verweisen; das wird durch neue Gesetze eigens ausgeschlossen, wie die israelische Tageszeitung Haaretz am Wochenende berichtete. via quartz, pic rawpixel cc0

Richtig schmutzige Wäsche

Helga Stenzel lebt in London, Brexitland, und war neulich erschrocken, als sie ihre schmutzige Wäsche vor der Waschmaschine liegen sah. Wer rechnet denn auch mit sowas? Eine Textilanhäufung, die fatal an den obersten Arschclown der Vereinigten Staaten erinnert, diese schmierige Marionette der 1 %. Schnell in den Vollwasch­gang damit und nächstesmal lieber Bernie wählen, Freunde jenseits des Atlantik.

Die Macht der Spezialdemokraten

Wir lachen ja gerne über die alte Sozialdemokratie. Also… alle ausser SPD-Mit­gliedern. Und sehen dann mehr oder weniger konsterniert zu, wie die ganze Gesellschaft nach rechts zu rutschen scheint. Tut sie nicht wirklich, nur werden die immer gleichen Kryptonazis heute stärker wahrgenommen. Also was tun, wenn ein rechtspopulistischer US-Präsident und Möchtegerndiktator die Regierung schliesst, so dass Millionen von Angestellten kein Gehalt mehr bekommen, Nationalparks ohne Aufsicht verwüstet werden, Flughäfen vor den Schliessung stehen, weil die Lotsen fehlen, Unternehmen von Pleite bedroht sind, weil ihre Steuerunterlagen nicht mehr bearbeitet werden? Alles nur, um eine „Mauer“ an der mexikanischen Grenze zu erzwingen, ein nutzloses Egoprojekt? Dann wirds interessant. Weiterlesen

Antisemitismus bekämpfen leicht gemacht

Nach dem bislang grössten antisemitischen Terror-Anschlag auf US-ameri­kani­schem Boden, mit 11 Toten (darunter drei bewaffnete Polizeibeamte) und zahl­reichen Verletzten, reagierte US-Präsident Trump souverän (nach Eigenansicht), indem er die Schuld am Ausmass der Bluttat durch den Trump-Wähler und Juden­hasser Robert Bowers der jüdischen Gemeinde zuschob: „Wenn sie eine bewaffnete Wache im Inneren [der Synagoge in Pittsburg] gehabt hätten, wäre der Angreifer vielleicht sofort gestoppt worden“. Ja, natürlich möchten die Totalitären, dass alle sich bewaffnen und auf einander schiessen. Aus einem Bürgerkrieg heraus lässt sich eine Diktatur am leichtesten installieren, das wissen natürlich auch Trump und seine Hintermänner. Und Juden werden von gewissenlosen Drecksäcken schon immer bevorzugt zum Opfer gemacht, auch hier nichts neues. Wir anderen, Nicht-Antisemiten und Nicht-Faschisten, haben übrigens diesmal ebenfalls die Ver­antwortung dafür, die Gewalt zu stoppen. boingboing, splinter, pic joseph cc by nc sa

Was kostet es, Nazis niederzuschlagen?

Vor einem Jahr war eine Frau am Rand eines Aufmarschs der extremen Rechten in Charlottesville, Virginia von einem US-Rassisten getötet worden, als dieser wut­entbrannt sein Auto in die Reihe der Gegendemonstranten gelenkt hatte. Der Ver­anstalter des „Unite The Right“ Umzugs, Jason Kessler, hatte anschliessend nichts besseres zu tun, als auf einer öffentlichen Pressekonferenz Heather Heyer, das Opfer, zu verhöhnen und die Schuld für alles der Polizei anzulasten. Und dann? Weiterlesen

Hauptsache autoritär, alles andere ist Nebensache

Tolle Tshirts im US-Polit-Zirkus: Anhänger des grossen Führers Donald des 45sten tragen mittlerweile zu ihren Maga-Mützen gut gefüllte Leibchen mit der Aussage „Ich wäre lieber Russe als Democrat“. Was ja unsere nationalen Schlafschafe vom rechten Rand genau so über sich sagen könnten. Hauptsache autoritär, grosse Klappe, Schimpfwörter und immer ausreichend Frauen- Ausländer und Sozial­feindlichkeit, dann passt das für den mittlerweile schrecklich diskriminierten (ooooh!elf) weissen, alternden Plauzenbesitzer. Wobei das für US-Amerikaner, Türken oder Österreicher gar nicht mehr lustig ist, wo die leicht beeinflussbaren Vaterlandsfans mit entsprechendem Finanzaufwand durch die Wahlen gepeitscht wurden und jetzt mit bunten Tshirts über rasant zunehmende Korruption bei direkt reziprok fallenden Löhnen hinweggetröstet werden. Nur für uns. Das pic ist vom Lokalreporter Jeremy Pelzer aus Cleveland, Ohio. Danke, dafür, Jeremy.