Antisemitismus bekämpfen leicht gemacht

Nach dem bislang grössten antisemitischen Terror-Anschlag auf US-ameri­kani­schem Boden, mit 11 Toten (darunter drei bewaffnete Polizeibeamte) und zahl­reichen Verletzten, reagierte US-Präsident Trump souverän (nach Eigenansicht), indem er die Schuld am Ausmass der Bluttat durch den Trump-Wähler und Juden­hasser Robert Bowers der jüdischen Gemeinde zuschob: „Wenn sie eine bewaffnete Wache im Inneren [der Synagoge in Pittsburg] gehabt hätten, wäre der Angreifer vielleicht sofort gestoppt worden“. Ja, natürlich möchten die Totalitären, dass alle sich bewaffnen und auf einander schiessen. Aus einem Bürgerkrieg heraus lässt sich eine Diktatur am leichtesten installieren, das wissen natürlich auch Trump und seine Hintermänner. Und Juden werden von gewissenlosen Drecksäcken schon immer bevorzugt zum Opfer gemacht, auch hier nichts neues. Wir anderen, Nicht-Antisemiten und Nicht-Faschisten, haben übrigens diesmal ebenfalls die Ver­antwortung dafür, die Gewalt zu stoppen. boingboing, splinter, pic joseph cc by nc sa

Was kostet es, Nazis niederzuschlagen?

Vor einem Jahr war eine Frau am Rand eines Aufmarschs der extremen Rechten in Charlottesville, Virginia von einem US-Rassisten getötet worden, als dieser wut­entbrannt sein Auto in die Reihe der Gegendemonstranten gelenkt hatte. Der Ver­anstalter des „Unite The Right“ Umzugs, Jason Kessler, hatte anschliessend nichts besseres zu tun, als auf einer öffentlichen Pressekonferenz Heather Heyer, das Opfer, zu verhöhnen und die Schuld für alles der Polizei anzulasten. Und dann? Weiterlesen

Hauptsache autoritär, alles andere ist Nebensache

Tolle Tshirts im US-Polit-Zirkus: Anhänger des grossen Führers Donald des 45sten tragen mittlerweile zu ihren Maga-Mützen gut gefüllte Leibchen mit der Aussage „Ich wäre lieber Russe als Democrat“. Was ja unsere nationalen Schlafschafe vom rechten Rand genau so über sich sagen könnten. Hauptsache autoritär, grosse Klappe, Schimpfwörter und immer ausreichend Frauen- Ausländer und Sozial­feindlichkeit, dann passt das für den mittlerweile schrecklich diskriminierten (ooooh!elf) weissen, alternden Plauzenbesitzer. Wobei das für US-Amerikaner, Türken oder Österreicher gar nicht mehr lustig ist, wo die leicht beeinflussbaren Vaterlandsfans mit entsprechendem Finanzaufwand durch die Wahlen gepeitscht wurden und jetzt mit bunten Tshirts über rasant zunehmende Korruption bei direkt reziprok fallenden Löhnen hinweggetröstet werden. Nur für uns. Das pic ist vom Lokalreporter Jeremy Pelzer aus Cleveland, Ohio. Danke, dafür, Jeremy.

Kindesmissbrauch in Trumps Babygefängnissen

Kinder, die in den letzten Monaten mit ihren Familien in die USA einreisen wollten oder auch nur mit ihren Familien innerhalb der USA mit gültigen Papieren reisten und dabei irgendwie südländisch aussahen, schwebten in der Gefahr, verhaftet und von ihren Eltern getrennt in Gefangenenlagern kaserniert zu werden. Tausende Kinder wurden in schnell errichtete Käfige gesperrt, auch nach mehreren Gerichts­beschlüssen warten noch einige auf die Rückführung zu ihren Müttern und Vätern. Weiterlesen

Wie man im faschistischen US-Amerika seine Kinder zurückbekommt

In den derzeit proto-faschistisch regierten, aber von sehr vielen netten und an­ständigen Leuten bewohnten USA werden derzeit schutzsuchenden Familien die Kinder weggenommen, damit man sie anschliessend erpressen kann. Das ab­ge­bildete Formular wurde dem Southern Poverty Law Center zugespielt, so etwas müssen Leute mit laufendem Asylverfahren unterzeichnen, um anschliessend mit oder ohne ihre Kinder das Land zu verlassen. via boingboing

Warum es weiter ZTE Telefone gibt

ZTE ist eine dieser vielen chinesischen Billigsmartphone-Marken. Ich hatte mal ein wirklich billiges, kleines Telefon von diesem Hersteller, mit Linux drauf und ohne weiteren Schnickschnack, das leider nur drei Jahre hielt. Aber das nur am Rande. Unlängst verdächtigte die USA verschiedene chinesische Telefon und Equip­ment­hersteller der Spionage und Verbot den verkauf von Produkten dieser Unternehmen. Darunter auch ZTE, die daraufhin ankündigten, ihren Laden zu schliessen. Weiterlesen

Michelle Wolf, neue Superheldin des US-Journalismus

Erste Stimmen forden bereits „Michelle Wolf 2020“, also eine Kandidatur als US-Präsi­dentin. Allerdings glaube ich nicht, dass das Land reif ist für so eine Frau: Intelligent, unterhaltsam, energisch, furchtlos und schwarz. Auf dem alljährlichen „White House correspondents’ dinner“ versammeln sich die Spitzenleute der US-Medien und hören zu, wie jemand aus der ersten Reihe der US-Comedians Witze auf Kosten des Präsidenten reisst. Diesmal war es Michelle Wolf, die Witze über den zum zweiten mal leeren Stuhl des aktuellen, rückgratlosen Präsidenten riss, und sie verhalf an diesem Abend des 28. April der USA zu einem Böhmermann-Moment. Weiterlesen