Wie man in Abu Dhabi Telekommunikation verkauft

Ich weiss auch nicht. Der arabische Telekom-Konzern Etisalat hat einen erfahreren finnischen Regisseur engagiert, um für die eher virtuellen Produkte des Unternehmes zu werben, und das ist dabei rausgekommen. Ja, das Vid ist lustig, aber der depressive finnische Humor steht doch sehr viel weiter im Vordergrund als der beabsichtigte telekommunikative Erlösungsgedanke aus der Scheinwelt der Emirate. Ich glaube, das Endprodukt ist ein typischer Fall von „lost in translation“. via colossal

Umsatzexplosion durch Adblocker

Zunächst mal sind Adblocker eine der besten Erfindungen der ganzen Internet-Ära: Endlich Lesen, Recherchieren, Surfen, ohne von bescheuerter Werbung für bescheuerte Produkte belästigt zu werden. Für Verlage allerdings sind Adblocker der drohende Ruin, weil dann die letzte noch ohne Nachdenken erreichbare Einnahmequelle wegfällt. Um so erfolgreicher gestaltet sich dieser erneute Digital Divide für die Datenkrake Facebook, für die im vergangenen Geschäftsjahr 709 Millionen USD Mehreinnahmen durch verkaufte Werbung in die Kassen rollten. Mehr wie in zusätzlich. Wie geht das? „Umsatzexplosion durch Adblocker“ weiterlesen

Was einmal gut für uns war

Es schadet nichts, wenn wir uns ab und zu daran erinnern, was noch vor ein oder zwei Generationen als gute Sache galt. Oder zumindest unwidersprochen hingenommen wurde. Einerseits, um uns des gesellschaftlichen Fortschritts bewusst zu werden, den unsere Zivilisation dann doch hingekriegt hat. Und andererseits, um uns vor Augen zu halten, wie diese Generationen gelebt haben. Während wir von ihnen aufgezogen und fürs Leben vorbereitet wurden. „Was einmal gut für uns war“ weiterlesen

Facebook sieht dir beim Einkaufen zu

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Demnächst. Mit dem neuen Local Awareness Ad Feature erfährt der Daten­handels­konzern, in welchem Shop du dich grade in Person aufhältst, und vergleicht das mit der Werbung, die du zuvor gesehen hast. Gibt es eine Übereinstimmung, dann gilt das für das Social Network und seine Anzeigenkunden als Erfolg. Für uns gilt es eher als weitere totale Überwachung, in diesem Fall unseres Konsumverhaltens. Und wenn Facebook das hinkriegt, kann Google das schon lange, und Apple auch bald, und vielleicht irgendwann sogar Microsoft. Was kann man tun? Den Apps alle Berechtigungen, vor allem Location-Zugriff entziehen, Bluetooth und Wlan aus, Facebook garnicht oder nur via Browser nutzen. Viel Spass in der schönen neuen Welt. via gizmodo, pic Spencer E Holtaway cc by nd

Online-Werbung in der Post-Internet-Ära

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Ja, das hier ist eine wichtige Entwicklung. Zum Verständnis: Das Internet, wie wir es kennen, ist eine Kulturtechnik, die mit Hilfe von PCs (und Notebooks) Webseiten und Emails (und RSS-Reader etc) nutzt. Dieses Internet der ersten Generation ist aber bereits dabei, zu veralten und einem Internet der zweiten Generation zu weichen, das eine andere Kulturtechnik nutzt. Nämlich Apps auf Smartphones (und Tablets). Das heisst, dass die heutigen Teenager (und angrenzende) Internet ganz anders erleben als wir, die wir mehrheitlich noch ohne Internet sozialisiert wurden. „Online-Werbung in der Post-Internet-Ära“ weiterlesen

USA: Werbung wichtiger als Bäume

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Im südlichen US-Bundesstat Georgia existiert seit zwei Jahre ein Gesetz, dass es den Betreiber der etwa 16.000 registrierten Plakatwände erlaubt, Bäume fällen zu lassen, um freie Sicht von der Strasse auf die gezeigte Werbung zu garantieren. Auf öffentlichem oder privatem Grund, und in einer Entfernung von bis zu 150 Metern. „USA: Werbung wichtiger als Bäume“ weiterlesen

Von Hitler lernen, auf dem grössten Binnenmarkt der Welt

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Indien ist eine Art Parallelwelt mit über 1,2 Milliarden Bewohnern; also rund 150 15 mal soviele wie in Deutschland, oder dreimal soviele wie in Europa. Mit einer geschichtlichen Entwicklung, die mit unserer nur teilweise übereinstimmt; und selbst das eher an den schlechten Stellen. Kein Wunder, dass dort Elemente der deutschen Historie ungleich entspannter betrachtet werden als hier. Hitler ist in Indien eine Werbe-Ikone, sein Buch wird (ungeachtet des postulierten urheberrechtlichen Schutzes, der nominal erst in drei Jahren ausläuft; nimm das, bayerischer Staat) von Wirtschafts- und Managementstudenten begeistert gelesen. „Von Hitler lernen, auf dem grössten Binnenmarkt der Welt“ weiterlesen